Der etwas andere Weihnachtsbaum

(Foto: Armin Trutnau)
NIEDERWEIMAR Diesertage werden überall Weihnachtsbäume angeboten. An fast jeder Ecke wird man auf die Angebote hingewiesen, Weihnachten wirft seine Schatten voraus.

So unterschiedlich und vielseitig die Standorte in den nächsten Tagen auch gewählt werden, der Weihnachtsbaum des Tauchsportclubs Marburg wird sicherlich unter den Top Ten landen, würde man eine Rangfolge der ungewöhnlichsten Plätze zusammenstellen.

Im zweiten Jahr bereits von Tradition zu sprechen, vermag durchaus etwas übereifrig erscheinen, nach der erstmaligen Veranstaltung im Vorjahr waren sich jedoch alle Beteiligten einig, dass hier eine Veranstaltung durchgeführt wurde, die einen festen Bestandteil im Kalender einnehmen würde.

So war es nicht verwunderlich, dass der Tauchsportclub Marburg im Dezember zur Aufstellung ihres Weihnachtsbaumes einlud. Zahlreiche Mitglieder, Freunde und Interessierte folgten dem Ruf, um dem diesjährigen Spektakel beizuwohnen.

Geschmückt mit Knicklichtern statt Kerzen, einem dekorativem Betonfuß und einer Karte mit den Besten Wünschen für 2017, stürzten sich insgesamt neun Taucher unter Beifall der Zuschauer in den zugegebenermaßen recht erfrischenden Niederweimarer Baggersee, an dem der Verein seine Tauchbasis unterhält.

Vorbereitet von Ideengeber Joachim Sandig wurde der Weihnachtsbaum nach einer kleinen Runde schließlich auf der neuen Übungsplattform in drei Metern Tiefe aufgestellt, bzw. versenkt. Begleitet wurden sie auch in diesem Jahr von dem renommierten Unterwasserfotografen Armin Trutnau, der die Aktion mit sehenswerten Bilder dokumentierte.

Trotz einer Wassertemperatur von lediglich 4 Grad dauerte es schließlich 20 Minuten, bis die Taucher wieder an der Oberfläche auftauchten. An den wärmenden Getränken konnten sich die Beteiligten im Anschluss am Lagerfeuer wieder etwas erwärmen.

Restlos begeisterte Gesichter auf der einen, ungläubige Augen auf der anderen Seite. So war es wieder ein gelungenes Event, mit tollen Erinnerungen und beeindruckenden Bildern.

In bester Bewässerung wird der Weihnachtsbaum in den nächsten Wochen und Monaten von einigen unerschrockenen Tauchern in regelmäßigem Abstand kontrolliert, bevor er vor Beginn der neuen Saison im Frühjahr wieder abgeschmückt wird.
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Gerda Landherr aus Neusäß | 05.01.2017 | 18:38  
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