Stand der Dinge
und ein kleiner Rückblick
- Dödel und Dussel
- Foto: Tierheim Höchstädt
- hochgeladen von Sabine Pollok
Ist es nicht unglaublich, wie schnell manchmal die Tage an einem vorbei rennen, wenn man versucht, ganz viel auf einmal zu erledigen.
So geht es mir im Moment auch bei unseren Renovierungsarbeiten in unserem Tierheim.
Wir haben dank vieler ehrenamtlicher Unterstützer schon sehr viel erreicht. Wir haben Räumen komplett umgestaltet, haben viel auf- und ausgeräumt, haben dekoriert und geschmückt und dennoch scheint es manchmal so, dass die Arbeit kein Ende nehmen will.
Deswegen würden wir uns sehr freuen, wenn uns am kommenden Samstag wieder ganz viele fleißige Helfer dabei unter die Arme greifen, unserem Ziel der Wiedereröffnung näher zu kommen. Ich bin wie alle, die sich dafür engagieren der Meinung, dass wir ein Tierheim in unserem Landkreis brauchen. Es sollte nicht darum gehen, warum, sondern wie, denn das warum sollte an sich keine Frage sein. Jedes Tier muss einen Platz, einen Ort haben, an dem er oder sie in höchster Not Sicherheit finden kann.
Das ist eine der Aufgaben eines Tierheims.
Genau dafür wollen wir stehen, das wollen wir erreichen und arbeiten mit viel Motivation und Einsatz dafür.
Und es gibt auch noch eine richtig gute Nachricht, die etwas verspätet jetzt auch das Tagebuch erreicht hat: Dödel und Dussel sind gemeinsam in ihr neues Leben aufgebrochen. Die beiden jungen Katzenmädchen waren die letzten Schützlinge, die noch auf einer Pflegestelle gelebt haben und wir alle freuen uns sehr, dass sie nun ihren weiteren Lebensweg mit ihrer eigenen Familie gehen können.
Das passiert mit einem lachenden, aber auch einem weinenden Auge, jeder Auszug bringt auch immer ein kleines Wehwehchen mit sich, wenn man seine Schützlinge in neue Hände übergibt.
Gerade während der Aufräumarbeiten bin ich immer wieder über Namen und Bilder gestolpert, die sehr viele Jahre nicht mehr zu hören waren, aber irgendwo in einem alten Zeitungsbericht erwähnt wurden oder gar das alte vergilbte Profil in einer Schublade lag.
Wie viele Namen haben das Tagebuch und ich in der langen Zeit schon gehört und über so viele Bewohner berichtet...Bob, als erster Tagebuchschreiber, Nando, der große schwarze Struwwelpeter, Captain, der stolze Akita, der auch das Tagebuch geschrieben hat oder Hilde, die Abenteurerin, Jonas und Peterle, die Kater-Kumpel, die viel über das Leben als Hofkater zu erzählen hatten. Und natürlich die Katzendame schlechthin Betty, die jedem Besucher erklärt hat, dass er sich in ihrem Tierheim befindet. Oder Lissy, die sich nie entscheiden konnte, ob sie Menschen nun mag oder nicht und doch immer geschnurrt hat.
So viele Farben, Größen, Nasen, Pfoten, Tatzen, dass man gut und gerne mal eine gute Weile diese Straße der Erinnerung gehen kann.
Gerade unsere beiden letzten Hunde-Familien um Mama Emma und Mama Loredana sind mir sehr gut in Erinnerung, genauso wie Blacky und Bonnie oder auch Albert. Um so schöner ist, wenn sich unsere ehemaligen Schützlinge dann immer mal wieder melden und uns zeigen, dass es ihnen gut geht. Loredana - jetzt Dana, Lucia, Lola, Luca und Luigi - jetzt Jackson - haben sich ebenso bei uns gemeldet wie Emma, Elvis, Eddi, Ellen - jetzt Frieda, Einstein bei uns gemeldet, genau so wie Charly und Cleo und unsere Grand-Dame aus dem Katzenhaus Sissi.
Das ist Balsam für die Seele.
Natürlich würde sich das Tagebuch über noch mehr Bilder von ehemaligen Schützlinge freuen und vielleicht liest der ein oder andere diesen Eintrag und denkt sich, na das ist doch eine Idee.
So schön die Erinnerung sind, so wichtig ist es, jetzt nach vorne zu sehen und zu gehen und ich hoffe sehr, dass Sie uns alle treu bleiben und mit uns gemeinsam an einer guten Zukunft mit unserem Tierheim in Höchstädt arbeiten möchten.
Sie wissen ja ... vergessen Sie uns nicht.
Ihre
Sabine Pollok
Bürgerreporter:in:Sabine Pollok aus Dillingen |
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