Letzte Maiandacht 2025 am 30. Mai, 18.00, in Sehensand

Ida Rau und Erna Dirschinger  | Foto: © Bild: Josef Alt
3Bilder
  • Ida Rau und Erna Dirschinger
  • Foto: © Bild: Josef Alt
  • hochgeladen von Erich Neumann

Der Mai 2025 hätte für Erna Dirschinger und Schwägerin Ida Rau auch 60 Tage oder gar mehr haben können, so gefragt war und ist da Duo und sein Marienlob.

Am 30. Mai, 18.00, nun wird letztmals herzlichst zu Mitsingen und -beten bei Maiandacht mit dem Duo aus Buchdorf und Ebermergen eingeladen: nach St. Stephan in Sehensand vor den Toren von Neuburg an der Donau.

Meerstern ich Dich grüße, ist das Thema, unter dem Erna Dirschinger liebevoll Lieder, Gebete und Texte zusammengestellt hat.
Da knie ich Maria vor Deinem Bild, Lass Deine Hilf erfahren und dergleichen altvertraute Weisen mehr, werden von den beiden Sängerinnen zu hören sein, bekannte Mariengebete, wie besinnliche Gedanken runden den Ausklang von Wonne- und Marienmonat Mai ab.

Sehensand ist ein altes Kirchdorf und gehörte zur Gemeinde Feldkirchen im Regierungsbezirk Oberbayern. Bei der Gebietsreform wurde es am 1. Januar 1978 ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Neuburg an der Donau und ist, zur Gemarkung Feldkirchen gehörden, von der Kernstadt etwa drei Kilometer entfernt.
Die schriftlichen Spuren von Sehensand führen auf das Pappenheimer Urbar zurück. Dort wird das Dorf erstmals 1214 erwähnt. Auf drei Seiten ist der Ort vom Wald umgeben. Dieser Waldgürtel war einst ein herrschaftlicher Forst und ist heute noch Staatswald.
Schon um 1500 zählte Sehensand 14 Anwesen und ist nur langsam angewachsen. Zu dieser Zeit hatte die Gemeinde schon einen eigenen Viehhirten, der die Tiere auf die Weide trieb. Obwohl der Ort nicht groß war, war er eine eigene „Gemein“ und hatte um 1600 als Vertretung zwei Vierer, um 1800 war es sogar der Schultheiß mit zwei weiteren Personen. Als durch das zweite Gemeindeedikt die Gemeinden gebildet wurden, kam Sehensand zu Feldkirchen und blieb dort bis 1978. Eine eigene Schule gab es noch nie in dem Ort, nach 1591 mussten die Schulkinder nach Wagenhofen gehen. Dies entspricht einem Fußweg von rund drei Kilometern und erforderte eine Marschroute von mehr als einer halben Stunde einfach.
Im Jahre 1905 weist die Statistik 21 Anwesen mit 90 Katholiken aus. Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren es wieder nur 19 Anwesen. Ein starkes Ansteigen brachte die Bereitstellung von Bauland für Ein- und Zweifamilienhäuser im Jahre 1950. Zugleich gab es einen Zuzug durch Heimatvertriebene und Flüchtlinge. Bis zum Jahr 1985 ist Sehensand auf 95 Gebäude angewachsen. Der Neuburger Stadtteil hatte zwar seinen dörflichen Charakter behalten, aber dennoch veränderte sich der Ort. Durch die Industrialisierung und die Stadtnähe gab und gibt es nun viele Pendler als Arbeitnehmer.
Eigentlich wollten die Sehensander beim Bau einer neuen Kirche die bisherige abbrechen, aber dies wurde nicht genehmigt, und so steht sie heute noch und ist in das ganze Kirchenbauwerk eingebunden. Das Kirchlein dient nun als Aufbahrungsraum.
Es handelt sich hier, wie des Öfteren in der Gegend, um eine Chorturmkirche, das heißt, im Untergeschoss ist der Altarraum integriert. Dieses Mauerwerk stammt noch aus dem 14. Jahrhundert. Der oktogonartige Turmaufsatz dürfte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gemauert worden sein.
Die Kirche ist allmählich zu klein geworden und so ist sie im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts um 3,50 Meter verlängert worden. Zugleich bekam das Schiff eine neue stuckverzierte Decke.
Den Krieg bekam das Kirchlein im Jahre 1796 zu spüren. Die französischen Soldaten raubten und plünderten während der Koalitionskriege das Gotteshaus völlig aus. Für Neuanschaffungen der sakralen Gegenstände mussten 190 Gulden aufgewendet werden, was für diese Zeit eine enorme Summe bedeutete. 1947 erfolgte eine Innenrenovierung.
Am 13. November 1982 wurde mit einer erneuten Renovierung der Kirche begonnen, die bis zum 12. September 1983 dauerte. Dies waren die Vorarbeiten für den geplanten neuen Kirchenbau.
St. Stephanus ist der Kirchenpatron. Das Gotteshaus hat in seiner Größe nur einen Altar zugelassen. Das Altarbild stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Ölgemälde zeigt den Kirchenpatron St. Stephanus wie er gesteinigt wird, darüber die Heiligste Dreifaltigkeit. Die Emporenbrüstung ziert Christus, umgeben von den zwölf Aposteln.
