Grande Finale auf dem Römerberg!

Veranstaltungs-Poster | Foto: © Bild: www.archetrans.de CC
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Seit 11. Juni läuft im Frankfurter Welcome & Informations Center, Mainzer Landstraße 293 eine Ausstellung Mut zur Hoffnung – Kinder zeichnen Gotteshäuser, die im Kontext zu den Anne Frank Tagen seid mutig! An diesem Tag, 18.00, mit einer Vernissage in Raum 5001 eröffnet wurde.

Am 21. September, 17.00 bis 19.00, findet die von archEtrans e.V. realisierte Initiative von Courage – Kinder sehen die Welt – Children see the World Kinder der Welt zeichnen für Toleranz und Frieden inmitten kriegerischer Zeiten ihren Abschluss mit einem Festakt inkl. Preisverleihungen in den Römerberghallen auf dem Römerberg 23.

Die Vernissage starte mit der Begrüßung durch Frau Eben: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, im Namen des AmkA Amts für multikulturelle Angelegenheiten und des Arbeitsbereichs Diversität und Kulturelle Bildung heiße ich Sie herzlich willkommen zu dieser besonderen Ausstellung Mut zur Hoffnung – Kinder zeichnen Gotteshäuser“.
Die Anne Frank Tage 2025 stehen in diesem Jahr unter dem eindrucksvollen Motto, das an ein Zitat aus Anne Franks Tagebuch angelehnt ist: “Seid mutig! Wir wollen uns unserer Aufgabe bewusst bleiben und nicht murren, es wird einen Ausweg geben.“ Diese Worte erinnern uns an die Kraft der Hoffnung, des Mutes und des Zusammenhalts – Werte, die gerade in unserer vielfältigen Gesellschaft von großer Bedeutung sind.
Unsere Ausstellung zeigt die künstlerischen Arbeiten von Kindern, die Gotteshäuser aus ihrer eigenen Perspektive zeichnen. Diese Bilder sind mehr als nur Darstellungen von Gebäuden – sie sind Ausdruck von Glauben, Vertrauen und dem Wunsch nach Frieden und Gemeinschaft. In einer Zeit, in der Vielfalt und interkultureller Dialog entscheidend sind, laden uns die Kinder ein, genau hinzuschauen und uns von ihrer Zuversicht inspirieren zu lassen.
Ich danke dem Verein archEtrans e.V., Herrn Hans Robert Hiegel, für die gelungene Kooperation sowie Susanna Faust-Kallenberg von der Evangelischen Kirche Frankfurt und Offenbach für ihre Unterstützung und ihre Anwesenheit heute.
Ich wünsche uns Allen eine bereichernde und hoffnungsvolle Zeit bei dieser Ausstellung und hoffe, dass sie uns allen Mut macht, den Weg zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft gemeinsam weiterzugehen. Herzlichen Dank!

