Das gefällt dem IW nicht
Trend zum vorzeitigen Renteneintritt
Immer mehr Babyboomer beziehen ihre Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze. Das Institut der deutschen Wirtschaft will dem entgegenwirken.
O.K. liebe Wirtschaftsweisen, wenn Ihr doch so weise seid, dann wißt Ihr sicherlich auch, dass man zunächst Ursachenforschung betrieben muss und dann darauf basierend Gegenmaßnahmen ergreifen.
Also, warum gehen Menschen vor den regulären Renteneintrittsalter in den Ruhestand?
Ein wahrscheinlicher Grund: Sie fühlen sich nach langer Berufstätigkeit ausgebrannt, und zwar noch nicht richtig krank, aber auch nicht mehr ganz gesund und möchten die Zeit, die ihnen noch verbleibt bis sie wirklich krank sind und es nicht mehr können, genießen.
Ein zweiter wahrscheinlicher Grund: Sie werden wenige Jahre vor Erreichen des regulären Renteneintrittsalters arbeitslos. Wie allgemein bekannt, wird es mit zunehmendem Alter immer schwieriger, eine neue Stelle zu finden. Zwar gibt es immer noch offene Stellen, aber weder in dem Bereich noch in der Gegend, in der man sucht. Dass das Arbeitsamt jemand, der nur noch wenige Jahre zur Rente hat, eine Umschulung finanziert, ist sehr unwahrscheinlich, und des Jobs wegen umziehen wird in dem Alter auch keiner mehr.
Das Arbeitslosengeld 1 gibt es maximal 2 Jahre lang, und Sozialhilfe gibt es erst, wenn das Vermögen bis auf einen kleinen Rest aufgebraucht ist. Logisch, dass es dann für die meisten besser ist, die Zeit der Überbrückung bis zur Rente möglichst gering zu halten und lieber Abzüge in Kauf zu nehmen.
Was wäre nun die Schlußfolgerung, wie man die Menschen möglichst lange in Arbeit halten kann?
Zum einen wären Maßnahmen nötig, die Arbeitgeber belohnen, die ältere Mitarbeiter einstellen - und wenn es nur für eine Elternzeit- oder Krankheitsvertretung ist, wenn sie dafür zurückschrecken, jemand einzustellen und einzuarbeiten, der vielleicht nur noch 5 Jahre im Unternehmen ist. Zum anderen müsste man aber auch den Bedürfnissen der älteren Arbeitnehmer entgegenkommen, damit diese noch Lust auf Arbeit haben. D.h. auch jemand, der schon etwas älter und gesundheitlich leicht angeschlagen ist, darf sich durch die Arbeit nicht so ausgelaugt fühlen, dass er seine Freizeit nicht mehr genießen kann. Damit wirkt man dem Impuls entgegen, so schnell wie möglich in den Ruhestand zu wollen. D.h. sie müssen einfachere, weniger stressige Bedingugen vorfinden als Jüngere:
- Zumutbarkeit der Pendelzeiten herabsetzen
- Recht auf Teilzeit
- keine allzu stressigen Tätigkeiten mehr, es sei denn, derjenige will noch Verantwortung übernehmen
Bürgerreporter:in:Astrid Günther aus Duisburg |
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