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Stadt Osterode beschließt ergänzende Ratsresolution zum Konzept "2030+ / 2040+" der LNVG und des Landes Niedersachsen
- hochgeladen von Bernd Jackisch
1. Osterode: Stadt Osterode macht sich Vorschläge der Initiative zu eigen und beschließt ergänzende Ratsresolution zum Konzept "2030+ / 2040+" der LNVG und des Landes Niedersachsen - Höchste Eisenbahn begrüßt neue Resolution des Rates der Stadt und geht noch einen Schritt weiter
(Stand 20.10.2025)
2. Harz: Bus statt Bahn? – Rund um den Harz geht fast nichts mehr
(Stand: 20.10.2025)
Hallo liebe Eisenbahn-, ÖPNV- und SPNV-Interessierte!
1. Osterode: Stadt Osterode macht sich Vorschläge der Initiative zu eigen und beschließt ergänzende Ratsresolution zum Konzept "2030+ / 2040+" der LNVG und des Landes Niedersachsen - Höchste Eisenbahn begrüßt neue Resolution des Rates der Stadt und geht noch einen Schritt weiter (Stand 20.10.2025)
Mit der ergänzenden Resolution setzt sich die Stadt Osterode am Harz mit Nachdruck für eine zukunftsfähige Bahninfrastruktur in der Region ein.
Folgende Forderungen wurden klarer formuliert und in einer ergänzenden Resolution verabschiedet:
der dauerhafte Erhalt der RB 80,
die sofortige Umsetzung einer Direktverbindung Osterode – Göttingen,
die zeitnahe Einführung der RB 89 sowie
die Errichtung eines neuen Bahnhaltepunkts „Osterode West“.
Der Sprecher der Initiative, Burkhard Breme, kommentiert den ergänzenden Beschluss wie folgt: "Die Stadt Osterode hat es verstanden, dass es jetzt an der Zeit ist, konkret zu handeln und nicht erst in einigen Jahren. Die vorhandenen Chancen müssen zeitnah genutzt werden, um die Region im Südharz besser anzubinden und nachhaltig zu stärken."
Der Sprecher der Initiative geht noch einen Schritt weiter und führt aus, dass nach Berechnungen der Initiative das Konzept sogar ohne den Bau eines aufwändigen Begegnungsabschnitts und zähen Planfeststellungsverfahrens umgesetzt werden könnte.
Um den Prozess aktiv zu begleiten, wird die Stadt Osterode am Harz in den kommenden Wochen das Gespräch mit allen relevanten Akteuren auf Landes-, Bundes- und regionaler Ebene suchen.
Burkhard Breme
2. Harz: Bus statt Bahn? – Rund um den Harz geht fast nichts mehr
(Stand: 20.10.2025)
Man muss dieser Tage leider den Eindruck gewinnen, dass bei der Deutschen Bahn AG und hier speziell bei der Tochter InfraGO die linke Hand nicht mehr weiß, was die rechte gerade tut. Oder anders: Dass man bei diesem seit Jahren chaotisch geführten Betrieb vor lauter Bauen völlig aus den Augen verloren hat, dass da noch Kunden oder gar Güter der Beförderung harren.
Rund um den Harz jedenfalls, da geht nun so gut wie gar nichts mehr:
Northeim – Ellrich:
Bauarbeiten mit Bus-Ersatzverkehr vom 19.10.2025 bis 24.10.2025
Gittelde – Herzberg:
Bauarbeiten mit Bus-Ersatzverkehr vom 19.10.2025 bis 24.10.2025
Gut, das war tatsächlich auch so geplant, und der SEV läuft auch in etwa so wie publiziert. Die Aushänge freilich, die spotten jeder Beschreibung – den in Walkenried kann man nur studieren, wenn man sich auf den Boden kniet.
Nordhausen – Sangerhausen – Halle:
Dauer-Bauarbeiten mit ständig wechselnden Zuständen und Ersatzverkehren, darunter auch ungeplanten oder verlängerten Arbeiten
Nordhausen – Leinefelde:
Dauer-Bauarbeiten mit immer wieder wechselnden Zuständen.
Die alte Achse Halle – Kassel ist in diesem Jahr völlig unbrauchbar gemacht worden. Im kommenden Jahr wird es da nicht besser, schon jetzt sind monatelange Sperrungen angekündigt. Die Strecke ist komplett zweigleisig, und es erschließt sich niemandem mehr, warum man da nicht, jedenfalls über längere Zeiten hinweg, auf einem Gleis fahren kann.
Ganz schlimm: DB Start wirtschaftet nach der Heide und der Weserbahn nun auch noch den Nordharz in Grund und Boden
Goslar – Halberstadt:
Hier wird nun, Knall auf Fall und maroden Schwellen geschuldet, auch mehrere Wochen lang nicht gefahren – obschon man es abschnittsweise durchaus könnte.
