Bobingen investiert in Zukunft:
Bürgermeister Förster über Projekte, Klimaschutz und Zusammenhalt

Klaus Förster, 1. Bürgermeister der Stadt Bobingen | Foto: Sarah Schneller Fotografie
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Von neuer Kita über bezahlbaren Wohnraum bis hin zu nachhaltigen Maßnahmen – Klaus Förster blickt auf ein bewegtes Jahr zurück und erklärt, warum er 2026 erneut kandidiert.

Trotz gestiegener Baukosten und knapper finanzieller Ressourcen hat Bobingen 2025 wichtige Zukunftsprojekte auf den Weg gebracht. Bürgermeister Klaus Förster spricht im myheimat-Interview über zentrale Investitionen wie den Kita-Neubau am Wasserschloss, neue Wohnangebote, Fortschritte beim Klimaschutzkonzept und die Bedeutung eines starken Ehrenamts. Zudem beschreibt er, wie der Doppelhaushalt 2025/26 der Stadt mehr Planungssicherheit bringt – und warum er sich erneut zur Wahl stellt.

Bobingens Bürgermeister Klaus Förster im Interview

myheimat: Herr Förster, 2025 wurde in Bobingen wieder viel in die Stadt investiert. Welche Bauprojekte liegen Ihnen persönlich besonders am Herzen?

Klaus Förster: Trotz knapper Kassen und deutlich gestiegener Baukosten konnten wir 2025 einiges in Bobingen bewegen. Ein zentrales Projekt ist für mich der Neubau der Kindertagesstätte Wasserschloss, durch den wir rund 100 Kindergarten- und 36 Krippenplätze schaffen konnten. Mit dem Bayerischen Roten Kreuz haben wir einen starken Träger gewonnen, der dort ein neues Konzept umsetzt. Das stärkt unser Angebot für Familien und unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Ein weiterer wichtiger Schritt war die Einweihung des Neubauprojekts „Wohnen am Brunnenplatz” im April dieses Jahres. Die barrierefreien Wohnungen in zentraler Lage der Bobinger Siedlung bieten Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen bezahlbaren Wohnraum. Die große Nachfrage zeigt, dass Angebote wie diese dringend gebraucht werden. Ergänzt wird das Angebot durch die erfolgreiche Ansiedlung einer Hausärztin, die die medizinische Versorgung in der Siedlung verbessert.
Auch in unseren Friedhof, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hat, haben wir investiert. Bis 2050 soll er sich weiter zu einem parkähnlichen Ort der Ruhe und Begegnung im Zentrum der Stadt entwickeln.

myheimat: Mit dem Klimaschutzkonzept hat Bobingen ambitionierte Ziele, wie Treibhausgasneutralität bis 2040. Gibt es ein Projekt oder eine Bürgerinitiative, die Sie besonders unterstützt sehen möchten?

Förster: Mit seinem Klimaschutzkonzept verfolgt Bobingen klare Ziele. Einige Maßnahmen können wir direkt beeinflussen. Dazu gehört die Ausstattung unserer städtischen Dächer mit Photovoltaik-Anlagen, deren Strom wir selbst nutzen, oder die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik. Als Stadt sehen wir uns in der Verantwortung, Impulse zu setzen, Vorbild zu sein und den Klimaschutz gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen aktiv zu gestalten. Der Austausch mit anderen Kommunen ist für uns ebenfalls von großer Bedeutung, um Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Auf lokaler Ebene spielt unser Energieteam eine wichtige Rolle. Seine Mitglieder aus Politik, Verwaltung, Unternehmen und Bürgerschaft treffen sich monatlich, um konkrete Maßnahmen zu besprechen und deren Umsetzung aktiv voranzutreiben. Wir setzen Klimaschutz dort um, wo er für die Menschen sichtbar und spürbar ist – nicht nur auf dem Papier, sondern direkt vor Ort.

myheimat: Die Haushaltsplanung für 2025/26 ermöglicht langfristige Strategien. Wie sehen Sie Bobingen für die kommenden Jahre aufgestellt?

