Am 17. April 2025 von 14.00 bis zumindest 17.00, gehen es Erna Dirschinger und die Bäldle-Musikanten dem, wie seit Kindertagen bewusst: zu den stillen Tagen zählenden Gründonnerstag entsprechen, ausschließlich mit Volkslieder an!
Von Vielen nachgefragt, lassen Erna Dirschinger und ihre Mannschaft Max Blei, Werner Brigl, Joe Kinzelmann und Toni Scheller keinen Zweifel: sie werden im Hofgut Bäldeschwaige jeer Situation gerecht!
Das sang schon meine Mutter ist das Motto, wenn Volkslieder aus den zurückliegenden drei Jahrhunderten gemeinsam – so vorhanden also bitte die Liederbücher nicht vergessen! – gesungen werden, wie bsw. aus den Jahren 1791 Komm lieber Mai und mache von Wolfgang Amadeus Mozart, 1832 Mariechen saß weinend im Garten von Joseph Christian von Zedlitz, 1854 Gefangen in maurischer Wüste von Auguste Mathieu Panseron, 1894 Tief drin im Böhmerwald Hans Bicherl, Text Andreas Hartauer bis 1934 Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde von Robert Elisabeth Stolz u.V.a.m..
Dazu spielen und musizieren in bewährter Weise die Bäldle-Musikanten.
Erna Dirschinger hat wie immer Wissenswertes darüber zu berichten, und auch das Thema Fastenzeit, Huhn, Hase und Ei wird besprochen werden, so insbesonders die Gründonnerstags- und Karfreitagseier:
Die Natur weiß um Glaubenswahrheiten: bestätigt sie! Und die Menschen?
Gründonnerstags-Eier dokumentieren – über Geschmack lässt sich ja bekanntlich trefflichst streiten – alleine über ihre Haltbarkeit, was ihnen von alters her nachgesagt wird und leider – wie der Herrgott selbst – immer mehr in Vergessenheit gerät.
Früher war von Antlassoa oder auch Antlasspfingsta, letztlich einer mundartlichen Bezeichnung für den Gründonnerstag die Rede und es dreht sich bei diesem – insbesonders im Salzburger Land noch heute gepflegten alten Brauch – um jene Eier, die am Gründonnerstag gelegt werden. Man sagt ihnen ganz besondere Kräfte nach, weihte sie am Ostersonntag in der Kirche und bewahrte sie danach lange auf.
Auf dem Dachboden gelagert oder über das Haus geworfen als Schutz vor Blitzschlag und Feuer, im Stall aufgehängt zum Schutz vor bösen Geistern, im Feld vergraben für eine gute Ernte, bzw. am Wasserlauf vor Überschwemmung. Auch wurden sie als Bauopfer beim Hausbau bereits eingemauert.
Legten Junghenne die wohl von Urias, dem Teufel abgeleiteten Ureckela, also winzig kleinen Rundeier, mussten diese sofort über die Schuler hinweg übers Haus geworfen werden, um Unheil anzuwenden.
So wie der Gründonnerstag nicht von grün, sondern greinen, also dem Wehklagen über die bevorstehenden Leiden Jesu abgeleitet wird, steht Antlass – ehemals antl´a`z für Ablass, Entlassung, Lossprechung, oder Nachlass der Sündenstrafen. Am Antlasspfingsta wurden die öffentlichen, also zu Kirchenstrafen verurteilten Kirchenbüßer nach 40-tägigen Fasten aus der Buße entlassen und wieder in die Kirchengemeinschaft aufgenommen.
Aus dieser Zeit stammt auch der Brauch des Eierzinses: der Jahressteuer, welche die Pächter am Gründonnerstag den Grundherren zu entrichten hatten. Mit dem letzten Ei: dem rot gefärbten Antlass-Ei war die Schuld getilgt.
Später gab man die Eier nicht nur an Adel und Kirche, sondern auch an seine Liebsten ab und das Schuldner-Ei wurde zum Liebes-Ei.
Diese besonderen Eier – speziell das erst gelegte bringen Glück für Hühnerstall und dessen Besitzer – bleiben weiß und werden mit einem D für Donnerstag gekennzeichnet, für Ostern nicht gefärbt. Alle Gründonnerstags-Eier gehörten den Männern, welche auch die Nester ausnehmen mussten und gaben Kraft für deren schwere Arbeit, gelten auch als Schutz vor Prostataleiden. Ihrer bereits im Hühnerbauch wirkenden Segenskraft entsprechend, setze die Bäuerin diese auch am Karsamstag zur Brut an, wenn sie gerade eine brutbereite Henne, eine Glutzhenne also, im Stall hatte.
Das Antlass-Singen ist ein im Salzkammergut beheimateter Passionsbrauch. Dazu trafen sich nach der Gründonnerstagsliturgie zahlreiche Gläubige. Der Vorsänger begann mit dem Nachtwächterruf: meine Herrn und Frauen, lasst’s Euch sagn, da Hammer hat neini gschlagn! Die versammelten Gläubigen setzten mehrstimmig ein Lied darauf an. Bis drei Uhr morgens wiederholte sich das Ritual stündlich. Die Liedertexte schildern das Leiden Jesu in dieser Nacht, von der Gefangennahme am Ölberg bis hin zur Kreuzigung.
