Literaturbesprechung
Sting und das Leichenpuzzle
Kai Magnus Sting: Leichenpuzzle; KBV - Verlag Hillesheim 2025; 297 Seiten; ISBN: 978-3-95441-238-0
Jupp Straaten, WIlli Dahl und Alfnons Friedrichsberg sind ein Teupp älterer Herren, die zusammen Boule spielen und im Gesangsverein singen. So ganz nebenbei sind sie auch Junggesellen und miteinander befreundet.
Eines Tages müssen sie feststellen, daß einer ihrer Gesangsbrüder fehlt. Er ist tot, mausetot - Selbstmord, wie man munkelt. Doch kann das sein? So lebenskustig, wie man ihn in Erinnerung hat.
Wis es so schön in Kriminalromanen ist, machen sich die drei Herren auf die Suche nach der Wahrheit. Und schlittern in ihren ersten Kriminalfall.
Sting (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen britschen Sänger) ist Jahrgang 1978. Er wurde in Duisburg geboren, ist studierter Literaturwissenschaftler, arbeitet aber hauptbeuflich als Kabarettist, Buchautor, Radiomoderator u. v. m.
Dieses Buch ist sein Erstlingswerk, quasi sein Debüt (und der Beginn einer kleinen REihe über das Privaterkmittler - Trio): Dies ist dem Buch aber nicht anzumerken: Sting schreibt so, als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht als Kriminalromane zu schreiben.
Das Buch ist ein Regionalkrimi. DIe Handlung spielt in Stings Heimatstadt Duisburg, was ortskundigen Lesern sofort auffällt.
Die Vorgehensweise ist traditionell. Drei ältere Herren, die davor noch nie etwas mit einer Mordermittlung zu tun hatten, schlittern durch Zufall in ihren ersten Fall. Sie ermitteln eigenständig, unkonventionell sowie ohne Hilfe der Polizei.
Friedrichsberg und Dahl sind die absoluten Gegensätze. Ersterer ist naßforsch und draufgängerisch, der zweite eher weinerlich und ängstlich.
Zum Ende hin wird klar, daß belastende Ereignisse aus der Vergangenheit eine Rolle spielen. Wie bei Sting so üblich und nicht anders zu erwarten, ist die Handlung zwischenzeitig makaber und kratzt an der gutbürgerlichen Fassade der Handelnden.
Der Krimi gefällt und ist absolut empfehlens- und lesenswert.
Bürgerreporter:in:Andreas Rüdig aus Duisburg |
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