Förster: Zunächst bin ich froh, dass wir dank des Doppelhaushalts 2025/26 ohne Verzögerungen auch Winterausschreibungen durchführen können. So können wir das gesamte Jahr 2026 für die Umsetzung von Maßnahmen nutzen, ohne wie sonst erst auf die Haushaltsgenehmigungen im Mai oder Juni warten zu müssen. Der Doppelhaushalt bietet uns zudem den Vorteil, dass wir langfristig planen, Fördermittel optimal ausschöpfen und Ausschreibungen effizient vorbereiten können. Dafür danke ich dem Stadtrat ausdrücklich – die konstruktive Zusammenarbeit ermöglicht es uns, Bobingen gemeinsam mit der Verwaltung strategisch gut aufzustellen und die Stadt weiterzuentwickeln.

myheimat: Wie erleben Sie aktuell das Miteinander der Vereine und die Unterstützung durch die Stadt?

Förster: Ich erlebe das Miteinander der Vereine als sehr engagiert und konstruktiv. Sie bringen viele Ideen ein und unterstützen sich oft gegenseitig. Die Stadt unterstützt sie dabei nach Kräften. In Zeiten knapper Mittel und immer mehr Aufgaben, die vom Bund und den Ländern verteilt werden, wird es allerdings zunehmend schwieriger, ausreichend Mittel für freiwillige Leistungen bereitzustellen. Als „Vereinsmensch“ weiß ich, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Menschen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Deshalb werde ich mich auch weiterhin persönlich dafür einsetzen, dass die Vereine die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um ihr wertvolles Engagement fortsetzen zu können.

myheimat: Gab es dieses Jahr kulturelle Highlights oder Aktionen, die aus Ihrer Sicht die Vielfalt Bobingens besonders gezeigt haben?

Förster: Das Bobinger Volksfest im August war für mich persönlich ein großer Erfolg für unsere Stadt: Rund 25.000 Besucherinnen und Besucher haben gezeigt, welche Strahlkraft das Fest weit über Bobingen hinaus hat. Ein solches Fest zu organisieren, ist längst nicht mehr selbstverständlich – gerade angesichts immer höherer Sicherheitsauflagen und der damit verbundenen Kosten. Besonders gefreut hat mich auch das neue Weinfest auf dem Rathausplatz, das sehr gut angenommen wurde. Ein weiterer Höhepunkt war die Jubiläumsfeier der Kolpingsfamilie mit einem großen Festumzug, der die Tradition und den Zusammenhalt in Bobingen eindrucksvoll sichtbar gemacht hat.

myheimat: Im März 2026 wird in Bobingen gewählt. Welche Überlegungen spielten für Ihre erneute Kandidatur eine Rolle?

Förster: Ich wurde von der CSU einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Das freut mich sehr und bestätigt mich in meiner bisherigen Arbeit. Ich brenne nach wie vor für diese Aufgabe und möchte noch viel für unsere Stadt bewegen. Deshalb stelle ich mich erneut zur Wahl.

myheimat: Was wünschen Sie sich – unabhängig von Ihrer eigenen Zukunft als Bürgermeister – für Bobingen in der nächsten Wahlperiode?

Förster:
Unabhängig von meiner eigenen Zukunft als Bürgermeister wünsche ich mir für Bobingen, dass die finanziellen Rahmenbedingungen so verbessert werden, dass unsere Stadt genug Spielraum für Weiterentwicklung und Investitionen hat. Wir sollten Bobingen als moderne, zukunftsfähige Stadt weiterentwickeln und gleichzeitig die hohe Lebensqualität erhalten. Dabei sind nachhaltige Themen wie Klimaschutz, Mobilität, Bildung genauso wichtig wie die Stärkung der Wirtschaft, Arbeitsplätzen und sozialen Angeboten.

myheimat: Vielen Dank für das Interview, Herr Förster.

myheimat-Team:

Madlen Ellmenreich aus Augsburg

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