Ausschüttung ca. 100 Millionen Euro - Bundespresseamt kurz BPA genannt !

Am Rande der Gesellschaft
 
Tausende in Berlin haben kein Dach über dem Kopf...aber im Bundestag ist die Welt in Ordnung.
Berlin: Bundespresseamt |

Geld spielt keine Rolle, wir haben sowieso kein`s 

Was sind BPS Fahrten überhaupt?

BPA-Fahrten

Hierbei handelt es sich um 2- bzw. 3-tägige Fahrten in die Bundeshauptstadt. Kernpunkte des Besuchs sind:
• Teilnahme an einer Plenarsitzung oder einem Vortrag im Bundestag,
• Informationsgespräch in einem Bundesministerium,
• Gespräch mit der oder dem Abgeordneten,
• Museums- und Ausstellungsbesuche,
• Stadtrundfahrt und der Besuch verschiedener Einrichtungen des Bundes.
Die Hotelunterkunft erfolgt in Doppelzimmern. Einzelzimmer sind grundsätzlich Aufpreis pflichtig.
Für Fahrt, Unterkunft und Verpflegung entstehen keine Kosten! Die Besuchergruppen werden während der gesamten Fahrt von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter meines Büros betreut. Zudem begleitet ein Vertreter des Bundespresseamtes die Gruppe in Berlin.

Bundespresseamt

Hier mal eine Erklärung zu den Fahrten und meine ganz persönliche Meinung dazu. Wer sich fragt warum fährt er denn mit, muss sich auch fragen, ob man diese Fahrten bewerten könnte, wenn man nicht mitgefahren wäre.

Deswegen und vorweg, möchte ich schon zu Anfang meine Meinung zu diesen vom Steuerzahler  finanzierten "Kaffeefahrten" mitteilen, weil man leider immer feststellen muss, das viele Leser sich nicht mehr die Mühe machen,Texte bis zum Ende eines Beitrages zu lesen. 

Meine persönliche Meinung ist, diese Fahrten sollten schleunigst eingestellt werden. Wie ich bei meiner Recherche feststellen musste, gibt es durchaus geteilte Meinungen dazu, natürlich auch immer aus den verschiedensten Blickwinkeln. 

Politische Kräfte in der Hauptstadt sind natürlich bestrebt, diese Fahrten aufrecht zuhalten. Die Kosten sind exorbitant hoch und bewegen sich in einer Höhe von 100 Millionen Euro! 

Diese Fahrten, und ich betone es immer wieder, werden über das Bundespresseamt von Steuerzahler finanziert. 

Aber wie bitte kriegt denn der (politisch interessierte) Durchschnittsbürger überhaupt mit, dass es solche Fahrten gibt, - wenn er nicht irgendeinem Abgeordneten gleich welcher Couleur in irgendeiner Weise "nahe steht" bzw. in der Organisation vernetzt ist? Zeitungsinserate des BPA hab´ ich noch keine gesehen, weiß aber, dass solche Fahrten meist schon lange ausgebucht sind.

Wie schnell es für Abgeordnete selbstverständlich wird, Steuergelder als persönliche Dispositionsmittel (miss-) zu verstehen, verblüfft mich immer wieder. Kein selbstkritisches Störgefühl? Der Sache wird man in der Tat nur dann Herr, wenn diese Reisen nicht mehr (so großzügig) vom BPA gefördert werden. - Und wer einmal in diesen Genuss gekommen ist, wird nachträglich kaum gegen ihn sprechen.

Hier ein Beispiel aus einem Wahlflyer des CDU-Abgeordneten Mattfeldt ("...Wussten Sie, dass Andreas Mattfeldt...."): 1. jedes Jahr von ca. 3.000 Besuchern in Berlin besucht wird. Diese kommen nur aus seinem Wahlkreis!.
Da frage ich mich doch, wie DAS finanziert wird?! Außerdem ist es ganz toll, wenn man als Abgeordneter dann gar keinen Wahlkampf mehr machen braucht, da man sich die Stimmen ja schon in den 4 Jahren gekauft hat.

Das gehört doch alles nur zu dieser Verblödungsmaschinerie in diesem Land mit dazu - genauso wie Rundfunk, Fernsehen, Zeitung!!! Aber leider ist der deutsche Michel so,
sobald etwas nix kostet, findet er das klasse und nimmt dafür so einiges in Kauf - sogar dass er verblödet wird.

Mit unserem Kreuz auf dem Stimmzettel geben wir keine Generalvollmacht für die Plünderung der Staatskasse. Und es sind in der Summe auch keine Kleinigkeiten!

Lustreisen?

Richtig absurd wird es erst, wenn man im überheizten Bundestag oder im Bundesrat einmal die mondänen Toiletten besucht hat und dann mit dem Bus zurück ins Hotel fährt, vorbei den ausgestoßenen unserer Gesellschaft, die unter den Brücken, zugedeckt unter Pappkartons etwas Wärme in diesen kalten Novembertagen suchen.

In den Recherchen gab es viel Gegenwind, die meinen in Zeiten von Tafeln, Kindertafeln und Altersarmut, sollte man dieses Geld sinnvoller einsetzen.

Was mir aber noch auffiel, war ein ganz anderer Gesichtspunkt, der kaum oder gar nicht beachtet wurde. Welch mächtiges Machtinstrument hat das Bundespresseamt mit der Ausrichtung dieser Fahrten erhalten! Man finanziert nicht nur die Gedenkstätte Hohenschönhausen, deren Besuch für einzelne Besucher zwar kostenlos ist, aber eben nicht für Besuchergruppen, mit diesem Geld, sondern auch viele andere Gedenk- und Mahnstätten in und um Berlin kommen kommen so auch in den Genuss der möglichen Bevorteilung durch das BPA. Dazu die vielen gastronomischen Einrichtungen in Berlin die zehntausende Essen und Betten für diese Reisegruppen zur Verfügung stellen. 
Später muss man sich dann wohl auch nicht mehr wundern, wenn Hotels für bestimmte Gruppierungen oder Parteien plötzlich keine Betten oder Räume zur Verfügung stellen können, um nicht beim BPA unangenehm aufzufallen. 
Interessant waren auch einige Einträge im Besucherbuch auf dem Friedhof der Märzgefallenen. Auch hier scheinen die Mitarbeiter mit am Tropf des Bundespresseamtes durch  "Finanztransfusionen" künstlich über Wasser gehalten zu werden. 

Fazit: Macht verdirbt den Charakter sobald man sie hat. Und keine Kontrolle wirksam ist. Die Schweine wechseln, die Tröge bleiben (leer).

„Gib einem Menschen Macht, und du erkennst seinen wahren Charakter“, wusste schon der frühere US-Präsident Abraham Lincoln. Dahinter steckt die Vermutung, dass Macht womöglich unseren Charakter korrumpiert.
 



    
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