Zoo Dresden
Von Toni, Blumenbeeten und tanzenden Kranichen

Orang-Utan Chef Toni
33Bilder

Der zoologische Garten Dresden öffnete seine Pforten am 9. Mai 1861. Mit großzügigen Gehegen und prächtigen Beeten, schattigen alten Bäumen, Besucher wandern entlang geschwungener Wege. Angelegt sind die Beete mit Blumen und Sträuchern, inspiriert von Farben und Formen der Blüten und Blätter. Eine Augenweide mit gaukelnden Schmetterlingen und emsigen Bienen, es gibt viele interessante Sichtachsen und jeder Menge Tiermotive.
Einige Fotos vom Spaziergang durch den interessanten Zoo.

Toni, Orang-Utan und Chef der Truppe ist 35 und vierfacher Vater. Das Kleine erkundete gerade das Außengehege und spielte im hohen Gras versteck. Ab und zu blitzte etwas rötliches durch`s Gebüsch. In freier Wildbahn schwingen sie sich nur durch die Lüfte von Baum zu Baum und Ast zu Ast. Schlafen, fressen und pflanzen sich dort fort, ziehen ihre Jungen auf. Hoch oben unter dem Himmelzelt bauen sie ihre Schlafnester, jeden Tag ein neues. Sauberkeit muss sein. Setzen fast nie einen Fuß auf den Boden.  
Seit etwa einhundert Jahren werden im Dresdner Zoo Orang-Utans gezüchtet. 30 Jungtiere wurden geboren. Eine erste natürliche Aufzucht eines Orang-Utans gelang 1927. Direktor Prof. Gustav Brandes, legte sehr großen Wert auf die Übermittlung von Wissen an die Besucher. Liebe zu Fauna und Flora. Er zeigte den Besuchern lieber weniger Tiere,
dafür in größeren Käfigen. Pionier der modernen Tiergartenbiologie, Zoo Direktor von 1910-1934. Prof. Brandes trat nach einem Komplott in der Stadtregierung 1934 zurück.

Mandschurenkraniche beim Paartanz. In Japan, ein Zeichen für Glück und Langlebigkeit. Origami Kraniche erhalten Geburtstagskinder, auch zu anderen Feiertage werden gefaltete Kraniche verschenkt. Viele kennen sie bestimmt von faszinierenden Dokus, gedreht in Japan und China, tanzend auf schneebedeckten Feldern bei nebelverhangenem Himmel. Ein Flügelspanne von 2,10 m, keine Seltenheit. Diese eleganten Tiere sind stark bedroht, es leben nur noch um die 3.000 in freier Wildbahn, ca. 1.500 auf der japanischen Insel Hokkaido. Geschütze Art ersten Grades, in China. Die Mandschurenkraniche auf der nördlichsten Insel Japans sind standorttreu. Brutpflege, um die 30 Tage, die ersten Flugversuche werden im Alter von drei Monaten unternommen. Sie fliegen im Herbst aus dem südlichen Sibirien und nördlichen China Richtung Korea und Südchina.
Vielleicht erinnert sich das ältere Semester an Sadako Sasaki (Jan.1943- Okt.1955) sie hoffte durch das Falten von 1000 Kranichen von Leukämie geheilt zu werden. Sie faltete 1.600. (Atombombenabwurf durch die US-Amerikaner August 1945). 
Gefaltete Mandschurenkraniche sind auch ein Zeichen gegen Atomwaffen. 