Für den Ort Sehensand war das Neuburger Benediktinerinnenkloster „Unser Lieben Frau“ seit der Gründung im Jahre 1000 die religiöse Bezugsstätte. Erst im Jahre 1591 wurde eine eigene Pfarrei Sehensand gebildet. Dies war während der Reformationszeit, als Kurfürst Ottheinrich in seinem Herrschaftsgebiet den Untertanen den Protestantismus aufdiktierte. Zu dieser Zeit kam ein Helfer des Pfarrers abwechslungsweise an Sonn- und Feiertagen nach Sehensand und Wagenhofen um die Gottesdienste zu gestalten.
Als Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm wieder zur katholischen Religion zurückkehrte, wurde auch Sehensand 1617 wieder rekatholisiert. Nach dem letzten Krieg wurde Sehensand als Filiale zur Pfarrei Wagenhofen geschlagen. Später kam sie zur Pfarrei St. Peter, Neuburg und gehört heute zur Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Heilig Geist Neuburg.
Sehensand wuchs in den Nachkriegsjahren durch seine Stadtnähe. Das Stephanuskirchlein war infolgedessen viel zu klein. Ein Kirchenneubau wurde angestrebt, doch es war ein langer und steiniger Weg, der von der Planung bis zur Vollendung ganze 15 Jahre beanspruchte. Heute steht der neue Kirchenbau in Verbindung mit dem alten Kirchlein und umgeben von einem schmucken Friedhof.
1970 wurden die ersten Planungen mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie dem Diözesanbauamt erörtert. 1971 wurde der Münchener Architekt Ludwig Spänle beauftragt, einen Plan zu entwerfen. 1973 wurde der Plan beim Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen eingereicht. Doch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege lehnte den Abbruch der Kirche ab.
Diözesanbischof Josef Stimpfle visitierte am 23. September 1979 die Pfarrei Sehensand und machte sich ein Bild zum Kirchenneubau. 1981 legte Architekt Spänle einen neuen Vorentwurf vor. Am 27. Oktober 1982 erteilte die Stadt Neuburg die Baugenehmigung. Am 11. April 1984 wurde der Grundstein gelegt. Am 14. Juli 1985 weihte Bischof Stimpfle die Kirche. Die Baukosten beliefen sich auf 2,5 Millionen DM, davon wurden von der Bischöflichen Finanzkammer knapp 2 Millionen übernommen.
Sakrale Gegenstände gehören zur Innenausstattung einer jeden katholischen Kirche. Am 25. März wurden das Sakramentshaus und am 28. März der Taufstein aufgestellt. Er war ein Werk des Bildhauers Egon Stöckle aus Hohenfurch. In der Wandnische befindet sich eine Seidenbatik mit Taufsymbolen von Irene Schleer aus Neuburg/Donau. Die neue Muttergottesstatue ist ein Werk des Bildhauers Robert Fischer. Daneben sind vier Apostelkerzen.
Die Weihe der Kirche St. Stephanus beinhaltete auch die Altarweihe. Dort wurden die Reliquien des Märtyrers Bartholomäus Chong Mun-ho und des Heiligen Johannes Maria Vianney, also des heiligen „Pfarrer von Ars“ eingesenkt.
Ein Vierteljahrhundert später feierte Sehensand in einem Doppeljubiläum mit dem Schützenverein „Enzian“ bei einem Festgottesdienst das 25-jährige Kirchenjubiläum mit Monsignore Vitus Wengert aus Neuburg.
Der Sehensander Kirchturm beherbergt drei Glocken, die in den Jahren 1663, 1664 und 1695 in Neuburg gegossen wurden. Auch sie erfuhren ihre Leidensgeschichte durch den Krieg. Die Glocke von 1663 landete im Zweiten Weltkrieg auf dem Hamburger Glockenfriedhof und wurde dort demoliert. Lange Zeit mussten sich die Sehensander mit den Glocken aus den Jahren 1664 und 1695 begnügen. 1983 konnte das Geläute wieder auf die Zahl drei ergänzt werden. Die Baufirma Paul Pettmesser stiftete das bronzene Metall, die St. Stephanus, dem dortigen Kirchenpatron, am 27. Februar 1993 von Ortspfarrer Ott geweiht wurde. Die Firma Perner in Passau hatte sie gegossen. Zugleich erfuhren auch der Glockenstuhl sowie das Dach und der Dachstuhl eine Erneuerung.
Dreißig Jahre mussten die Sehensander auf ihre Orgel warten. 2004 ging endlich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Eine Orgel im Wert von 150.000 Euro ist die Errungenschaft, die am 9. Mai durch Stadtpfarrer Vitus Wengert aus Neuburg feierlich geweiht wurde. Die „Königin der Musik“ fertigte Orgelbaumeister Franz Schreier aus Thierhaupten.
Der Spieltisch ist in Ahorn- und Kirschbaumholz ausgeführt, Spiel- und Registertraktur sind rein mechanisch angelegt. Die Orgel zählt 14 Register mit 844 Pfeifen, davon sind 54 aus Holz. Die Subbaspfeife ist mit 2,60 Meter die längste und zugleich die tiefste. Die kleinste Pfeife misst gerade zehn Millimeter.

