Osterbräuche und -traditionen
Was ist der Ursprung von Osterei & Co.?
- Osterbaum
- Foto: Astrid Günther
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Bald haben wir Ostern - Zeit, sich einmal mit traditionellen Osterbräuchen und Ihrem Ursprung zu beschäftigen.
Osterei: Das Dekorieren von Eierschalen ist weitaus älter als die christliche Tradition, was 60.000 Jahre alte Funde dekorierter Straußeneier aus dem südlichen Afrika beweisen. Im Christentum gilt das Ei als eines der Symbole für die Auferstehung Jesu Christi. Manche vergleichen das Öffnen der Schale mit dem des leeren Grabes am Ostermorgen. Das Färben der Eier diente anfangs nicht der Dekoration, sondern hatte einen ganz praktischen Grund: In der Fastenzeit mußte man außer auf Fleisch auch auf Eier verzichten. Da die Fastenzeit 6 Wochen dauert, hat man sie hart gekocht und somit haltbar gemacht. Um ältere Eier von jüngeren zu unterscheiden, färbte man sie unterschiedlich.
Osterhase: Der Hase gilt als Fruchtbarkeitssymbol, da er eines der ersten Tiere ist, die im Frühling Nachwuchs bekommen und bis zu 20 Junge im Jahr bekommt. Unter den Germanen galten Hasen als Boten der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara. In der frühen Christenzeit galt der Hase als Symbol für Christus. Als Osterei-Bringer war der Hase allerdings bis ins 19. Jahrhundert weitestgehend unbekannt. Erst die Spielzeug- und Süßwarenindustrie verhalf ihm zum Siegeszug.
Osterlamm: Anders als der Osterhase ist das Lamm eindeutig ein christliches Symbol. In der Anfangszeit des Christentums war es üblich, zum Osterfest ein Lamm zu schlachten, sein Fleisch zur Weihe unter den Altar zu legen und das Lammfleisch dann am Ostersonntag, dem Auferstehungstag, als Osterbraten (und erste Mahlzeit nach der Fastenzeit) zu essen. Das Lamm galt von jeher als Symbol der Unschuld. Im Christentum bekam es aber noch eine weitere Bedeutung, indem man von Jesus als "Lamm Gottes" spricht, das die Sünden der Menschen auf sich nimmt.
Osterfeuer: Frühgeschichtlich wurde das Feuer oft mit der Sonne als Lebensspenderin gleichgesetzt. Es stand zugleich für Erneuerung und Reinigung. Bei den Frühlingsfesten dieser Zeit wurde es als Sinnbild des Lichtes und der Kraft, die den Winter und alles Schwere und Düstere vertreibt, entzündet. Diese Bilder und Empfindungen passten zur Osterbotschaft des Christentums: Hier galt das Feuer nun als Symbol für den auferstandenen Jesus Christus, der als „Licht der Welt“ die Dunkelheit überwand.
Bürgerreporter:in:Astrid Günther aus Duisburg |
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