Bienenfresser
flatterten vor etlichen Jahren nur noch in südlicheren Gefilden umher. Ein Glücksfall, tausende Brutpaare zwitschern wieder u.a. in Merseburg, bei Halle.
In mehreren Volieren, einheimische Singvögel, u.a. Schwarzkelchen, Bartmeise und Rohrdommeln. Diese Vögel sah ich noch nie.
Smaragdwarane sind Exoten, verbringen ihr Leben in den tropischen Wäldern von Neuguineas und angrenzenden Inseln. Frisst alles was "kreucht und fleucht" und lebt bis in Höhen von ca. 800 m. 
Löffelhunde, bevölkern den Süden des afrikanischen Kontinentes, leben in Savannen und Halbwüsten. Die Wildhunde leben im Familienverband, kann bis zu 18 Tieren umfassen, leben von Insekten, Lieblingsspeise Termiten.
Geparden, die Gefleckten, sprinten von 0 auf 60 km/h, nicht nur das, schlagen Haken wie  einheimischen Hasen, aber viel, viel schneller. Sie leben als Einzelgänger und bleiben nur während der Paarungszeit zusammen. Oft werfen die Weibchen Zwillinge (2-6), die Kleinen verlassen erst mit acht Wochen ihren Bau, manchmal durch Dornengestrüpp geschützt. Schlagen Gazellen, im Familienverband schon mal ein Gnu und Zebra und kleineres Getier. Immer auf der Hut vor Löwen, Hyänen und Leoparden, die ihnen die Beute vorm Maul wegschleppen können. Oft wird ein erlegtes Tier in lichte Baumkronen gehievt und manchmal lauert ein Hyänenrudel unterm Baum und wartet.
Geparden wandern seit 2.500 Mio. Jahren (Pleistozän) die Erde, mittlerweile vom Aussterben bedroht. 1968 gab es auf indischem Gebiet keinen einzigen Geparden mehr, alles erlegt, zum Glück wurden 54 Jahre später 8 namibische Geparden in Zentralindien ausgesetzt. Die Geparden Brüder Sjief und Job leben seit acht Jahren in Dresden. 2016 erblickten sie in Arnheim (NL) das Licht der Welt.
Kordofangiraffe und Chapman Zebra teilen sich die Savanne. Die Kordofangiraffe ist ein Unterart, das zeigten genetische Untersuchungen. Sie sind "kleiner", um die 6 m groß und wiegen um 1,5 t (1.500 kg). Mögen Akazienblätter und -zweige, fressen aber auch anderes Grünzeug, was in Höhe ihres Maules wächst. Gefährlich wird es bei der Wasseraufnahme, mit gespreizten Beinen sind Krokodile immer bereit für einen Angriff. Auch Löwen haben es öfter auf kleine Fohlen abgesehen. Viele Giraffenarten sind streng geschützt. Die Haut, das Objekt der Begierde und vom Fleisch einer Giraffe zehrt der Wilderer und seine Familie wochenlang. Die Kordofangiraffe ist in Deutschland sehr selten zusehen, also auf nach Dresden! Seht euch Tessa an, sie lebt seit 40 Jahren hier.
Weitere Arten der Giraffen, die Nördliche und Südliche Giraffe, die Netzgiraffe und Massaigiraffe. Die Kordofangiraffe ist eine Unterart und gehört zur Gruppe der Nordgiraffen
(namibian wildliefe foundation)
Chapman Zebra sind gesellige Tiere und leben wie Pferde in Familienverbänden. Begnügen sich mit trockenen Gras und Beeren. 
Nördlich von Insel Madagaskar liegt das Aldabra-Atholl. Hier lebt die Aldabra-Riesenschildkröte als eine der letzten Art der Seychellen-Riesenschildkröten. In früheren Jahrhunderten, als lebendiger Proviant gefangen und auf Schiffen eingelagert. Ihr Lebensalter, wer weißt das so genau. Ein kleiner Kopf sitzt auf dem Hals und sie nehmen Wasser durch die Nase auf, vertikal geschlitzte Nasenlöcher machen das möglich.
Rosapelikane leben in einem riesigen Gebiet, erstreckt sich von Südosteuropa bis Indien und in Gebieten unterhalb der Sahara. Sogar in Nepal auf einer Höhe von 1300 m. Das europäische Donaudelta; bekannt für die große Anzahl an Pelikanen. Sie leben Im Wasser, ob Süß- oder Brackwasser, Lagunen oder Deltas, egal. 
Nyalas, mögen Blätter und Zweigen der Akazie, anderer Laubbäume und Früchten.  Zu sehen in Südafrika, Mosambik, Malawi und Simbabwe. Vor Jahren als seltenste Antilopenart angesehen. Neuansiedlung gab es in Namibia und Botswana, eine Hoffnung in freier Wildbahn. 
Kurzscheren-Landeinsiedelkrebs, aus dem sonnigen Südpazifik.
Ostafrikanische Schnurfüßler, sind schon 420 Mio., seit dem Silur, unterwegs und gehören zur Gruppe der Tausendfüßler, die 750 Arten umfasst.
Riesenblattschrecke, aus tropischen Wäldern Südostasien und Nordaustralien, lebt von einheimischen Blättern der Brom- und Himbeere auch Eichenblättern
Das Rosarium, eine Erinnerung an Albin Schöpf, Direktor 1861-1881 und Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Direktor von 1950-1973. Kinder mögen besonders den Wildbienenpfad.
Einige Tiere dösten in der Sonne oder zogen es vor im Schatten zu liegen und Besucher zu beobachten, ihnen nach zu schauen. Manche vergaßen zu fotografieren. 
Spielplätze, sehr interessant gestaltet. Restaurants Africa Logde und Pinguin Cafe` bieten vieles, auch Eis.

Es war ein wunderschöner Tag. 

https://www.zoo-dresden.de/besuch-planen/treffpunkte-fuetterungen/#default

In China, vor ca. 2000 v. Chr., entstand der "Park der Intelligenz", gebaut ohne Zäune und Käfige. Dort tummelten sich Schildkröten, Vögel, auch Fische und Säugetiere.
Lesen lohnt sich. Um 800 AD erreichte ein weißer Elefant aus Bagdad Aachen. Ein Geschenk an Karl den Großen. In den nächsten Jahrhunderten hielten die jeweilige Herrscher exotische Tiere Löwen, Tiger und Giraffen, u.a. auch einheimische Bären. Von Indien bis Südamerika Herrscher setzten sich in Szene. Aus dem privaten Vergnügen Kaisers Franz Stephan II in 1752 wurde 25 Jahre später eine öffentliche Attraktion. 1778 eröffnete der Zoo in Schönbrunn in Wien seine Pforten. Der älteste Zoologische Garten in Europa.

Bürgerreporter:in:

Yvonne Rollert aus Halle

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