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Standesgemäß Einkleiden fürs Mittelalter - Historische Markttage werfen ihre Schatten voraus

  Für eine Reise ins Mittelalter gilt es viele Vorkehrungen zu treffen. Das beginnt bei der standesgemäßen Kleidung und endet bei der Auswahl des erlauchten Teilnehmerkreises.

Wer bei den historischen Markttagen vom 11. bis 13. September in Aichach mittendrin sein will und nicht nur dabei, der kommt um das passende Tuch nicht herum. Die Stadt hilft bei der Suche nach dem richtigen Outfit. An drei Terminen werden die entsprechenden Stoffe verkauft und Schnitte gereicht. Auch sonst laufen die Vorbereitungen im Info-Büro bereits auf Hochtouren. Das Organisationsteam um Marianne Breitsameter hat insgesamt 200 Bewerbungen zu sichten. Für etwa 150 Angebote ist Platz.

Bevorzugt werden natürlich die Teilnehmer aus der Stadt und dem Umland berücksichtigt. Marktmeisterin Breitsameter ist insgesamt zufrieden mit der Resonanz der Mittelalterreisenden. Sie freute sich besonders über zahlreiche Anmeldungen für die geplante Nacht der Gaukler und Spielleute. Auch hier gilt es allerdings angesichts der Vielzahl auszusortieren. Zudem wird man sich nicht alle Offerten leisten können. Denn erstaunt musste man im Info-Büro feststellen, dass die Gagen in den vergangenen drei Jahren zum Teil doch erheblich gestiegen sind. Das Mittelalter erneut zwischen den Toren der Stadt zum Leben zu erwecken, wird jedoch kein Problem sein. Die Organisatoren können unter 200 Bewerbern auswählen. Mehr wie 150 werde man wohl nicht unterbringen. Als nächstes ist es nötig, die Plätze zu vergeben. Die Gespräche mit den größeren Lagern laufen bereits. Trotz der zahlreichen Bewerber sei man für ausgefallene Ideen aber weiterhin noch zu haben, verspricht Marianne Breitsameter.
Auch sonst läuft’s: Die Eintrittsbuttons sind bestellt. Diesmal werden sie eine neue Form haben. Mit 25 000 Besuchern rechnet die Stadt. Weitere 2000 Buttons werden für die Aktiven hergestellt. Der Eintritt ist die Sache der Torwachen. Die hat man bereits gefunden. Mit einer Ausnahme: Der kleine Eingang im Bereich Spital/Badgässchen ist noch nicht besetzt. Hier wird nach einer kleinen Gruppe oder größeren Familie gesucht, die diese Aufgabe übernehmen möchte. 50 Cent je Ticket verbleiben übrigens bei der Wache. Noch in den nächsten Wochen ist zudem laut Breitsameter ein Gespräch mit den Kindergärten und Grundschulen wegen der Gestaltung des Kinderspectaculums geplant. Nach Abwägung verschiedener Gesichtspunkte wird dieses wieder im Spitalgarten stattfinden. Eine Beaufsichtigung der Kinder ist hier eher gegeben und sie sind auch besser im Festgeschehen miteingebunden.

Wer noch nicht eingedeckt ist, der kann sich die standesgemäße Kleidung in den nächsten Wochen zulegen. An den beiden Samstagen, 31. Januar und 7. Februar, jeweils von 9 bis 12 Uhr sowie am Donnerstag, 12. Februar, von 17 bis 19 Uhr werden im Spital Stoffe und Schnitte zum Selbstkostenpreis verkauft. Pro Gewand ist mit 30 bis 40 Euro zu rechnen. Es handelt sich um einfache Gewänder, weil es seinerzeit natürlich überwiegend einfaches Volk gab wie Bäuerinnen und Bauern. Die Bekleidung für die Frau besteht aus einem Unterkleid und einem Überkleid sowie einer Kopfbedeckung wie Stirnband, Haube oder Schleier. Der mittelalterliche Mann trägt eine enge Hose, ein Hemd mit Kapuzenmantel und ebenfalls eine Kopfbedeckung. Wer Interesse an Stoffen und Schnitten hat, soll sich vor den Ausgabeterminen im Info-Büro des Rathauses, Telefon 08251/9020, anmelden.
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