Dem schloss sich Susanna Faust Kallenberg direkt an: Liebe Gäste, sehr geehrte Damen und Herren, im Namen aller Kooperationspartner möchte ich Sie ganz herzlich zu dieser Ausstellung willkommen heißen. Mein Name ist Susanna Faust Kallenberg, ich bin Pfarrerin für Interreligiösen Dialog der Evangelischen Kirche hier in Frankfurt und Offenbach, Koordinatorin vor Ort für das Projekt Kinder gestalten die Welt und vertrete heute hier alle Frankfurter Kooperationspartner, als da wären die Evangelische Kirche, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Frankfurt, der Verein unter einem Zelt, die Initiative 09. November 1938 und das Zentrum Ökumene.
Als Hans Robert Hiegel an uns mit der Frage herantrat, ob wir mit ihm zusammen eine Ausstellung organisieren wollen, da haben wir sofort ja gesagt, ohne zu wissen, was dabei auf uns zukommt. Denn schon bald hat sich aus der Ausstellung, die Sie nun hier sehen, ein ganzes, sich über mehrere Monate hinziehendes Projekt entwickelt. Die Bilder, die im Flur hängen, sind nur ein Appetit-Happen: in den nächsten Monaten wird ein aufwendiges Schulprojekt folgen, bei dem Frankfurter Schülerinnen und Schüler der 9. Klassenstufe Häuser der Religionen für Frankfurt entwerfen. In einem Wettbewerb werden wir dann den ersten Preis heraussuchen, den die GCJZ Frankfurt am 21. September bei der großen Schlussausstellung in den Römerhallen mit dem Abrahams-Pokal und einem Preis in Höhe von € 500 belohnen wird. Die Modelle aber werden in Form von Fotos in eine Publikation von Hans Robert Hiegel einfließen, welche die Bilder dokumentiert.
Sie sehen also: Die Welt kam nach Frankfurt und wir werden sie nicht ziehen lassen, ohne ihr Etwas von Frankfurt mit auf den Weg zu geben.
Doch nun zu der Frage: Was hat ein Projekt, wie dieses bei den Anne-Frank-Tagen zu suchen?
Die Antwort ist eigentlich einfach. Die Bilder sind Bilder von Kindern. Kinder, die aus unterschiedlichen Ländern und Städten kommen, unterschiedlichen Altersgruppen, Religionsgemeinschaften und Kulturen entstammen. Was jedoch alle Kinder eint, ist das, was das diesjährige Motto einfordert: Seid mutig! Jedes einzelne, dieser Kinder benötigt Mut, um den Alltag zu bewältigen. Je nach Ort und Altersgruppe kann das im konkreten Fall unterschiedlich aussehen. Kinder in Rumänien werden mit anderen Herausforderungen konfrontiert, als Kinder in Russland oder der Ukraine, arabische Kinder in Palästina mit anderen, als jüdische oder muslimische Kinder in Deutschland oder Frankreich. Und aus all diesen Ländern kommen die Kinder, die diese Bilder gemalt haben.
Ihre Bilder drücken ihren Blick auf die ihre Welt aus, bzw. auf die religiösen Häuser der Anderen – und das tun sie in bunt und schwarz-weiß, längs und quer, mal mit und mal ohne Menschen und vor Allem unzensiert.
Ähnlich, wie bei der modernen Kunst, wird der Betrachtende dazu aufgefordert, sich seinen Teil dazu zu denken, wenn Kinder ihre eigenen Wirklichkeit gestalten und dabei die Mauern an Vorurteilen ignorieren, die viele Erwachsene nicht aus ihren Köpfen bekommen können.
Ein ukrainisches konnte sich an der Schönheit der Zwiebeltürme russischer Kirchen erfreuen, ein muslimisches malte eine wunderschöne Kirche, ein christliches mit viel Liebe zum Detail die Gebetstafeln in einer Moschee und ein jüdisches Kind den Goldenen Felsendom auf dem Hl. Berg in Jerusalem.
Wer hätte das für möglich gehalten? Die Kinder, die Hans Robert Hiegel um Bilder gebeten hat, kämpften anders, als die Erwachsenen um sie herum nicht um Narrative, sondern darum, wer das schönste Bild malt.
Dabei sind viele spannende Bilder entstanden, die wir Ihnen gerne zeigen möchten. Heute nur ein Vorgeschmack, am 21. September das ganze Portfolio. Sie sind heute genauso, wie am 21. September unter der Schirmherrschaft unseres Oberbürgermeisters Mike Josef herzlich willkommen!
Am Ende möchte ich gerne noch der Bethe-Stiftung danken, die dieses Projekt finanziell unterstützt, ebenso wie dem Amt für Multikulturelle Angelegenheiten und dem Städtischen Schulamt, ohne die wir dieses Projekt nicht umsetzen könnten. Vielen Dank Ihnen Allen!

