HARZ WANDERUNG
Sternhaus - Bärweg - Bremer Teich - Bärendenkmal - Große Teufelsmühle - Lange Allee - Sternhaus

Sternhaus - Archivbild
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Der Ausgangspunkt für eine Winterwanderung des Harzklub Zweigverein Ballenstedt  war das, an der Landstraße 243 gelegene, Sternhaus. Dieses Sternhaus befindet sich im Unterharz im Landkreis Harz in Sachsen - Anhalt. Ab dem 17. Jahrhundert wurde in Deutschland auch die aus Frankreich stammende Parforcejagd betrieben. Für die Jagd per Pferd wurden kilometerlange Forstwege benötigt. So wurden auch im Harz derartige Wege angelegt. An dem Schnittpunkt dieser Wege wurde für die Unterkunft der Jäger eine Jagdhütte errichtet. Aus einer dieser Jagdhütten entstand die beliebte Waldgaststätte  Sternhaus. Noch heute gibt es vom Sternhaus 5 schnurgerade, kilometerlange Forstwege.

Bärweg - Selketalbahn - Bremer Teich - Bärendenkmal - Teufelsmühlen - Lange Allee

Die Leitung der Wanderung hatte der Wanderfreund Dr. Frank Kalder übernommen. Die Temperaturen lagen etwas über dem Gefrierpunkt, sodass es bei eingeschränkter Sicht teilweise leicht taute. Auf dem Hinweg benutzten wir den Bärweg. Nach ein paar hundert Metern erreichten wir die Selketalbahnstrecke. Diese Schmalspurstrecke (100 cm) wurde von dem Harzort Gernrode aus beginnend ab 1886 errichtet und ständig erweitert. Nach der jahrzehntelange Unterbrechung, bedingt durch Reparationsleistungen nach dem 2. Weltkrieg  an die Sowjetunion, hat  die Selketalbahn wieder Verbindung mit der Harzquerbahn und demzufolge auch zur Brockenbahn. Zwischen dem Bärweg und der Langen Allee befindet sich der Haltepunkt Sternhaus - Ramberg der Selketalbahn.  Auf der Strecke kommen Dampflok betriebene Züge sowohl auch Triebwagen zum Einsatz. Schon bald erreichten wir das ehemalige Forsthaus Spiegelhaus. Von dort ging es etwas bergab zum Bremer Teich. Dieser Harzteich wurde zur Versorgung der umliegenden Bergwerke mit Wasserkraft am Ende des 18. Jahrhunderts  errichtet. Bereits zu DDR - Zeiten befand sich an dem Bade- und Anglerteich ein Campingplatz. Am Damm des Bremer Teiches befindet sich eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Vom Bremer Teich ging es auf dem Bärweg in Richtung Viktorshöhe immer stetig bergauf. Nach gut einem Kilometer machten wir einen kurzen Halt am Bärendenkmal. Der Gedenkplatte können wir entnehmen, dass dort Ende des 17. Jahrhunderts im anhaltinischen Forst der letzte Bär geschossen wurde. Dabei ist vielleicht  interessant zu wissen, dass sich in knapp 4 km die damalige anhaltische - preußische Landesgrenze  befand. Zahlreiche Grenzsteine markieren noch heute den Grenzverlauf. Vom Bärendenkmal wanderten  in nordwestlicher Richtung weiter. Bald erreichten wir die, vom  Haferfeld nach  Friedrichsbrunn führende, Rambergstraße. Nach gut 100 m verließen wir diesen Forstweg um auf dem Bärweg - jetzt auf einen schmalen Wanderweg - zur Viktorshöhe zu gelangen. Viele Jahrzehnte befand sich auf der Bergkuppe die beliebte Waldgaststätte Viktorshöhe. Doch leider überlebte sie die politische Wende nicht. Sie ist zu einem Lost Place geworden. Um uns den traurigen Anblick derselben zu ersparen, verließen wir bereits an der Kleinen Teufelsmühle den Bärweg. An der Kleinen Teufelsmühle hatten wir mit fast 550 m NN den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht.  Bei der Kleinen  - wie auch der Großen Teufelsmühlen handelt es sich um Felsformationen aus Ramberggranit. Die einzelnen, unregelmäßigen Granitblöcke sehen aus als ob sie dort aufgeschichtet wurden. Da dies nur der Teufel gemacht haben konnte, ist es nicht schwer die Herkunft des Namen für die Mühlen zu erraten. Um dies noch einfacher zu machen, gibt es die entsprechenden Sagen gleich dazu. An der Großen Teufelsmühle legten wir unsere Mittagspause ein. Wie auch am Bärendenkmal gibt es auch hier eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Die Art der Verwitterung der Granitblöcke ist unter die Namen Wollsackverwitterung oder auch Matratzenverwitterung bekannt. Über dem Rambergweg erreichten wir, jetzt immer bergab, die Lange Allee. Auf ihr überquerten wir nach 1,8 km die Bahngleise der Selketalbahn. Da die Lange Allee schnurgerade verläuft, konnten wir bereits von dort  unseren Ausgangspunkt, das Sternhaus erkennen. Nach etwa 400 m erreichten wir wieder den Parkplatz am Sternhaus. Für die etwa 10 km langen Wanderung möchte ich mich bei dem Wanderleiter recht herzlich bedanken. Meinen Beitrag habe ich wieder mit Bildern aus meinen Archiv ergänzt.

Bürgerreporter:in:

Gerd Horenburg aus Aschersleben

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