VORHARZ - WANDERUNG
Von der Welterbestadt Quedlinburg zum Kleinem Kamel

Furt an der Schafsbrücke (Bode)
35Bilder

Bei frühlingshaften Wetter hatten sich einige Wanderinnen und Wanderer  des Harzklub Zweigvereins Quedlinburg an dem Hochwasser - Denkmal in der Quedlinburger Brühlstraße eingefunden. Das Hochwasser - Denkmal erinnert uns an das letzte große Hochwasser in Quedlinburg. Am 30.12.1925 stand fast die gesamte Altstadt von Quedlinburg unter Wasser. Dies war auch ein Anlass über einen Hochwasserschutz für die, an dem Harzfluss Bode gelegenen, Orte ernsthaft nachzudenken. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstand schon der Wunsch nach einem Hochwasserschutz. In den 30 -er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde das Projekt des Talsperren - System der Bode ausgearbeitet. Durch den 2. Weltkrieg wurden die vorbereitenden Arbeiten an dem Talsperren - System unterbrochen. 1952 wurde die Arbeiten wieder aufgenommen. Am 3. Oktober 1959 konnte die Rappbodetalsperre in Betrieb gehen. Neben dem Hochwasserschutz besteht ihre Aufgabe, durch das angeschlossene Wasserwerk, Millionen von Menschen in Mitteldeutschland mit Trinkwasser  zu versorgen. Zu dem Talsperrensystem der Bode gehören allein 6 Talsperren. Die 106 m hohe Staumauer der Rappbodetalsperre ist die höchste Talsperre in Deutschland und mit einem Fassungsvermögen von 113 Mio m³ Wasser auch die größte Talsperre  Deutschlands. Durch das angeschlossene Pumpspeicherwerk kann zusätzliche Energie bereitgestellt werden. 

Brühl - Altenburgwarte - Gesichtsstein - Eselsstall - Rastplatz am Rennplatz 

Nach der Begrüßung und Vorstellung der geplanten Wanderung durch den Wanderleiter, dem Wanderführer Manfred Böhm ging es zuerst durch den Brühl, einen an der Bode gelegenen Park. Der Park besteht vorwiegend aus Laubwaldbäumen. Im Park befinden sich aber auch größere Bestände von Bärlauch. Leider mussten wir feststellen, dass dort verbotenerweise Bärlauch - Knollen ausgegraben wurden. Nachdem wir den Brühlpark hinter uns gelassen hatten, ging es hinauf zur Altenburg. Die Altenburg ist ein Teil des Quedlinburger Stadtwaldes. Der aus Sandstein bestehende Höhenzug zieht sich in nordwestlicher Richtung bis zur Ortschaft Westerhausen hin. In dem Sandsteinhöhlen unterhalb  der Altenburg war während des 2. Weltkriegs der Halberstädter- und auch der Quedlinburger Domschatz eingelagert. An den Höhlen vorbei führte uns ein schmaler Pfad hinauf zum  Plateau der Altenburg. Hier befindet sich eine der einstmals 11 Warten von Quedlinburg. Bis auf die Hammwarte hatten alle Warten - Turmwächter Sichtkontakt zum  Wächter auf dem Turm der Marktkirche. Bei Gefahr durch feindliche Heerhaufen und Räubern konnten die Bürger von Quedlinburg  rechtzeitig gewarnt werden. Durch den Einsatz des  Quedlinburger - Warten - Vereins, konnten 3 Warttürme für die Öffentlichkeit wieder hergerichtet werden. Nach der Besichtigung der Altenburgwarte wanderten wir durch den Kieferwald zu dem Gesichtsstein. Er wird auch als der Schösserkopfstein und der Rufer bezeichnet. Einst befand sich der aus Sandstein bestehende Monolith an einer anderen Stelle in der Quedlinburger Feldflur. Auf der kleinen Anhöhe, auf der sich jetzt der Gesichtsstein befindet, legten wir eine kleine Pause ein, bevor es weiter zum Eselstall ging. In dem Flurstück, das sich etwa 500 m weiter westlich befindet, gab es bis zum 2. Weltkrieg eine Ausflugsgaststätte mit dem Namen Eselstall. Wir aber wanderten in westlicher Richtung weiter zum Rastplatz am Rennplatz. Hier wurden früher Pferderennen und ab den 50-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Motocross - Veranstaltungen durchgeführt. An dem Rastplatz am Rennplatz legten wir unsere Mittagspause ein.

Bornholzwegsiedlung - Kleines Kamel - Grüntal - Wipertistraße - Brühlstraße

Nach der Pause verließen wir den Quedlinburger Stadtwald und wanderten, an einer Kleingartenanlage vorbei, in südlicher Richtung weiter, bis wir auf den Weg Bornholzwegsiedlung trafen. Dieser Weg gehört zu den Wegen deutscher Kaiser und Könige im Mittelalter im Harz. Etwa parallel dazu verläuft die Westerhäuser Straße. Zwischen den beiden Straßen bzw. Wegen befinden sich ein schmaler bewaldeter Höhenzug, der sich bis zur Stadt Quedlinburg hinzieht. Auf dem Höhenzug, eine Sandsteinrippe aus der Zeit der Unterkreide,  befinden sich mehrere Sandsteinfelsformationen. Ein größerer Felsen davon ist das Kleine Kamel. Wir aber wanderten  auf dem Weg Bornholzwegsiedlung in östlicher Richtung weiter. Bevor wir den Bornholzweg erreichten, bogen wir nach rechts in südlicher Richtung ab. Auf dem Feldweg kamen wir an einem der nördlichsten gelegenen Weinbergen Deutschlands vorbei. Schon nach ca. 300 m bogen wir nach links - in südlicher Richtung - in den Grüntalsweg ein. Vorbei an schmucken Einfamilienhäusern erreichten wir den Bornholzweg. Auf ihm wanderten wir bis zum Abzweig Mühlenworthweg. Über den Mühlenworthweg, die Wipertistraße und den Hüttenweg gelangten wir wieder zur Brühlstraße. Ein herzliches Dankeschön für die ca. 12 km lange schöne Wanderung geht an unseren Wanderführer Manfred Böhm. Da wir unmittelbar an dem historischen Wipertifriedhof vorbei gekommen sind, habe ich meinen Beitrag mit ein paar Bildern von dem sehenswerten Friedhof ergänzt.

Bürgerreporter:in:

Gerd Horenburg aus Aschersleben

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

18 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.