Emmericher Pegel tendiert gegen Null Zentimeter
- Pegel Emmerich, Archiv-Bild
- Foto: GvMeegen
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Bereits einmal lag der Emmericher Pegel unter der Null-Zentimeter-Marke: Am 18. August 2022 wurde mit minus 1 Zentimeter der bisherige Tiefststand gemessen. Aktuell beträgt der Pegel 40 Zentimeter. Die wahrscheinlichkeitsbasierte Vorhersage geht davon aus, dass die Null-Zentimeter-Marke am 19. Juli erreicht werden könnte. Sollte bis dahin weder durch Niederschläge noch aus dem Oberrhein oder den Nebenflüssen nennenswerter Wasserzufluss erfolgen, könnte der bisherige Negativrekord durchaus unterschritten werden.
Auch vom Bodensee ist kein Nachschub zu erwarten
Auch am Bodensee macht sich die Trockenheit bemerkbar. Der Wasserstand ist so niedrig wie noch nie im Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1850. Die Schwäbische Zeitung berichtet heute: „Vor der Insel Reichenau ist der Seegrund schon zu sehen.“ Aus dem Bodensee wird damit stellenweise bereits ein „Boden-seh“.
Ein Pegelstand von null Zentimetern bedeutet allerdings keineswegs, dass kein Wasser mehr im Rhein vorhanden ist. Der Pegelwert bezieht sich auf den sogenannten Pegelnullpunkt, einen festgelegten Höhenbezug. Dieser liegt in Emmerich bei 8,00 Metern über Normalhöhennull (NHN). Das Normalhöhennull ist Bezugssystem für Höhenangaben und orientiert sich am mittleren Meeresspiegel.
Selbst bei einem Pegelstand von 0 Zentimetern beträgt die Wassertiefe in der Fahrrinne des Rheins bei Emmerich noch etwa 2,0 bis 2,2 Meter. Beim heutigen Pegelstand von 40 Zentimetern liegt die Wassertiefe entsprechend bei rund 2,4 bis 2,6 Metern. Die tatsächliche Tiefe kann nach Beschaffenheit/Veränderung der Flusssohle geringfügig abweichen.
Bürgerreporter:in:Günter van Meegen aus Bedburg-Hau |
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