863. Newsletter Südharzstrecke
Neustart im Fahrgastbeirat - Holpriger Betriebsstart nach Ende der Streckensperrungen

1. Südniedersachsen: Neustart im Fahrgastbeirat des ZVSN (Stand 22.10.2025)
2. Süd- und Westharzstrecke: Holpriger Betriebsstart nach Ende der Streckensperrungen (Stand 25.10.2025)

Hallo liebe Eisenbahn-, ÖPNV- und SPNV-Interessierte!

1. Südniedersachsen: Neustart im Fahrgastbeirat des ZVSN

(Stand 22.10.2025)
Der Fahrgastbeirat des Zweckverbands Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) hat eine neue Führung gewählt. Gerd Aschoff, der auch Vorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN Südniedersachsen ist, übernimmt den Vorsitz. Sein Stellvertreter ist Hermann Schlieker, Vorsitzender des Sozialverbands Deutschland (SoVD) im Landkreis Holzminden und Vertreter der Sozialverbände der Landkreise Göttingen, Holzminden und Northeim.

Die bisherigen Amtsinhaber Andreas Zeitz und Markus Osterhoff hatten aus persönlichen Gründen auf eine weitere Amtszeit verzichtet. „Wir danken ihnen ausdrücklich für ihr Engagement“, betont Michaela Becker, stv. ZVSN-Verbandsgeschäftsführerin.

Sie hebt die besonderen Herausforderungen hervor: „Trotz begrenzter finanzieller Mittel setzen wir gezielt Verbesserungen um, wie beispielsweise mit der Einrichtung der Landesbuslinie 450 von Herzberg nach Braunlage. Damit stärken wir die Attraktivität des regionalen ÖPNV.“

„Der Fahrgastbeirat will in Zeiten knapper öffentlicher Kassen dafür sorgen, dass die Belange der Fahrgäste nicht unter den Tisch fallen“, erklärte Gerd Aschoff, der das Gremium bereits in der Gründungsphase 2022-2024 geleitet hatte. „Wir wollen Angebotsverbesserungen für den ländlichen Raum vor allem dort, wo Verknüpfungen mit dem Schienenverkehr und Stadtbussen das Gesamtsystem ÖPNV für die Fahrgäste attraktiver machen.“ Hier sehe das ehramtlich tätige Gremium den ZVSN mit dem neuen Nahverkehrsplan auf einem guten Weg. Wichtig seien auch der Erhalt des Deutschland-Tickets und die Verhinderung unangemessen hoher Fahrpreise im VSN-Tarif.

Hermann Schlieker ergänzt: „Als Stellvertreter möchte ich die Perspektive von Menschen mit Behinderungen stärken und dafür sorgen, dass Mobilität für alle zugänglich ist. Mögliche Verbesserungen, etwa bei den Haltestellen, sollten zügig umgesetzt werden.“

Der zehnköpfige Fahrgastbeirat setzt sich aus Vertretern von Verbänden und engagierten Einzelpersonen zusammen. Er versteht sich als Bindeglied zwischen Fahrgästen und dem ZVSN, der als öffentlicher Aufgabenträger den Linienbusverkehr in den Landkreisen Göttingen, Holzminden und Northeim organisiert.

Kontakt: fahrgastbeirat@zvsn.de

2. Süd- und Westharzstrecke: Holpriger Betriebsstart nach Ende der Streckensperrungen

(Stand 25.10.2025)

„Höchste Eisenbahn“ meint es, wie der Name ja schon sagt, im Grunde gut mit der Eisenbahn. Allerdings nehmen die Ereignisse, die uns an einer gedeihlichen Zukunft dieses Verkehrsmittels im Südharz zweifeln lassen, inzwischen überhand.

Die Wiederaufnahme des Zugverkehrs am 25.10.2025 zwischen Northeim (bzw. Ellrich) und Nordhausen einerseits und Braunschweig (bzw. Gittelde-Bad Grund) und Herzberg nach Ende einer einwöchigen baubedingten Sperrung beider Strecken geriet und gerät jedenfalls gründlich daneben.

Mit „holprig“ ist das, was sich auf den Südharzer Schienen seit Samstagfrüh abspielt, noch sehr zurückhaltend formuliert. Kein einziger Zug ist pünktlich unterwegs, die Verspätungen reichen von 10 bis 20 oder mehr Minuten. Als Folge gehen natürlich jede Menge Anschlüsse in die Brüche. Nicht unbedingt in Nordhausen, denn in Richtung Halle fährt ja weiterhin nichts außer Bussen. Aber doch überall dort, wo Busse auf Züge warten, es aber bei diesen massiven Verspätungen nicht können. Ganz offensichtlich hat es mit der rechtzeitigen Umstellung der Bahnübergänge nicht geklappt. Man kann – Stand Samstagmittag – nur hoffen, dass sich der Betrieb wenigstens bis Montagfrüh wieder so weit einspielt, dass Pendler und Schüler wieder pünktlich fahren können.

So gerät Reisen mit der Eisenbahn einmal mehr zu einem Glücksspiel und einer Geduldsprobe. Immerhin war man beim Aufstellen neuer Signale nicht allzu geizig. Wo zwischen Bad Sachsa und Walkenried bislang eines genügte, stehen nun, freilich noch lange nicht nutzbar, deren fünf, und eines liegt noch bereit. Was bedeuten kann, dass man die Strecke zwischen Herzberg und Walkenried auch weiterhin auf beiden Gleisen in beiden Richtungen befahren können wird. Je eines wird vielleicht für die künftige Signalisierung des dann ja nicht mehr personell bedienten Bahnübergangs am Walkenrieder Bahnhof erforderlich sein. Imposant und dynamisch jedenfalls wirkt es durchaus.

Wobei den Fahrgästen im Moment ein pünktlicher Zug deutlich mehr Freude bereiten würde.

Michael Reinboth

Viele Grüße

Burkhard Breme

Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz"

37431 Bad Lauterberg

E-Mail: burkhard.breme@suedharzstrecke.de
Internet: http://www.suedharzstrecke.de

Bürgerreporter:in:

Bernd Jackisch aus Bad Lauterberg im Harz

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