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Über den Hospizdienst gehört

Die Referentin Mandy Regis-Lebender freute sich über die Spende der Mittelschule Meitingen für die Hospizgruppe, den Blumengruß und das Glas Honig aus dem Schulgarten, die ihr durch Schüler überreicht wurden. (Foto: Andreas Tepper)
 
Die Referentin während ihrer Ausführungen. (Foto: Andreas Tepper)
Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Meitingen informieren sich
Von Rosmarie Gumpp
Meitingen: Die Religionslehrerinnen beider Konfessionen organisierten für ihre 9. Klassen einen Vortrag zum Thema Hospizbegleitung und Palliativangebote. Im Lehrplan der 9. Jahrgangsstufe sehen sie die Informationen als Alternative und Ergänzung zur Thematik Sterbehilfe. Als Referentin kam Mandy Regis-Lebender, die Leiterin der Hospizgruppe in Meitingen. Corona-gemäß fand die Veranstaltung unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen im Bürgersaal der Marktgemeinde statt. Mandy Regis-Lebender ist mit Leib und Seele in der Hospizarbeit tätig. Sie und ihr Team beraten Betroffene und Angehörige zur Palliativ- und Hospizversorgung, tragen den Hospizgedanken in die Öffentlichkeit, sind für die Belange der Hospizbegleiter da, organisieren Aus- und Fortbildungen und ermöglichen Supervision. Die Referentin erzählt leidenschaftlich aus ihrer langjährigen Tätigkeit. Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht der schwerstkranke und sterbende Mensch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen sowie seine Angehörigen. Sie erzählt, dass zu den häufig geäußerten Wünschen gehört bis zum Lebensende im vertrauten Umfeld bleiben zu können. Die Erfahrung des Alleinseins macht vielen Menschen während der Pandemiezeit zu schaffen. Oft wird vergessen, dass es Menschen gibt, die sich allein gelassen und einsam fühlen, weil sie schwer krank sind und im Sterben liegen. Auch die Angehörigen sind häufig überfordert und fühlen sich ebenfalls alleine. Über dieses wichtige Thema, den Begriff „Palliative Care“ und den Hospizdienst Meitingen informierte Mandy Regis-Lebender die Religionsgruppen der 9. Klassen. Anschaulich und schülergerecht führte die engagierte Referentin zunächst in die Geschichte der Hospizbewegung ein und stellte dann klar, dass die Lebensqualität eines Menschen mit einem Tisch vergleichbar wäre. Ein Tisch steht nur gut und sicher, wenn seine vier Beine gleich lang sind. Für die Lebensqualität des Menschen ist es wichtig, dass auch dieser auf vier Beinen stehen kann. Diese „Beine“ sind die Familie, die Freunde, das Berufsleben und die persönliche Glaubenswelt. „Gute Hospizbetreuung besteht darin, immer wieder zu versuchen, diese vier Tischbeine in einen Ausgleich zu bringen“. Mandy Regis-Lebender erläuterte auch die Bedeutung von „Palliative Care“ und stellte klar, dass Hospizarbeit auch einfach nur heißen kann still am Bett des Sterbenden zu sitzen und dessen Hand zu halten. Begriffe wie Palliativmedizin, Palliativpflege oder Hospizbegleitung sind Teil der „Palliative Care“. Dazu gehören alle Maßnahmen, die das Leben eines unheilbar kranken Menschen lindern und ihm so eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Tode gewährleisten und die Bezugspersonen mit unterstützen. Konrektor Andreas Tepper bedankte sich bei der Referentin für ihren engagierten Vortrag und bei den Religionslehrerinnen für die Organisation. Die Mittelschule Meitingen überraschte Mandy Regis-Lebender mit einer Spende für den Hospizdienst, mit einem Blumengruß und einem Gläschen Honig aus dem eigenen Schulgarten.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.AMH05 myheimat meitinger | Erschienen am 03.04.2021
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Eugen Hermes aus Bochum | 07.04.2021 | 15:12  
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