Skeleton Trap Horse mit neuem Track
Dark Wave Musiker zählt Putin an
- Die Zeit für Vladimir Putin läuft ab, wenn es nach dem neuen Song des erfolgreichen Dark Wave Musikers "Skeleton Trap Horse" geht.
- Foto: Skeleton Trap Horse
- hochgeladen von Peter Hellbeck
Zwei Songs in den Hörercharts "Die Hörercharts", einer davon bis auf Platz 3, der andere auf Platz 4. Jetzt aber zog Skeleton Trap Horse wegen der "N2E Kontroverse" seine bisherigen Titel aus der Wertung zurück. Doch musikalisch ist keineswegs Schluss. Der österreichische Dark Wave Musiker hat bereits die nächste politische Ansage parat. Diesmal geht es direkt Richtung Kreml.
Skeleton Trap Horse alias Andreas Michael Wolf verabschiedet sich zwar aus den Hörercharts, aber leise wird es um ihn nicht. Denn der Grund ist nicht, weil ihm die Themen ausgehen würden, sondern offenbar eher, weil ein neues Kapitel beim neuen Konkurrenz-Format "German Listener Charts" beginnt. Damit endet zumindest vorläufig eine Chartphase, die für einen österreichischen Dark Wave Musiker alles andere als gewöhnlich war.
Mit „The Boop Boop Song (The President Shit in the Pants)“ nahm Skeleton Trap Horse zunächst Donald Trump ins Visier. Der provokante Song schaffte es in den Hörercharts bis auf Rang 4. Noch eine Spur bemerkenswerter wurde es mit „We Will Not Forget the Epstein Files“. Denn auch dieser Titel beschäftigte sich nicht losgelöst von Trump mit einem politischen Thema. Der Song stellt die Verbindung zwischen Trump und der Epstein Affäre in den Mittelpunkt und setzte damit die bereits eingeschlagene Richtung konsequent fort.
Und der Erfolg war durchaus beachtlich. „We Will Not Forget the Epstein Files“ blieb insgesamt elf Wochen in den Hörercharts und kletterte bis auf Rang 3. Für einen düsteren Dark Wave Song, der sich mit einem politisch hoch aufgeladenen Thema beschäftigt, ist das eine Platzierung, die man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen kann.
Jetzt sind diese Songs raus. Und wer glaubt, Skeleton Trap Horse würde deshalb plötzlich auf unverfängliche Popmusik umsteigen, kennt das Projekt offenbar schlecht. Der nächste politische Gegner steht bereits fest.
„Kremlin, your time is running out“ So heißt der am 23. August veröffentlichte neue Track. Und diesmal richtet sich der Blick nicht nach Washington, sondern nach Moskau. Skeleton Trap Horse nimmt Wladimir Putin ins Visier und macht schon mit dem Titel unmissverständlich klar, worum es geht.
„Your time is running out“ ist dabei nicht nur irgendeine Zeile. Der Satz wird zum wiederkehrenden Countdown des Songs. Der Kreml steht dabei als Symbol für ein Machtgefüge, das sich selbst für unangreifbar hält. Skeleton Trap Horse stellt diesem Bild die Vorstellung entgegen, dass auch solche Systeme irgendwann an ihre Grenzen kommen.
Musikalisch bleibt der Österreicher seinem Dark Wave Umfeld treu. Inhaltlich wird es diesmal allerdings weniger satirisch als bei seinen Trump Songs. Während bei „The Boop Boop Song“ noch der bissige Humor deutlich im Vordergrund stand, schlägt „Kremlin, your time is running out“ einen deutlich düstereren Ton an.
Macht, Krieg, Propaganda und der Gedanke an das Ende einer politischen Ära bestimmen den neuen Song. Der Titel braucht dabei eigentlich keine große Erklärung. Die Botschaft steht bereits auf dem Cover. Interessant ist vor allem die Konsequenz, mit der Skeleton Trap Horse sein Konzept verfolgt. Erst Trump und die damit verbundene Epstein Thematik, jetzt Putin. Statt sich auf harmlose Themen zu konzentrieren, sucht sich der Musiker weiterhin genau jene politischen Figuren und Themen aus, bei denen eine Reaktion praktisch vorprogrammiert ist.
Und vielleicht ist genau das inzwischen ein Teil des Markenzeichen von Skeleton Trap Horse. Er will offenbar nicht jedem gefallen. Er will, dass man zuhört. Ob „Kremlin, your time is running out“ ebenfalls in den (neuen) Hörercharts auftauchen wird, bleibt abzuwarten. Nach Rang 4 für „The Boop Boop Song“ und Rang 3 für „We Will Not Forget the Epstein Files“ liegt die Messlatte jedenfalls nicht gerade niedrig.
Die alten Songs sind raus. Der neue ist da. Und diesmal läuft die Uhr in Richtung Kreml. Und diese tickt und tickt und tickt....
Bürgerreporter:in:Peter Hellbeck aus Hamburg |
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