Die Schwachen der Gesellschaft
Tätige Reue
Die Nagelprobe einer jeden Gesellschaft ist die Frage, wie sie mit ihren schwachen und schwächsten Mitgliedern umgeht.
Viele Menschen, die im zivilen Alltag als negativ auffallen, haben einen wirklichen Grund dafür, so zu sein, wie sie sind.
„Wir Leben doch in einem Sozial-Staat, ich zahle schon Steuern, sollen sie doch Sozialhilfe beantragen“.
Genau dieser Gedanke hilft nicht weiter.
Sein wir nett zu den Leuten, die betteln.
In Berlin wird gibt es sehr viele von ihnen.
Sie hätten einen Therapeuten oder einen Seelsorger gebraucht als sie auf die schiefe Bahn gerieten. Jetzt können noch Sozialarbeiter helfen.
Oftmals steckt hinter diesen Biografien sehr starke Sensibilität, die sich nicht schützen konnte. Für das unbarmherzige Mobbing hatten sie kein Gegenmittel.
Schämen müssen sich diejenigen, die brutal ihre mengenmäßige Überlegenheit ausgenutzt hatten.
Es gehört sich nicht, andere zu verspotten.
Beißender Spott kann am Ende zu Suizid führen, darüber muss man sich im Klaren sein.
Kollegen gegenüber mit voller Absicht gemein zu sein, mit Absicht sie zu irritieren, weil sie nicht in das gängige Schema passen, weil sie Minderheiten angehören, kann zu dramatischen Folgen führen.
Wir alle haben Andere verletzt und wurden verletzt.
In der Vergangenheit anderer zu stochern und zu wühlen, sie mit ihren Verfehlungen zu behelligen, heißt, das Kriegsbeil auszugraben.
Es steht niemandem zu, einfach so in anderer Leute Vergangenheit zu wühlen.
Niemand ist ganz frei von Schuld.
Aber Jeder kann sich durch tätige Reue in die Gesellschaft zurück integrieren.
Auch Bettler haben einen Anspruch auf Menschenwürde.
So sehe ich es.
Bürgerreporter:in:Lorenz George aus Berlin |
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