Buchbesprechung
Linksextremiusmus - das Buch
- hochgeladen von Andreas Rüdig
Achim Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland Eine kritische Bestandsaufnahme; Springer VS Wiesbaden 2020; 249 Seiten; ISBN: 78-3-658-30208-5
In den 1970er und 1980 er Jahren kam der Entwicklung des Linksextremismus in der öffentlichen wie wissenschaftlichen Wahrnehmung eine große Bedeutung zu. Angesichts eines höheren Gefahrenpotentials des islamischen und rechten Extremismus schwand diese Aufmerksamkeit in den letzten Jahren deutlich.
Parteien wie die KPD, DKP, MLPD – Marxistisch – leninistische Partei Deutschlands , die Autonomen sowie die sogenannten K-Gruppen sind daraus hervorgegangen. Die RAF – Rote Armee Fraktion sowie die „Bewegung 2. Juni“ sind bekannte Vertreter des Linksextremismus. Sie werden hier vorgestellt und beschrieben.
Es lassen sich indessen nach wie vor einschlägige politische Bestrebungen ausmachen.
Das Buch möchte eine historische Bestandsaufnahme zum Linksextremismus in Deutschland bieten.
Pfahl-Traughber ist Politikwissenschaftler und Soziologe. Er ist Professor an der Hochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung in Brühl und ist schon lange publizistisch tätig-
Das Buch bietet politikwissenschaftliches Grundlagenwissen. Marxismus, Leninismus, Stalinismus, Trotzkismus und Maoismus sind die ideologischen Grundlagen des Linksextremismus.
Pfahl-Traughber beschreibt eine Zeitgeschichte, die für jüngere Leser unverständlich sein dürfte. Die `70er und `80er Jahe sind weit w eg, die damaligen Ereignisse sind so weit weg, daß jeglicher emotionaler Bezug fehlt.
Hinzu kommt: Mit dem Aufkommen der AfD - Alternative für Deutschland hat sich die öffentliche Wahrnehmung verschoben. Der Rechtsextremismus gilt als Gefahr, Staat und Medien sind auf dem linken Auge blind geworden – sieht man von den Verfassungsschutzberichten von Bund und Ländern ab, wird er nicht mehr wahrgenommen.
Das Werk ist eine wertneutrale Beschreibung dessen was ist. Ansonsten müßte der Autor zu dem Schluß kommen, daß alles links der SPD verdammenswert ist.
Die Ausführungen sind gut strukturiert, somit sehr gut lesbar und vermitteln politikwissenschaftliches Hintergrundwissen.
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