Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik
- hochgeladen von Andreas Rüdig
Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik ist ein staatlich anerkannter Beruf, er auf die Bedürfnisse der öffentlichen Straßen- und Verkehrsverwaltung in Deutschland zugeschnitten ist. Den Beruf gibt es seit dem Jahre 2000.
Ausbildungsplätze für den Beruf werden in der öffentlichen Verwaltung, in Ingenieurbüros und Straßenbaufirmen angeboten. Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt. Es bestehen keine Spezialisierungen in Fachrichtungen oder Schwerpunkte.
Das Berufsbild umfasst die Tätigkeiten der Straßenplanung, Bauvorbereitung, Bauüberwachung, Straßenunterhaltung und Straßenbetrieb. Hierfür sind bautechnischen Berechnungen, Konstruktionen, Vermessung, Baurechtschaffung und die Berücksichtigung des Naturschutzes im Straßenbau nötig.
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1. Wie viele Menschen arbeiten in diesem Beruf?
Die Bunddesanstalt für Arbeit veröffentlicht für diesen N>eruf nicht ohne Weiteres eine aktuelle Zahl der Erwerbstätigen bzw. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im frei zugänglichen BERUFENET.
Das liegt auch daran, dass die Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik ein sehr kleiner Beruf ist. Die BA ordnet ihn innerhalb der Gruppe „Berufe in der Bauplanung von Verkehrswegen und -anlagen“ ein. Zur selben Gruppe gehören beispielsweise Straßenbautechniker und Verkehrsbauingenieure – diese dürfen bei einer Beschäftigtenzahl nicht einfach mitgezählt werden.
Ein guter Hinweis auf die Größenordnung ist die Ausbildung: Bereits 2010 gab es bundesweit nur 141 Auszubildende in diesem Beruf.
Auch die amtliche Schulstatistik zeigte beispielsweise 2018/19 lediglich 61 Schülerinnen und Schüler in diesem Ausbildungsberuf.
Es handelt sich bundesweit wahrscheinlich nur um einige hundert bis wenige tausend ausgebildete bzw. im Beruf eingesetzte Personen, nicht um einen Beruf mit Zehntausenden Beschäftigten. Dabei muss man aber zwischen ausgebildeten Personen und Personen, die tatsächlich unter dieser Berufsbezeichnung arbeitenunterscheiden.
2. Wie umfangreich wird heute ausgebildet?
Das ist besonders interessant: Die Ausbildung sehr klein.
Aktuell findet man beispielsweise Ausbildungsangebote bei:
• Straßen.NRW
• Hessen Mobil
• Die Autobahn GmbH
• Kommunal- und Kreisverwaltungen
• einzelnen Ingenieur-/Planungsunternehmen
Die BA-Jobsuche weist derzeit nur eine kleine einstellige Zahl an konkret ausgeschriebenen Ausbildungsplätzen aus; das ist allerdings nicht mit der Zahl aller tatsächlich angebotenen Ausbildungsplätze gleichzusetzen, weil nicht alle Arbeitgeber ihre Ausbildungsplätze bei der BA melden.
Interessant ist auch, dass die Ausbildung stark im öffentlichen Bereich vertreten ist. Die aktuellen Ausschreibungen von Hessen Mobil und Straßen.NRW zeigen beispielsweise, dass dort gezielt für diesen Beruf ausgebildet wird.
3. Wie hoch ist die Arbeitslosigkeit?
Hier muss man sehr sauber unterscheiden.
Die BA weist die Arbeitslosigkeit nach Berufsgattungen der KldB aus. Für die Fachkraf für Straßen- und Verkehrstechnik ist die Zahl der Fälle so klein, dass eine öffentlich ausgewiesene aktuelle Arbeitslosenquote nicht ohne Weiteres verfügbar ist.
Zum Vergleich: Für die viel größere Sammelkategorie „Bau- und Ausbauberufe“ lag die berufsspezifische Arbeitslosenquote 2025 bei 5,7 %. Das ist aber nicht die Quote der Fachkräfte für Straßen- und Verkehrstechnik und sollte deshalb nicht als solche verwendet werden.
Was sich aus den verfügbaren Daten ziemlich deutlich erkennen lässt:
• Es gibt nur eine kleine Zahl von Personen, die speziell diesen Ausbildungsberuf erlernt haben.
• Gleichzeitig gibt es regelmäßig offene Stellen.
• Die BA-Jobsuche zeigt aktuell etwa 50–60 Stellen, wenn nach diesem Berufsprofil gesucht wird.
• Viele Stellen sind nicht exakt mit der Berufsbezeichnung ausgeschrieben, sondern beispielsweise als Sachbearbeiter Verkehrstechnik, Mitarbeiter Verkehrstechnik oder vergleichbare technische Funktionen.
• Dadurch unterschätzt eine reine Suche nach der exakten Berufsbezeichnung die tatsächliche Nachfrage.
(eine eigene, persönliche Bemerkung)
Der Autor dieser Zeilen empfindet es durchaus als spannend, über berufskundliche Themen zu schreiben. Es bereitet ihm Freude, exotische und unbekannte Berufe vorzustellen.
In der öffentlichen Diskussion gibt es immer wieder einen Diskurs über den Fachkräftemangel. Es entsteht sehr leic ht der Eindruck, dass sich unsere Jugendlichen nicht genügend ausbilden lassen, keine Lust hätten bzw. Alternativen nicht kennen, sollte es im angestrenten Wunschberuf nicht klappen.
Die Informationwsquellen der Bundesagentur für Arbeit sind gute Anlaufstellen, elektronische Wörterbücher wie „Wikipedia“ ebenfalls.
Bürgerreporter:in:Andreas Rüdig aus Duisburg |
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