HARZ WANDERUNG
Schlossteich - Dachsteich - Margarethenschlucht - Schirm - Armer Heinrich - Buttlars Grab - Glockenteich
- Schloss Ballenstedt im Herbst
- hochgeladen von Gerd Horenburg
Der Wanderführer des Harzklub Zweigvereins Quedlinburg, Manfred Böhm, hat zu einer Wanderung in den Ostharz eingeladen. Der Treffpunkt war die Alte Kreipe am Stadtrand der ehemaligen Residenzstadt Ballenstedt. Nach der Begrüßung und Vorstellung der Wanderroute durch den Wanderleiter ging es durch das Tor am Fürstenweg in den Schlosspark. Hier wanderten am Schlossteich vorbei in Richtung des Hirtentors. Am Hirtentor angekommen, wählten wir den zum Röhrkopf führenden Weg. Nach ein paar hundert Metern erreichten wir eine Weggabelung. Von dort wanderten wir, am Großen Dachsteich vorbei, in südwestlicher Richtung weiter. In der Margarethenschlucht ging es leicht bergauf. Nach diesem Anstieg trafen wir auf den fast waagerecht verlaufenden Meiseberger Weg. Dieser gut ausgebaute Forstweg stellt ein Teilstück des im Jahre 2020 eröffneten Albrechtsweg dar.
Albrechtsweg - Schirm
Der Graf Albrecht der Bär wurde um 1100 geboren und starb am 18. November 1170. Er stammte aus dem Hause der Askanier. Er war der Graf von Ballenstedt, der Markgraf der Lausitz und der Nordmark. Auch war er Graf von Aschersleben und Anhalt. Er war der Gegenspieler des Braunschweigers Heinrich des Löwen. Er gilt als Begründer von Berlin und Anhalts. Der ihm zu Ehren geschaffene über 17 km lange Albrechtsweg führt über 12 Stationen und 70 Wegmarken von Ballenstedt zu der Burg Anhalt im Selketal. Auf dem Albrechtsweg erreichten wir nach ca. 3 km den Schirm. Dieser Schirm stellt den Kreuzungspunkt mehrerer im 18. Jahrhundert angelegten Wege dar. Sie wurden extra für die Parforcejagd, also der Jagd mit dem Pferde angelegt. Die an Kreuzungspunkten angelegten Jagdansitze wurden auch Schirme genannt. An diesem Schirm legten wir unsere Pause ein. Neben Sitzgelegenheiten und der Informationstafel befindet sich dort auch eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel.
Armer Heinrich - Buttlars Grab
Nach der Pause wanderten wir jetzt in nördlicher Richtung zum nahen Sühnekreuz Armer Heinrich weiter. Dieses Steinkreuz soll um 1500 errichtet sein. Über den "Armen Heinrich" gibt es eine große Anzahl von unterschiedlicher Sagen. Auf alle Fälle soll er ein zwischen Ballenstedt und Harzgerode hin und her pendelnder Bettler gewesen sein, der dort an der Sumpfwiese zum Armen Heinrich zu Tode kam. In seinem Mantel soll eine große Anzahl von Golddukaten eingenäht gewesen sein. Von dem Sühnekreuz wanderten auf dem Neuen Weg in südwestlicher Richtung weiter. Bald trafen wir auf einen in nördlicher Richtung führenden Forstweg. Diese Weg führt direkt zur Alexanderstraße ( B185) . An dieser Wegkreuzung wählten wir den, fast parallel zur Alexanderstraße in nordöstlicher Richtung verlaufenden, Forstweg. Nach ca. 2 km erreichten wir die, sich an der Alexanderstraße befindliche, Gulaschkanone. Nachdem sich einige von uns dort gestärkt hatten, ging es hinunter zu Buttlars Grab. Dort befindet sich mitten im Wald das Grab einer Hofdame aus dem Ballenstedter Schloss. Von dort aus es ging ein paar hundert Meter nur bergab. Unten im Amtsmannstal angekommen, wanderten wir, am Glockenteich, an dem Gedenkstein für Gustav Adolf (König von Schweden) und am Schlossteich vorbei, bis zum Parkplatz an der Alten Kreipe. Für die rund 12 km lange schöne Wanderung möchte ich mich recht herzlich bei dem Wanderführer Manfred Böhm bedanken. Für diesen Beitrag habe ich teilweise Archivbilder verwendet.
Bürgerreporter:in:Gerd Horenburg aus Aschersleben |
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