REGEN - WANDERUNG HARZ
Osterteich - Bückeberg - Bückemühle - Stiftskirche - Elementarschule - Kuckuck - Osterteich

auf der ehemaligen  Bahntrasse
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Der Osterteich bei Gernrode war der Treffpunkt für eine Wanderung des Harzklubs Zweigvereins Quedlinburg. Bei regnerischem Wetter machte wir uns unter der Leitung des Wanderführers Manfred Böhm auf dem Weg. Nach ein paar hundert Metern in Richtung Rieder erreichten wir eine alte Bahntrasse. Vor ein paar Jahren wurde aus der stillgelegten Bahntrasse ein betonierter Rad - und Wanderweg. Er verläuft teilweise parallel zu dem, von Ballenstedt nach Gernrode führenden, Fürstenweg. Auf der ehemaligen Bahntrasse wanderten wir in Richtung Bahnhof Gernrode. Nach der Überquerung der Landstraße L242 ging es hinauf zum Bückeberg. Diese Erhebung verläuft ca. 1,5 km in nordwestlicher Richtung. Der Bückeberg besteht hauptsächlich aus Kalkstein, dieser wurde in früheren Jahren  in Steinbrüchen abgebaut.  Auf dem  Bückeberg gibt es nur eine spärliche Vegetation. Von dem Kammweg hatten wir eine schöne Aussicht auf die Harzorte Gernrode  und Bad Suderode. Aufgrund der Regenschauer war die Sicht stark eingeschränkt. Über einen schmalen Wanderstieg ging es hinunter zur  Straße "Am Bückeberg". Auf ihr wanderten wir in südöstlicher Richtung weiter. Bald kamen wir an der historischen Gaststätte "Zur Bückemühle" mit dem Bückemühlenteich vorbei. Da uns die Wetter - App weiteren Regen zum Mittag ankündigte, beschloss der Wanderleiter, die Wanderung abzukürzen. Anstatt, wie geplant in Richtung Bad Suderöder Kurpark weiterzuwandern, wanderten wir nun auf der Straße "Am Bückeberg" zurück nach Gernrode.

Stiftskirche -Elementarschule - Kuckuck

Nach der Überquerung der Landstraße L242 erreichten wir nach ca. 200 m  die St. Cyriakus Stiftskirche Gernrode. Unser Wanderleiter gab uns dort einen kleinen Überblick über den, im Jahre 961 begonnen, Bau des Kanonissenstiftes in Gernrode. Der Marktgraf  Gero war zeitweise die rechte Hand von Otto I.  Auf seiner Burg ließ er die Stiftskirche und weitere Gebäude errichten. Die erste Äbtissin wurde seine verwitwete Schwiegertochter Hathui. Noch während des Baus der Stiftkirche verstarb am 20.05.965 der Marktgraf Gero. Er wurde in der Vierung der Stiftskirche bestattet. Eine Gero - Tumba, also ein, einem  Sarkophag ähnliches, Denkmal mit einer Steinplatte wurde an dieser Stelle errichtet. Die Kirche ist mit einer  Ost- und einer Westapsis versehen. Unter der Ostapsis befindet sich eine dreischiffige Krypta. Die Stiftskirche wurde im Laufe der Jahrhundert mehrfach umgebaut. Im Jahre 1870 wurde die Stiftskirche umfassend renoviert und weitgehendst in den romanischen Ursprungszustand zurück versetzt. Im Mittelalter wurden z.B. zusätzliche  Emporen in das Kirchenschiff eingebaut. Bereits im Jahre 1080 wurde eine Nachbildung des Heiligen Grabes errichtet. Damit ist es die älteste Nachbildung nördlich der Alpen. Seit dem Jahre 1989 wird zu Ostern ein Osterspiel in der Stiftskirche mit Einbeziehung des Heiligen Grabes durchgeführt. Da die 250 Plätze im Kirchenschiff schnell besetzt sind, ist ein frühes Erscheinen des, um 6:00 Uhr beginnenden, Osterspiels angebracht. 
Nachdem wir die Stiftskirche verlassen hatten, ging es weiter zur Elementarschule von Gernrode. Das trapezförmige Ensemble besteht aus 3 Gebäuden mit einem Innenhof. Das ehemalige Schulgebäude befand sich nach 1989 in einem baufälligen Zustand. Es sollte schon abgerissen werden. Dank der umfangreichen Arbeit des 1998 gegründeten Kulturvereins "Andreas Poppenrodt" e. V. konnte es der Nachwelt erhalten bleiben. Hier finden viele unterschiedliche Kulturveranstaltung statt. Ein Klassenraum wurde in dem Zustand um 1900  versetzt. Da die Elementarschule vormittags geschlossen hat, wanderten wir weiter bis zum Gelände der Harzer Uhrenfabrik.
Gleich am Anfang wurde wir von dem weltgrößten Wetterhaus begrüßt. Daneben befindet sich der Biergarten der Gaststätte "Zum Kuckuck". Direkt anschließend befindet sich die größte Kuckucksuhr außerhalb des Schwarzwaldes. Sie hat die stattliche Höhe von 14,50 m bei einer Breite von 7,00 m. Das Ziffernblatt hat einen Durchmesser von 2,20 m. Zur vollen Stunde erscheint der Kuckuck und begrüßt seine Zuschauer  entsprechend der Stundenanzahl  mit entsprechenden Anzahl von fröhlichen Kuckucksrufen. Vom Kuckuck gelangten wir über einen sehr gepflegten Friedhof und der Mauerstraße zum Kurpark von Gernrode. Hier befindet sich eine bogenförmige Aussichtsstelle. Von dort oben hatten wir noch einmal einen schönen Blick auf Gernrode und  im Hintergrund mit Bad Suderode. Auch der, dem Ort vorgelagerte, Bückeberg ist deutlich erkennbar. Über dem Schwesternweg erreichten wir wieder den Osterteich mit dem, sich anschließenden, Parkplatz. Trotz der Regenschauer war es wieder eine, etwa 8 km lange, schöne Wanderung. Unser Wanderleiter, Manfred Böhm, verstand es wieder einmal, aufgrund der Wetterlage,  operativ eine teilweise völlig andere, aber auch  sehr interessante und lehrreiche, Wanderung durchzuführen. Dafür mein herzlichen Dank. Zur Vervollständigung meines Berichtes habe ich 12 Bilder aus meinem Archiv meinem Bericht angefügt.

Bürgerreporter:in:

Gerd Horenburg aus Aschersleben

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