Natürlich ist den Hennen dies Alles nicht bekannt und dennoch sorgt die Natur dafür, dass die zur Erlösung der Menschheit führenden Leiden Jesu auf ihre ganz eigene und nachdrückliche Art bewusst werden!
Weiteres Brauchtum zum Gründonnerstag:
• es wird vermehrt Grünes, wie Spinat gegessen und die ersten frischen Kräuter kamen auf den Tisch, wurden
in Kräuterpfannkuchen oder Suppe zubereitet
• an diesem Tag gesäter Kräuter und Pflanzen gelten als besonders widerstandsfähig und von Frösten geschützt, wie an diesem Tag gesetzte oder gesäte Heilkräuter eine besonders starke Wirkung entfalten
• neunerlei Kräutergegessen bewahrt vor Fieber
• Honig, Hirse und Linsen gegessen, lassen das Geld nicht ausgehen
• ein Apfel mit Stiel und Stumpf verzehrt garantiert Gesundheit für das ganze Jahr
• auf Brot backen wurde verzichtet, da sonst der Regen ausbliebe, wie
• keine Wäsche aufgehängt wurde, was zu Todesfällen in der Familie geführt hätte
Mit den Karfreitags-Eiern …
… verbinden sich über die Antlass-Eier von Gründonnerstag hinaus besondere Mythen.
Karfreitag stammt vom althochdeutschen Chara bzw. Kara, was so viel wie Trauer oder Wehklage bedeutet und den Tag bezeichnet, den dem Jesus auf Golgotha gekreuzigt wurde.
Eine Sache macht die Karfreitags-Eier auf alle Fälle außergewöhnlich: sie verderben nicht, selbst wenn sie zu denkbar schlechten Bedingungen – etwa im Handschuhfach des Autos, wo sie gegen Unfälle schützen sollen – gelagert werden.
Öffnet man Karfreitags-Eier aus dem, oder gar den Vorjahren, sind diese in der Regel geruchsneutral, allenfalls eingetrocknet, zum größten Teil sogar noch wie frisch.
Ein sonstiges Ei würde zerplatzen, behandelt man es wie ein Karfreitags-Ei. Was genau diese Eier so besonders macht, ist nicht klar: der Vollmond vor Ostern und besonderen Kräften der Natur können eine Erklärung sein und das Hinspüren der Natur zu den Geheimnissen um Tod und Auferstehung: der Erlösung der Welt ist ein höchst bedenkenswertes Mysterium.
Neben den Antlass-Eiern des Gründonnerstag, deren Heil- und Segenskräfte auch den Karfreitags-Eiern zugeschrieben werden, gilt dies auch für die Eier des Frauendreißiger, also der Zeitspanne von 15. August – Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel: Mariae Himmelfahrt – bis 15. September.
Nicht nur den Leiden von Jesus und seinem Sieg des Lebens über den Tod trägt die Natur also augenscheinlich Rechnung, sondern auch den Schmerzen SEINER und unser Aller himmlischen Mutter!
Ob Papst Franziskus wirklich vom Hl. Geist getragen war, als er die Miterlöserschaft Mariens verneinte und damit dem Zeitgeist der Beliebigkeit erlag, dürfte damit keine Frage sein!
Zur Fastenzeit gehören auch Schmalzgebäck und Starkbier. Beides und noch Vieles mehr von der Bäldleschwaige-Hofküche https://baeldleschwaige.de erwartet am ansprechend neugestalteten Ausschank des Familienunternehmens Sautter die Gäste.
Herrlich gelegen bei Rettingen im Donau-Ried, direkt am Donau-Radwanderweg zwischen Dillingen und Donauwörth, finden sich viele gut gelaunte, musikbegeisterte Sänger und Sängerinnen ein zu stimmungsvollen Nachmittagen mit ganz viel Musik und Gesang.
Während der zurückliegenden Monate konnte Erna Dirschinger zusammen mit ihren musikalischen Freunden verschiedener Besetzungen über außergewöhnliches Engagement bereits die großartige Summe von fast € 100.000 als Flutopfer-Hilfe Ahrtal für die, entgegen den vollmundigen Politversprechen alleine gelassenen Flutopfer einspielen und persönlich direkt an Bürgermeister Helmut Lussi, der Gemeinde Schuld übergeben, um größte Not pragmatisch zu lindern.
Nachdem der Wettergott das Hochwasser vor die Haustüre gebracht hat, stellt dies Akteure wie Zuhörerschaft vor neue solidarische Herausforderungen.
Alle Erlöse werden 1:1 und direkt an Betroffene der Region weitergegeben: ein Grund mehr, Hörgenuss mit einem großzügigen Fastenzeit-Opfer zu verbinden!
Zu diesem von den zahlreichen herausragenden Dirschinger-Gemeinwohl-Engagements,wird es die Region sicher schaffen in Beharrlichkeit dran zu bleiben und bei all den vielen Problemen unserer Zeit und Welt, diese dankenswerte Initiative über die € 100.000 zu hieven und den nächsten Meilenstein anzupeilen!
Erich Neumann, freier investigativer Journalist www.cmp-medien.de
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© Bild: Anton Hermann CC – Erna Dirschinger und die Bäldle Musikanten: Stimmungs-Garanten der Bäldleschewaige-Singnachmittage im bereits 12. Jahr
© Bild: www.kirchenzeitung.at CC – Antlass-Eier: die Gründonnerstags-Eier
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Bürgerreporter:in:Erich Neumann aus Kempten |