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H A R Z - Wanderung vom ST E R N H A U S in Sachsen - Anhalt

Sternhaus bei Gernrode
 
das Forsthaus am Sternhaus (Februar 2010). Ich muss leider davon ausgehen, dass ich, aufgrund der Klimaveränderung, diese schöne Aufnahme nicht noch einmal machen kann
Gernrode: Sternhaus | Der Ausgangspunkt der Wanderung des Harzklub Quedlinburg  war, bei sommerlichen Witterung, das Sternhaus bei Gernrode. Um 1740 ließ der Fürst Victor Friedrich von Anhalt für die Jagd acht Wege sternförmig anlegen. An dem Ausgangspunkt der 8 Wege ließ er  zusammen mit einem Forsthaus ein Jagdhaus errichten. 1891 entstand aus dem Jagdhaus eine Gaststätte, das Sternhaus. Durch den 1936 erfolgten Neubau eines Forsthauses in unmittelbarer Nähe konnte das bestehende Gasthaus  erweitert werden. 1961 wurde aus der Waldgaststätte  ein Betriebsferienheim des VEB Baumaschinen Gatersleben mit Gaststättenbetrieb. 1976 musste der alte achteckige Saal wegen Schwammbefall abgerissen werden. Er wurde durch den jetzigen Anbau ersetzt.  Seit über 70 Jahren war das Sternhaus für mich immer ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Doch leider ist das Sternhaus seit dem 1.10.2018 geschlossen 

Vom Parkplatz Sternhaus wanderten wir hinunter ins Selketal. Bevor wir Mägdesprung erreichten,  machten wir einen Abstecher zur Ruine Heinrichsburg. Anfang des 13. Jahrhundert ließ ein Heinrich von Gatersleben diese Burg  oberhalb der Selke errichten. Bereits 1344 wurde die Burg, die sich nach 1333 zu einer Raubritterburg entwickelte, zerstört. Die gefangengenommenen Raubritter wurden hingerichtet. Im Harz befanden sich im 12/13. Jahrhundert viele Burgen. So befand sich in 5 km westlicher Richtung von der Heinrichsburg die Erichsburg. Bis zur Stammburg der Anhaltiner, die Burg Anhalt, waren es nur 4 km in östlicher Richtung. Von der Burg Heinrichsburg sind neben dem Burgfried nur noch wenige Mauerreste erhalten geblieben. Da an der doch sehr einsamen Stelle Eisenhut, Türkenbundlilien und Akelei wachsen, wurde das gesamte Burggelände unter Naturschutz gestellt. Auf einen schmalen, zum Glück schattigen Weg, kamen wir in Mägdesprung an. Mägdesprung war jahrhundertelang ein Zentrum der Eisenverarbeitung im Harz. Durch das Vorhandensein von Eisenerz, Holz und der Wasserkraft der Selke  war es er ideelle Hüttenstandort.  Ein Museum, der erneuerte Obelisk und der in Mägdesprung 1862 als  Kunstguss von den Hofkunstmodellbauer J. H. Kureck geschaffen  Besiegter Hirsch sind Zeugen aus  dieser Zeit. Im Selketal kamen wir am Stahlhammer und dem Drahtzug vorbei. Auch diese Gebäude stammen noch aus dem 18. Jahrhundert und waren eng mit dem Hüttenstandort Mägdesprung verbunden. . 
Nach Überquerung der Selke, wanderten  wir im Krebsbachtal hinauf bis zum Krebsbachteich. Hier legten wir eine längere Pause ein. Anschließend ging es im Krebsbachtal auf grob geschotterten Wirtschaftswegen immer bergauf.  Später verließen wir das Krebsbachtal um zu dem  Bärendenkmal zu kommen. Einige Mitwanderer  holten sich hier an der Stempelstelle den wohl verdienten Stempel ab. Das Bärendenkmal erinnert daran, dass dort Ende des 17. Jahrhundert  der letzte Bär in dem Anhaltnischen Forst erlegt wurde. Vom Bärendenkmal ging  es jetzt bergab bis zum Bremer Teich. Seit Jahrzehnten befindet sich dort ein Campingplatz. Auch eine weitere Stempelstelle für die Harzer Wandernadel ist am Bremer Teich eingerichtet. Vom Bremer Teich gelangten wir wieder zurück zum Sternhaus. Auf dem Weg dorthin kamen wir an dem Forsthaus Spiegelhaus und der Haltestelle Sternhaus der Selketalbahn vorbei. Aufgrund der herrschenden sommerlichen Temperaturen  war die ca. 14 km lange Wanderung etwas anstrengend. Mein Dankeschön geht wie so oft  an den Wanderleiter Manfred Böhm. Ich habe meinen Bericht mit Bildern aus meinem Archiv ergänzt.  .
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Romi Romberg aus Berlin | 18.06.2019 | 23:23  
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