Erich Neumann, freier investigativer Journalist www.cmp-medien.de
über MVFP Medienverband der freien Presse www.mvfp.de
Medienunternehmer im Justiz- und Gesundheitsbereich
Ambassador world peace day Berlin der Vereinten Nationen www.worldpeace-berlin.com
Postfach 11 11, 67501 Worms
GSM +49 160 962 86 676 | e-Mail e.neumann@cmp-medien.de

© Bild: Josef Alt – Erna Dirschinger und Ida Rau
© Bild: Ludwig Wagner CC – Außenansicht alte und neue Kirche St. Stephanus
© Bild: Ludwig Wagner CC – Außenansicht neue Kirche St. Stephanus
© Bild: Ludwig Wagner CC – Hochaltar mit St. Stephanus, Sehensand

Bistum Augsburg, Erna Dirschinger Buchdorf, Maiandacht, Marienlob, Maria Mutter Gottes, Ida Rau Ebermergen, Sehensand, St. Stephanus, Erzbischof Dr. Josef Stimpfle

Der Mai 2025 hätte für Erna Dirschinger und Schwägerin Ida Rau auch 60 Tage oder gar mehr haben können, so gefragt war und ist da Duo und sein Marienlob.

Am 30. Mai, 18.00, nun wird letztmals herzlichst zu Mitsingen und -beten bei Maiandacht mit dem Duo aus Buchdorf und Ebermergen eingeladen: nach St. Stephan in Sehensand vor den Toren von Neuburg an der Donau.

Meerstern ich Dich grüße, ist das Thema, unter dem Erna Dirschinger liebevoll Lieder, Gebete und Texte zusammengestellt hat.
Da knie ich Maria vor Deinem Bild, Lass Deine Hilf erfahren und dergleichen altvertraute Weisen mehr, werden von den beiden Sängerinnen zu hören sein, bekannte Mariengebete, wie
Besinnliche Gedanken runden den Ausklang von Wonne- und Marienmonat Mai ab.

