Mordserie in Eichenau - glücklicherweise nur im Krimi des Eichenauer Autors
Den „Gartenweg 17“, so der Titel des Erstlingswerkes von Liedtke, sucht man in Eichenau vergebens. Dass Liedtke seinen Wohnort zum Ort des Verbrechens machte, nahm ihm niemand übel. „Der Ort ist ja auswechselbar. Aber man kann gut folgen und sich alles besser vorstellen, wenn man die Gegend kennt“, meinte Edeltraud Busley-Illinger.
Die Kriminalerzählung hat 137 Seiten. Man kann sie an einem Abend gut durchlesen. Gottlob, denn nach der Lesung war die erste Frage: Und wie geht’s aus? Die Geschichte liest sich gut. Keine komplizierten Satzgefüge, eine Handlung ohne Schnörksel, keine psychologischen Analysen. Mit unbarmherziger Nüchternheit baut Liedtke eine beklemmende, kaum erträgliche Spannung auf. Nur, um sie dann jäh wieder zu unterbrechen, um die Idylle des kleine Ortes erneut heraufzubeschwören. Das Präsens zieht den Leser ins Geschehen, lässt ihn nicht mehr los.
Die Geschichte erinnert an den Fall Natascha Kampusch, basiert aber auf einem Vorfall in Berlin. Ein Mann kam ins Krankenhaus. Dessen Gefangene fand man nur, weil die Schwester zum Blumengießen in sein Haus fuhr. „Über zehn Jahre beschäftigte mich das und in den vergangenen zwei bis drei Jahren ist das Buch, das ursprünglich als Drehbuch konzipiert war, entstanden“, erklärte Liedtke.
Am zweiten Krimi arbeitet Liedtke schon. (rgh). Das Buch findet sich immer wieder im öffentlichen Bücherschrank AM RATHAUS
Bürgerreporter:in:Michael Gumtau aus Eichenau |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.