HARZKLUB ZWEIGVEREINE = 35 JAHRE PARTNERSCHAFT
Treffen der Partnervereine Clausthal Zellerfeld und Quedlinburg

Partie auf dem Münzenberg
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Im Jahre 1886 wurde in Seesen im Harz der Harzklub gegründet. In der Folge entstanden viele  Zweigvereine im ganzem Harz und auch außerhalb des Harzes wie z.B. in Hannover und Magdeburg. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Zweigvereine in der damaligen sowjetischen Besatzungszone von seitens der Behörden aufgelöst. Nach dem Fall der Mauer trafen sich, einem Aufruf einer Zeitung folgend, Wanderer aus West und Ost, am 3. Dezember 1989 vor der Brockenmauer. Sie forderten gemeinsam die  Öffnung dieser Mauer. Ich denke, man kann dies als die Geburtsstunde vieler neuer Zweigvereine auf dem Gebiet der, damals noch bestehenden, DDR bezeichnen. So wurde auch in Quedlinburg ein neuer Zweigverein gegründet. Als Partnerverein unterstützte der Zweigverein Clausthal - Zellerfeld aus Niedersachsen den neu gegründeten Zweigverein Quedlinburg in der DDR mit Rat und Tat. Auch eine finanzielle Unterstützung erfolgte durch den Partnerverein. Durch die Zusammenarbeit entstand eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden Zweigvereinen, die nach 35 Jahren noch immer Bestand hat. Zur Aufrechterhaltung dieser Freundschaft findet jährlich ein Partnertreffen statt. Die Ausrichtung dieser Treffen erfolgt im Wechsel. Das Treffen zum Bestehen der 35 - jährigen Partnerschaft lag in den Händen des Vorstandes des Zweigvereins Quedlinburg. 
Mit einer leichten Verspätung konnte der Vorsitzende des Zweigvereins Quedlinburg, Olaf Eiding, die Gäste aus Clausthal - Zellerfeld auf dem Parkplatz "An den Fischteichen" in der Welterbestadt Quedlinburg recht herzlich begrüßen. Unser erstes Ziel war die etwa 600 m entfernte Aegidii Kirche. Da unser Vorsitzender auch als Gästeführer in der Stadt Quedlinburg tätig ist, konnte er uns auf dem Weg zur Kirche viel Interessantes über die, zum Teil noch mittelalterliche, Stadt berichten.

Aegidii Kirche

An der Aegidii Kirche erwartete uns bereits der Gästeführer Thomas Loch, der auch im Förderkreis der alten Kirche tätig ist. Erstmals wurde die, nach dem Heiligen Aegidius benannte, Kirche im Jahre 1179 urkundlich erwähnt. Die Kirche mit ihrem Friedhof befindet sich außerhalb der Stadtmauern Quedlinburgs. Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Verstorbenen direkt neben der Kirche auf dem Friedhof begraben. Einige bemerkenswerte Grabmäler sind noch heute vorhanden. Besonders auffällig ist das Ziegerische Grabmal, dass unmittelbar mit der dreischiffigen gotischen Hallenkirche verbunden ist. Nach der Besichtigung des Friedhofes führte uns Thomas Loch in die evangelische Kirche. Ein Förderkreis hat sich die Aufgabe gestellt, die alte Kirche, die zu DDR Zeiten, da sie ja außerhalb des Stadtkerns liegt, sich selbst überlassen war, zu erhalten und zu nutzen. In der zum Teil schon renovierten Kirche finden regelmäßig Konzerte und auch Gottesdienste statt. Besonders zu erwähnen ist, dass die Kirche neben dem Hauptschiff auch ein Querschiff besitzt. Abgeschlossen werden die "Schiffe" durch ein Tonnengewölbe. Nach den Erklärungen und Erläuterungen durch Thomas Loch, für die mich herzlich bedanken möchte, machten wir uns auf dem Weg zum ehemaligen Wasserhochbehälter auf dem Münzenberg.

Wasserhochbehälter - Sternwarte - Münzenberg

Auf dem etwa 1 km langen Weg durch die Altstadt von Quedlinburg erfuhren wir von unserem Vorsitzenden vieles Wissenswertes über das alte Quedlinburg. Besonderes Augenmerk legte er auf die mittelalterlichen Stadtbefestigung mit seinen Wallanlagen. So berichtete er auch über den Schreckensturm. Dieser Turm wurde jahrhundertelang als Kerker genutzt. Auf dem Weg zum ehemaligen Wasserturm konnten wir einen Blick auf die Häuser des Münzenberges werfen. Wie uns der Vorsitzende des Sternwarte Quedlinburg e.V. Hendrik Brücke, in seinem Vortrag  informierte, konnte der Verein, den nicht mehr genutzten Wasserhochbehälter der Stadt Quedlinburg, erwerben. Dem personenstarken Verein gelang es, den Hochbehälter trocken zu legen und für Veranstaltungen nutzbar zu machen. Zu einer Sternwarte gehört natürlich auch ein Teleskop. Durch glückliche Umstände kam der Verein in den Besitz eines gebrauchten Kuppel. Diese Kuppel konnte auf den ehemaligen Wasserhochbehälter aufgesetzt werden und ein Teleskop dort aufgestellt werden. Somit war eine perfekte Sternwarte entstanden.
In dem Hochbehälter war eine lange Tafel für die Teilnehmer des Partnertreffens aufgestellt. Auf der Stirnseite befand sich ein warmes und kaltes Büffet mit entsprechenden Getränken. Nachdem wir alle Platz genommen hatten, begrüßte unser Vorsitzender, Olaf Eiding, nochmals alle Anwesenden recht herzlich. Er erinnerte an die lange Tradition dieser Partnerschaft.  Vom neuen Vorsitzenden des Zweigvereins Clausthal - Zellerfeld, Wolfram Haeseler, wurden die Grüße erwidert. Im Anschluss daran  wurde das reichhaltige Büfett eröffnet. Nach der angeregten Mittagspause machten einige Wanderfreunde einen Spaziergang zum nahe gelegenen Münzenberg. Auf ihm befinden sich nur mittelalterliche Gebäude. Einstmals gab es dort oben auch das St. Marien Kloster. Von dem Kloster selbst ist außer den Kellern, die zum Museum   St. Marien auf dem   Münzenberg  gehören, nicht viel übrig geblieben. Von der Klosterküche ist noch ein bemerkenswerter Schornstein erhalten. Das Portal des Klosters ziert heute den Eingang zur Wipertikirche. Nach einem Rundgang durch das Museum kehrten wir zur Sternwarte zurück. Im Anschluss  an dem Vortrag von Hendrik Brücke hatten wir die Gelegenheit bis oben in die Kuppel der Sternwarte zu klettern. Von dort hatten wir, wie schon zuvor am Münzenberg, einen wunderschönen Blick auf die Stadt Quedlinburg mit seiner Stiftskirche auf dem Schlossberg. Nun war es an der Zeit, sich zu verabschieden. Unser Vorsitzende geleitete die Gäste aus Clausthal - Zellerfeld noch bis zum Parkplatz. Ich möchte mich bei all denen bedanken, die zum  gelungene Partnertreffen beigetragen haben. Diesen Beitrag habe ich mit Bildern aus meinem Archiv ergänzt.

Bürgerreporter:in:

Gerd Horenburg aus Aschersleben

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