Sehensand ist ein altes Kirchdorf und gehörte zur Gemeinde Feldkirchen im Regierungsbezirk Oberbayern. Bei der Gebietsreform wurde es am 1. Januar 1978 ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Neuburg an der Donau und ist, zur Gemarkung Feldkirchen gehörden, von der Kernstadt etwa drei Kilometer entfernt.
Die schriftlichen Spuren von Sehensand führen auf das Pappenheimer Urbar zurück. Dort wird das Dorf erstmals 1214 erwähnt. Auf drei Seiten ist der Ort vom Wald umgeben. Dieser Waldgürtel war einst ein herrschaftlicher Forst und ist heute noch Staatswald.
Schon um 1500 zählte Sehensand 14 Anwesen und ist nur langsam angewachsen. Zu dieser Zeit hatte die Gemeinde schon einen eigenen Viehhirten, der die Tiere auf die Weide trieb. Obwohl der Ort nicht groß war, war er eine eigene „Gemein“ und hatte um 1600 als Vertretung zwei Vierer, um 1800 war es sogar der Schultheiß mit zwei weiteren Personen. Als durch das zweite Gemeindeedikt die Gemeinden gebildet wurden, kam Sehensand zu Feldkirchen und blieb dort bis 1978. Eine eigene Schule gab es noch nie in dem Ort, nach 1591 mussten die Schulkinder nach Wagenhofen gehen. Dies entspricht einem Fußweg von rund drei Kilometern und erforderte eine Marschroute von mehr als einer halben Stunde einfach.
Im Jahre 1905 weist die Statistik 21 Anwesen mit 90 Katholiken aus. Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren es wieder nur 19 Anwesen. Ein starkes Ansteigen brachte die Bereitstellung von Bauland für Ein- und Zweifamilienhäuser im Jahre 1950. Zugleich gab es einen Zuzug durch Heimatvertriebene und Flüchtlinge. Bis zum Jahr 1985 ist Sehensand auf 95 Gebäude angewachsen. Der Neuburger Stadtteil hatte zwar seinen dörflichen Charakter behalten, aber dennoch veränderte sich der Ort. Durch die Industrialisierung und die Stadtnähe gab und gibt es nun viele Pendler als Arbeitnehmer.
Eigentlich wollten die Sehensander beim Bau einer neuen Kirche die bisherige abbrechen, aber dies wurde nicht genehmigt, und so steht sie heute noch und ist in das ganze Kirchenbauwerk eingebunden. Das Kirchlein dient nun als Aufbahrungsraum.
Es handelt sich hier, wie des Öfteren in der Gegend, um eine Chorturmkirche, das heißt, im Untergeschoss ist der Altarraum integriert. Dieses Mauerwerk stammt noch aus dem 14. Jahrhundert. Der oktogonartige Turmaufsatz dürfte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gemauert worden sein.
Die Kirche ist allmählich zu klein geworden und so ist sie im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts um 3,50 Meter verlängert worden. Zugleich bekam das Schiff eine neue stuckverzierte Decke.
Den Krieg bekam das Kirchlein im Jahre 1796 zu spüren. Die französischen Soldaten raubten und plünderten während der Koalitionskriege das Gotteshaus völlig aus. Für Neuanschaffungen der sakralen Gegenstände mussten 190 Gulden aufgewendet werden, was für diese Zeit eine enorme Summe bedeutete. 1947 erfolgte eine Innenrenovierung.
Am 13. November 1982 wurde mit einer erneuten Renovierung der Kirche begonnen, die bis zum 12. September 1983 dauerte. Dies waren die Vorarbeiten für den geplanten neuen Kirchenbau.
St. Stephanus ist der Kirchenpatron. Das Gotteshaus hat in seiner Größe nur einen Altar zugelassen. Das Altarbild stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Ölgemälde zeigt den Kirchenpatron St. Stephanus wie er gesteinigt wird, darüber die Heiligste Dreifaltigkeit. Die Emporenbrüstung ziert Christus, umgeben von den zwölf Aposteln.
Für den Ort Sehensand war das Neuburger Benediktinerinnenkloster „Unser Lieben Frau“ seit der Gründung im Jahre 1000 die religiöse Bezugsstätte. Erst im Jahre 1591 wurde eine eigene Pfarrei Sehensand gebildet. Dies war während der Reformationszeit, als Kurfürst Ottheinrich in seinem Herrschaftsgebiet den Untertanen den Protestantismus aufdiktierte. Zu dieser Zeit kam ein Helfer des Pfarrers abwechslungsweise an Sonn- und Feiertagen nach Sehensand und Wagenhofen um die Gottesdienste zu gestalten.
Als Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm wieder zur katholischen Religion zurückkehrte, wurde auch Sehensand 1617 wieder rekatholisiert. Nach dem letzten Krieg wurde Sehensand als Filiale zur Pfarrei Wagenhofen geschlagen. Später kam sie zur Pfarrei St. Peter, Neuburg und gehört heute zur Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Heilig Geist Neuburg.
