Feuerwehrübung bei Schulte Hartchrom in Oeventrop: Komplexes Szenario fordert Einsatzkräfte heraus

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Am Samstag, den 30. Mai 2026, fand auf dem Gelände der Firma Schulte Söhne (Hartchrom) in Oeventrop eine groß angelegte Feuerwehrübung statt. Das realitätsnahe Szenario stellte die Einsatzkräfte vor eine anspruchsvolle Lage mit mehreren parallelen Schadensereignissen, darunter ein Unfall auf dem Firmendach, ein Entstehungsbrand sowie ein Gefahrstoffaustritt im hinterenWerksbereich.
Zu Beginn der Übung wurden routinemäßige Wartungs- und Lagerarbeiten simuliert, für die die Brandmeldeanlage außer Betrieb genommen worden war.
Während Arbeiten an der Lüftungsanlage kam es zu einem angenommenen Unfall, bei dem eine Person bewusstlos auf dem Dach liegen blieb. Gleichzeitig entwickelte sich ein Entstehungsbrand.
Ein Mitarbeiter setzte sofort den Notruf ab und wurde aufgrund der belastenden Situation später durch ein Team der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) betreut.
Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte – dem Löschzug Oeventrop, Löschgruppe Rumbeck, der Drehleiter der Wache 2 sowie dem B-Dienst – wurden umgehend Maßnahmen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingeleitet.

Die verletzte Person wurde über die Drehleiter gerettet und medizinisch versorgt.
Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht und abschließend mit einer Wärmebildkamera überprüft werden.
Während diese Maßnahmen noch liefen, ereignete sich im hinteren Bereich des Firmengeländes ein weiterer simulierter Unfall. Beim Abladen eines LKW stürzte ein IBC-Behälter mit 96-prozentiger Schwefelsäure vom Gabelstapler und wurde beschädigt. Rund 600 Liter der ätzenden Flüssigkeit liefen aus und reagierten sichtbar rauchend auf dem Boden. Eine Person befand sich im Gefahrenbereich und kam mit der Säure in Kontakt. Ein weiterer Mitarbeiter alarmierte die Einsatzkräfte, geriet jedoch unter Schock und lief zurück zum Unfallort, um seinem Kollegen zu helfen.
Die Einsatzleitung veranlasste daraufhin eine umfangreiche Nachalarmierung, darunter der Löschzug Arnsberg, die ABC-Einheit der Stadt Arnsberg, Dekon-Komponenten, sowie den Fernmeldedient. Mehrere Trupps unter Chemikalienschutzanzügen führten die Menschenrettung durch und brachten die Betroffenen zum Dekontaminationsplatz. Insgesamt wurden drei verletzte Personen gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.
Zusätzlich wurden Drohneneinheiten zur Lageerkundung, ein RTW zum Eigenschutz sowie das Havarieteam der Firma Lobbe fiktiv angefordert.
Für die rund 80 Einsatzkräfte wurde zudem eine fiktiv alarmierte Verpflegungskomponente eingerichtet.Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie komplex und dynamisch Einsatzlagen in Industrieunternehmen sein können. Die beteiligten Kräfte arbeiteten eng und professionell zusammen, um die verschiedenen Szenarien zu bewältigen.
Löschzugführer Timo Spiegel lobte im Anschluss die hervorragendeZusammenarbeit aller eingesetzten Einheiten und betonte, wie wichtig solche Übungen für die Sicherheit der Bevölkerung seien.
Auch der stellvertretende Wehrführer Kai Spiegel zog ein äußerst positives Fazit: Die Übung habe gezeigt,dass die Feuerwehr Arnsberg und die unterstützenden Einheiten im Ernstfall schnell, abgestimmt und zuverlässig handeln können. Beide dankten allen teilnehmenden Kräften für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, an einem solchumfangreichen Übungsszenario mitzuwirken.
Presseteam Feuerwehr Stadt Arnsberg
Markus Schneider

Bürgerreporter:in:

Ronald Frank aus Arnsberg

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