Ehe es gestärkt von einem kalten Buffet zur Bilderbesichtigung ging, berichtete ohne Manuskript, aber spürbar übervollem Herzen Hans Robert Hiegel amüsant und reich mit Pointen gespickt von der Gestehung des Projektes, ging demonstrativ sogar in die Knie, um die Perspektiven der Kinder im Vergleich zu den Erwachsenen zu demonstrieren.
Wenn Ihr nicht werdet, wie die Kinder, ist eines der ganz großen Jesu-Worte und 1986 forderte Herbert Grönemeyer gebt den Kindern das Kommando in seinem legendären Song Kinder an die Macht. Zweifelsohne ebenso mehr, als nur ein Ansatz gegen die Wirrnisse unsere Tage, zu denen kein Kind in der Lage ist.
Und wie Hans Robert Hiegel in die Knie ging, ist es angesichts des Tagesgeschehens an der allerhöchsten Zeit, vor ihm in die Knie zu gehen.
Wir machen es uns viel zu leicht, mit dem Totschlagargument Antisemitismus den tatsächlichen Geschehnissen aus dem Weg zu gehen, befeuern diesen im Gegenteil vielmehr dadurch.
So wie der Gaza-Genozid als solcher benannt werden können muss, ist es auch bzgl. der Historie von Hans Robert Hiegel, des unermüdlichen Kämpfers für deutsch-jüdische Verständigung. Obwohl durch einen jüdischen Bau-Mogul in Frankfurt seine Existenz vernichtet wurde und die Stadt selbst bis heute ihrer Verantwortung der Wiedergutmachung nicht gerecht wird, führt er sein Engagement unbeirrt fort.
Der 21. September bietet sich geradezu an, zum Wendepunkt zu werden!

Dessen gegenwärtiger Programmstand: Präsentation von Kinderzeichnungen und Ausstellung von Schülerinnen und Schülern gebauten Architekturmodellen zu einem House of One.
• Begrüßung seitens der Stadt Frankfurt durch Kämmerer Dr. Bastian Bergerhoff
• Kurzes Dankeschön archEtrans e.V. durch Architekt Hans Robert Hiegel
• Redebeitrag Heike Hofmann, Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales
• Redebeitrag Andrea Menges-Fleig, Fachärztin für Psychotherapie und psychosomatische Medizin
• Redebeitrag Susanna Faust-Kallenberg, Pfarrerin mit anschließender Preisverleihung “House of One“ zusammen mit         
        Abraham Dzialowski, Initiative 09. November 1938
• Redebeitrag Harald Seubert, Präsident Martin-Heidegger-Gesellschaft
• Dankesschluss archEtrans e.V. durch Initiator durch Architekt Hans Robert Hiegel
• gemeinsamer Austausch
Aus Anlass der Ausstellung ist eine Buchdokumentation Kinder der Welt zeichnen für Frieden und Toleranz inmitten kriegerischer Zeiten – Station Frankfurt 2025, ISBN 978-3- 923222-19-3
beim mens architecturae Verlag und bei den Autoren um Preis von € 14,00 erhältlich, mit
Beiträgen aller vorgenannten Personen und weitere, u. A. vom Deutschen Botschafter in Moskau. ©2025

Erich Neumann, freier investigativer Journalist www.cmp-medien.de
über MVFP Medienverband der freien Presse www.mvfp.de
Medienunternehmer im Justiz- und Gesundheitsbereich
Ambassador world peace day Berlin der Vereinten Nationen www.worldpeace-berlin.com
Postfach 11 11, 67501 Worms
GSM +49 160 962 86 676 | e-Mail e.neumann@cmp-medien.de

© Bild: www.archetrans.de CC – Veranstaltungs-Poster
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Begrüßung durch Frau Eben vom AmkA
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Redebeitrag Pfarrerin …
© Bild: www.cmp-medien.de CC – … Susanna Faust Kallenberg
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Redebeitrag Initiator…
© Bild: www.cmp-medien.de CC – … Hans Robert Hiegel …
© Bild: www.cmp-medien.de CC – … archEtrans e.V.
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Vernissage Besucher
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Bilderbetrachtung Pfarrerin Susanna Faust Kallenberg …
© Bild: www.cmp-medien.de CC – … und Initiator Hans Robert Hiegel archEtrans e.V.

Bürgerreporter:in:

Erich Neumann aus Kempten

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