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Konrad Mitterhuber - Ein Aichacher Urgestein und Naturfreund wurde 85 Jahre alt.

ja so hat er mal ausgschaut der Herr Schwager
 
Konrad Mitterhuber
Im Familienkreis und mit vielen Freunden feierte Konrad Mitterhuber am Mittwoch, den 06. Apr. 2011 seinen 85. Geburtstag im Gasthaus Gutmann in Ecknach. Gäste von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Aichach-Friedberg und Fotokollegen des Fotoclubs Aichach vervollständigten den Gratulantenreigen .

Am 6. April 1926 in der Aichacher Kunstmühle geboren, wurde ihm das Müllerhandwerk quasi schon in die Wiege gelegt. 44 Jahre übte er den Beruf aus und erhielt 1987 das silberne Ehrenzeichen vom bayerischen Müllerbund für 40 Jahre Tätigkeit in der Aichacher Kunstmühle.

2008 feierte der Jubilar mit seiner Frau Helga noch die Diamantene Hochzeit, diese Geburtstagsfeier durfte die Ehefrau jedoch nicht mehr erleben, sie verstarb 2010.
Die drei Kinder Edeltraud, Charlotte und Karl-Heinz haben Mitterhuber zum 4-fachen Großvater und 2-fachen Urgroßvater gemacht. Tochter Charlotte fasste das Leben ihres Vaters in einem Gedicht zusammen, das heiter und zugleich auch nachdenklich bzw. etwas wehmütig stimmte. Zur lustigen Dia-Show mit Bildern vom feschen Jüngling bis zum „gstandnen“ Mannsbild sprach Urenkelin Sarah das Vorwort und erinnerte ihren „Uri“ und die Gäste an die vielen Urkunden, Auszeichnungen, Ehrungen und Anerkennungen, die Konrad Mitterhuber zurecht erhalten hat.

1954 kaufte er sich die erste Kamera trat bei den Naturfreunden ein. Bereits damals war er seiner Zeit voraus, und hat sich für Umweltschutz, sowie den Erhalt seltener Pflanzen und Tiere eingesetzt. Um z.B. seltene Orchideen zu fotografieren, war keine Fahrt zu weit, kein Berg zu hoch und in 30 Jahren Mitgliedschaft beim Fotoclub Aichach hat so mancher in Sachen Flora vom „Konrad“ Unterricht erhalten.

Die Naturfreunde waren Mitterhubers zweite Heimat, das belegen 50 Jahre Naturfreunde- und Ehrenmitgliedschaft, davon 30 Jahre lang erster Vorstand und 40 Jahre Hüttenwirt. Unter seiner Regie wurde die Hütte am Grubet/Aichach mit Wasser und Strom versorgt und 1969 mit einem Anbau erweitert. Sein Wissen weiter zu vermitteln war ihm ein großes Anliegen und die vielen Diavorträge und Ausflugsfahrten in Moore, Berge, Flora und Fauna wurden von den Mitgliedern immer gerne angenommen. 1974 wurde das Engagement mit einer Ehrenurkunde vom TVDN gewürdigt.
Besonders am Herzen lag Konrad Mitterhuber die Rettung des Silberbrünnls mit seiner einzigartigen Flora, dafür erhielt er den Umweltpreis vom Landkreis Aichach-Friedberg.
Außerdem war er 35 Jahre lang im Naturschutzbeirat.
Zwei Filme entstanden auch unter Mitterhubers Regie, um die Schönheit des Paar- und Weilachtals und alter Mühlen festzuhalten.

Bei den Naturfreunden auch im Wintersport aktiv, bekam der ehemalige Vorstand 1981 die Urkunde für besondere Verdienste im Sport vom Landkreis Aichach-Friedberg.

Von 1960 bis 1966 war Konrad Mitterhuber im Aichacher Stadtrat und wurde erst kürzlich für 50 Jahre SPD-Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Der Auszeichnungen nicht genug: 1978 erhielt er die Bundesverdienstmedaille der BRD, 1986 die Bürgermedaille in Silber von der Stadt Aichach und die Verdienstmedaille in Silber vom Landkreis Aichach-Friedberg.
Für 135 mal Blutspenden wurde vom Roten Kreuz die goldene Ehrennadel verliehen.

Ganz „nebenbei“ wurde 1960 mit viel Eigenleistung ein Haus gebaut, zu dem natürlich ein Steingarten gehört, der mit großer Liebe gepflegt wird. Mit 73 Jahren hat sich Konrad Mitterhuber den Traum vom eigenen Museum verwirklicht und freut sich, wenn nach Anmeldung jemand die Leidenschaft als Sammler von Mineralien, altem Handwerk und vielem mehr, mit ihm teilt und fachsimpelt.

Flohmärkte, Mühlentage, Müllerstammtisch und Mineralienausstellungen gehören noch immer zu den Steckenpferden Konrad Mitterhubers, auch wenn er manchmal schlecht zu Fuß ist und seine Aktivitäten nicht mehr so „gach“ sind. Das Schlusswort der Urenkel lässt ihn hoffen, dass der Samen zur Liebe von Fauna und Flora aufgegangen ist: Lieber Uri, wir wissen nicht, ob wir das alles erreichen, aber Jonas und ich (Sarah) werden uns anstrengen.






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