Sehensand wuchs in den Nachkriegsjahren durch seine Stadtnähe. Das Stephanuskirchlein war infolgedessen viel zu klein. Ein Kirchenneubau wurde angestrebt, doch es war ein langer und steiniger Weg, der von der Planung bis zur Vollendung ganze 15 Jahre beanspruchte. Heute steht der neue Kirchenbau in Verbindung mit dem alten Kirchlein und umgeben von einem schmucken Friedhof.
1970 wurden die ersten Planungen mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie dem Diözesanbauamt erörtert. 1971 wurde der Münchener Architekt Ludwig Spänle beauftragt, einen Plan zu entwerfen. 1973 wurde der Plan beim Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen eingereicht. Doch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege lehnte den Abbruch der Kirche ab.
Diözesanbischof Josef Stimpfle visitierte am 23. September 1979 die Pfarrei Sehensand und machte sich ein Bild zum Kirchenneubau. 1981 legte Architekt Spänle einen neuen Vorentwurf vor. Am 27. Oktober 1982 erteilte die Stadt Neuburg die Baugenehmigung. Am 11. April 1984 wurde der Grundstein gelegt. Am 14. Juli 1985 weihte Bischof Stimpfle die Kirche.[3] Die Baukosten beliefen sich auf 2,5 Millionen DM, davon wurden von der Bischöflichen Finanzkammer knapp 2 Millionen übernommen.
Sakrale Gegenstände gehören zur Innenausstattung einer jeden katholischen Kirche. Am 25. März wurden das Sakramentshaus und am 28. März der Taufstein aufgestellt. Er war ein Werk des Bildhauers Egon Stöckle aus Hohenfurch. In der Wandnische befindet sich eine Seidenbatik mit Taufsymbolen von Irene Schleer aus Neuburg/Donau. Die neue Muttergottesstatue ist ein Werk des Bildhauers Robert Fischer. Daneben sind vier Apostelkerzen.
Die Weihe der Kirche St. Stephanus beinhaltete auch die Altarweihe. Dort wurden die Reliquien des Märtyrers Bartholomäus Chong Mun-ho und des Heiligen Johannes Maria Vianney, also des heiligen „Pfarrer von Ars“ eingesenkt.
Ein Vierteljahrhundert später feierte Sehensand in einem Doppeljubiläum mit dem Schützenverein „Enzian“ bei einem Festgottesdienst das 25-jährige Kirchenjubiläum mit Monsignore Vitus Wengert aus Neuburg.
Der Sehensander Kirchturm beherbergt drei Glocken, die in den Jahren 1663, 1664 und 1695 in Neuburg gegossen wurden. Auch sie erfuhren ihre Leidensgeschichte durch den Krieg. Die Glocke von 1663 landete im Zweiten Weltkrieg auf dem Hamburger Glockenfriedhof und wurde dort demoliert. Lange Zeit mussten sich die Sehensander mit den Glocken aus den Jahren 1664 und 1695 begnügen. 1983 konnte das Geläute wieder auf die Zahl drei ergänzt werden. Die Baufirma Paul Pettmesser stiftete das bronzene Metall, die St. Stephanus, dem dortigen Kirchenpatron, am 27. Februar 1993 von Ortspfarrer Ott geweiht wurde. Die Firma Perner in Passau hatte sie gegossen. Zugleich erfuhren auch der Glockenstuhl sowie das Dach und der Dachstuhl eine Erneuerung.
Dreißig Jahre mussten die Sehensander auf ihre Orgel warten. 2004 ging endlich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Eine Orgel im Wert von 150.000 Euro ist die Errungenschaft, die am 9. Mai durch Stadtpfarrer Vitus Wengert aus Neuburg feierlich geweiht wurde. Die „Königin der Musik“ fertigte Orgelbaumeister Franz Schreier aus Thierhaupten.
Der Spieltisch ist in Ahorn- und Kirschbaumholz ausgeführt, Spiel- und Registertraktur sind rein mechanisch angelegt. Die Orgel zählt 14 Register mit 844 Pfeifen, davon sind 54 aus Holz. Die Subbaspfeife ist mit 2,60 Meter die längste und zugleich die tiefste. Die kleinste Pfeife misst gerade zehn Millimeter.

Erich Neumann, freier investigativer Journalist www.cmp-medien.de
über MVFP Medienverband der freien Presse www.mvfp.de
Medienunternehmer im Justiz- und Gesundheitsbereich
Ambassador world peace day Berlin der Vereinten Nationen www.worldpeace-berlin.com
Postfach 11 11, 67501 Worms
GSM +49 160 962 86 676 | e-Mail e.neumann@cmp-medien.de

© Bild: Josef Alt – Erna Dirschinger und Ida Rau
© Bild: Ludwig Wagner CC – Außenansicht alte und neue Kirche St. Stephanus
© Bild: Ludwig Wagner CC – Hochaltar mit St. Stephanus, Sehensand

Ida Rau und Erna Dirschinger  | Foto: © Bild: Josef Alt
Außenansicht alte und neue Kirche St. Stephanus | Foto: © Bild: Ludwig Wagner CC
Hochaltar mit St. Stephanus, Sehensand  | Foto: © Bild: Ludwig Wagner CC
Bürgerreporter:in:

Erich Neumann aus Kempten

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

9 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.