HARZ - WANDERUNG
EISFELDER TALMÜHLE - TEICHTAL - BIRKENMOOR - CHRISTIANENHAUS - EISFELDER TALMÜHLE
- hochgeladen von Gerd Horenburg
Der Parkplatz an der Eisfelder Talmühle war der Ausgangspunkt einer Wanderung des Harzklub Zweigvereins Quedlinburg. Die Leitung der, durch die vielen Höhenmeter, doch anspruchsvollen Wanderung lag - wie fast immer - in den Händen des Wanderleiters Manfred Böhm. Der Bahnhof, der 1898 in Betrieb genommen wurde, war ein Gemeinschaftsbahnhof der Nordhausen - Wernigeroder Eisenbahn (Harzquerbahn) und der Gernroder- Harzgerode Eisenbahn (Selketalbahn). Nach der Verstaatlichung beider Eisenbahngesellschaften im Jahre 1945 wurden die beiden Strecken einschließlich der Brockenbahn von der Reichsbahn betrieben. Als Reparationsleistungen wurde 1945 der Streckenabschnitt Straßberg - Stiege zurückgebaut. Erst im Jahre 1983 konnte dieser Streckenabschnitt wieder in Betrieb genommen werden. Der, durch den Mauerbau am 13.08.1961, unterbrochenen Zugbetrieb auf den Brockengipfel, konnte am 12.09.1991 wieder aufgenommen werden. Alle drei Strecken werden heute von den Harzer Schmalspubahnen betrieben. Für Eisenbahnfreunde werden mehrmals im Jahr auf den 1.000 mm breiten Schmalspurstrecken Doppelausfahrten mit Dampflokzügen in Alexisbad und an der Eisfelder Talmühle durchgeführt.
Eisfelder Talmühle - Birkenmoor - Eisfelder Talmühle
Nach der Begrüßung und der Einstimmung auf die Wandertour durch den Wanderleiter, ging bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt bei leichten bis mittleren Nebel unsere Wanderung los. Parallel zu den Bahngleisen wanderten wir auf einem schmalen Wanderstieg zuerst in nördlich, später in nordöstlicher Richtung. Bald trafen wir auf einen Forstweg, der uns am Ufer der Bere hinauf zum Underberg führte. Durch den Nebel waren die Betriebsanlagen des Steinbruchs Underberg kaum erkennbar. Seit über 100 Jahren wird hier das Harzer Grauwackengestein abgebaut und über Brechanlagen zu bestimmten Größen verarbeitet. Verwendet wird es hauptsächlich als Zusatzstoff für den Straßenbau (Asphalt). Mit Schotterzügen wird die Grauwacke nach Nordhausen über die Harzquerbahnstrecke gebracht. Etwa in Höhe des Hartsteinwerkes bogen wir in das Teichtal ein. Auf dem südöstlich verlaufenden Forstweg kamen wir an mehreren Teichanlagen vorbei, bevor wir die Birkenmoorsiedlung erreichten. An dem Rastplatz legten wir eine Pause ein. Immerhin hatten wir vom Parkplatz bis zum Rastplatz über 175 Höhenmetern überwunden. Damit hatten wir auch das Birkenmoorplateau erreicht. Nach der Pause wanderten wir jetzt in südwestlicher Richtung weiter. Schon nach wenigen hundert Metern verließen wir den, durch die Birkenmoorsiedlung führenden, Totemannstalsweg. Nach etwa 2 km erreichten wir das Christianenhaus. Hierbei handelt es sich um eine ehemalige Waldgaststätte. Heute befindet sich das ganze, zu der Gaststätte gehörende, Areal in Privatbesitz. Kurz hinter dem Christianenhaus überquerten wir das Große Merkelsbachtal. Von nun ging es über mehrere, dem Gelände angepasst, kurvenreich verlaufende Forstwege wieder hinunter ins Beretal. Nach gut 11 km bei ca. 460 Höhenmetern erreichten wir wieder den Parkplatz. Leider wurde uns durch den vorherrschenden Nebel die Aussicht auf die Harzgipfel -wie den Brockengipfel und den Wurmberg - verwehrt. Meinen herzlichen Dank geht für die, trotz des Nebels wunderschöne Wanderung, an unseren Wanderleiter Manfred Böhm. Ein paar Bilder aus meinem Archiv habe ich hinzu gefügt.
Bürgerreporter:in:Gerd Horenburg aus Aschersleben |
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