Musical-Gala in der Singoldhalle
Bekannte Melodien und ein Schrei
- hochgeladen von Matthias Metzger
Vertraute Melodien, Martin Reichert als dreifacher Solist an der Trompete und ein markerschütternder Frauenschrei – so bleibt das jüngste Galakonzert des Musikvereins Bobingen in Erinnerung. Unter der Leitung von Franz Bader, aus dessen Feder auch zahlreiche der dargebotenen Arrangements stammten, hatte das Sinfonische Blasorchester (SBO) das Publikum in die Welt der Musicals entführt.
Trompeten-Power bei "La La Land" und "Let it go"
Den von Baritonsaxofonist Florian Rossmeisl unterhaltsam moderierten Konzertabend eröffnete der melancholisch eingefärbte Epilog aus dem Filmmusical „La La Land“ – der sogleich mit einer anspruchsvollen Solokadenz aufwartete. Martin Reichert löste die Aufgabe mit Bravour und schwang sich souverän in die extremen Höhen empor, die Komponist Justin Hurwitz der Solotrompete an dieser Stelle zugedacht hat.
Es sollte nicht sein einziger Glanzmoment bleiben. Bei „Hercules“ schlüpfte der Trompeter in die Rolle der Gospel-Musen und interpretierte als Solist ein Potpourri ihrer Songs. Das Bühnenmusical basiert auf dem gleichnamigen Disney-Film – was gleichermaßen für „Die Eiskönigin“ gilt. Bekanntester Song daraus ist „Let it go“. Reichert und sein Registerkollege Moritz Lang trugen die Melodie im Wechsel vor, ehe sie das energiegeladene Finale gemeinsam gestalteten.
Phantom der Oper: Wer hat geschrien?
Dass Solobeiträge im SBO nicht allein den Trompeten vorbehalten sind, zeigte Matthias Göllner. An der Posaune bot er „Go the distance“ aus „Hercules“ dar. Zu den weiteren Musicals, aus denen am Samstagabend Auszüge zu hören waren, gehörten „Greatest Showman“, „Elisabeth“ mit dem Highlight-Song „Ich gehör nur mir“ oder „Tanz der Vampire“. Nicht fehlen durften auch Klassiker des Musical-Giganten Andrew Lloyd Webber. Neben „Starlight Express“ spielten die Musiker ein Medley aus „Das Phantom der Oper“. Hier war als dramaturgisches Stilmittel der eingangs beschriebene schrille Schrei zu hören – dem Vernehmen nach von einer Klarinettistin ausgestoßen –, bei dem so mancher im Saal zusammenzuckte und auf den unmittelbar die berühmte Ouvertüre des Musicals folgte.
Die Zuhörer in der gut gefüllten Singoldhalle hatten Spaß an dem abwechslungsreichen Programm und der Spielfreude des Orchesters. Als obligatorische Zugabe bekamen sie „Dancing Queen“ aus dem Abba-Musical „Mamma Mia!“ geboten.
Bürgerreporter:in:Matthias Metzger aus Augsburg |
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