Die Ilsenburger Industriebetriebe jedenfalls werden wohl kaum 3 Wochen lang auf Lieferungen oder Abholungen verzichten können. Es ginge also. Nur agiert hier das wohl schlimmste Chaos-Unternehmen im DB-Konzern, die Tochter „DB Start“ – und die bekommt schon ohne Bauarbeiten nichts auf die Reihe.
Obwohl man nun aufgrund des Totalausfalls Halberstadt – Goslar etliche Fahrzeuge und Personale übrig hat, lässt man zeitgleich auch noch zwischen Magdeburg und Halberstadt einige und zwischen Halberstadt und Blankenburg gleich reihenweise Züge ausfallen.
Im Nordharz schickt sich „DB Start“ somit an, das nachzuholen, was man in der Lüneburger Heide und im Umland von Hildesheim sowie der Weserbahn Hildesheim – Herford schon geschafft hat: Durch erbärmliche betriebliche Leistungen so viele Kunden von der Schiene zu verjagen, dass es sich anschließend nicht mehr lohnt, dort noch Zugverkehr zu bestellen.
Dabei war man in Sachsen-Anhalt gewarnt.
Als man den Auftrag mit großem Getöse an „DB Start“ vergab, konnte man praktisch täglich nachlesen, wie unfähig dieses Unternehmen ist. Dennoch wählte man es aus. Vielleicht ganz bewusst nach dem Motto: Mal sehen, wie wir das Nordharzer Netz am schnellsten kaputtkriegen. Den dafür geeigneten Partner hat man nun.
Frau Palla will ja nach eigenem Bekunden den DB-Konzern „auf links drehen“, was auch immer das bedeuten mag. Mit der Mißgeburt „DB Start“ aus ihrem eigenen früheren Verantwortungsbereich könnte sie mal anfangen und diesen Chaos-Laden mitsamt den völlig unfähigen Führungskräften auflösen. Besser ein Ende mit Schrecken als, nun auch im Nordharz, ein Schrecken ohne Ende. Am Ende wird kein Fahrgast mehr übrig sein.
Für den SEV zwischen Halberstadt und Goslar kann „DB Start“ ausnahmsweise mal nichts, nur dass man dann nicht in der Lage ist, die nun tatenlos herumstehenden Fahrzeuge und die für diese Strecke vorgesehenen Lokführer so zu disponieren, dass wenigstens auf den anderen Strecken mal alle Züge fahren, spricht Bände für das Unvermögen des Managements. Dass man den Strohhalm „Bus-Ersatz“ dankbar ergreift und den Ersatzverkehr gleich mal auf eigentlich gar nicht betroffene Abschnitte ausdehnt, um von eigenem Unvermögen abzulenken, ist aus Sicht des Managements nachzuvollziehen.
Dass es Fahrgäste trifft, stört dort schon lange niemanden mehr. Und Reaktionen aus der Landespolitik muss „DB Start“ in Sachsen-Anhalt ebenso wenig fürchten wie in Niedersachsen. Hier wie dort bleibt es bei lahmen und halbherzigen Protesten. Bei diesem Laden hilft aber nur eines: Kündigen und durch. Schlimmer kann es ja nicht mehr werden!
Böse Vorzeichen: Kommen die Bauarbeiten am Südharz demnächst zum Erliegen?
Auf der Harzer Sonnenseite plagen die Kunden derweil andere Sorgen. Es wird gemunkelt, dass InfraGO nach Abschluss der jetzigen Bauphase erst mal Pause macht, weil man mit dem Ergebnis der Ausschreibung der nächsten Phase nicht so recht zufrieden ist.
Während die SEV-Busse hier einigermaßen in Ruhe ihre Bahnen ziehen, muss man sich wohl mit dem Gedanken vertraut machen, dass ab dem kommenden Jahr zwar wegen ruhender Bauarbeiten Züge fahren könnten, dies aber nicht tun, weil nun das Personal für die Stellwerke fehlt – denn diese sollten ja gerade durch die Umstellung auf neue Stellwerkstechnik ersetzt werden. Ob man noch genug Leute und Ersatzteile für die Alttechnik findet, muss nach den Erfahrungen andernorts stark bezweifelt werden.
Das Motto müsste demzufolge lauten: Egal, wir ziehen das jetzt durch. Dafür bräuchte es freilich Führungspersonal mit Rückgrat. Aber die werden von Frau Palla ja gerade alle auf links gedreht. Wieder mal hat die Umorganisation des Konzerns (die wievielte eigentlich?) absoluten Vorrang vor den Kernaufgaben, sprich Bauen und Fahren.
Wir am und im Harz jedenfalls müssen wohl in den kommenden zwei bis drei Jahren ganz tapfer sein.
Michael Reinboth
Viele Grüße
Burkhard Breme
Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz"
37431 Bad Lauterberg
E-Mail: burkhard.breme@suedharzstrecke.de
Internet: http://www.suedharzstrecke.de
Bürgerreporter:in:Bernd Jackisch aus Bad Lauterberg im Harz |
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