Kopfhörer auf und genießen
Niedersächsische Musikalben, die man mal gehört haben sollte

Crown of Creation: „Real Life“ (1994)
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Die Zeiten haben sich geändert. Früher spielten bei der Jugend Schallplatten und CDs eine große Rolle. Der Markt war unermesslich. Tauschbörsen, manuelle Mitschnitte aus Musikprogrammen der angesagtesten Radiosender, Soundcheck-Abende, Diskussionen über Neuerscheinungen im Freundeskreis – all das schwindet immer mehr. Damit schwindet auch immer mehr die Erinnerung an die großen Zeiten der niedersächsischen Musikbands in den achtziger und neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Alle Bands, die damals einmal eine oder mehrere Silberlinge produziert haben, stellten stets neben dem Willen, das Bestmögliche aus der eigenen Musik herauszuholen, auch immer den Wunsch nach vorne, mit einer Zäsur am Musikmarkt zu überzeugen. Es war stets das gewisse i-Tüpfelchen. Und heute verblassen die Spuren. Grund genug, einmal den Versuch zu starten, eine kleine Übersicht, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben kann und auch nur subjektiver Betrachtung unterworfen ist, zu präsentieren. Ein wenig Hilfe bei der Recherche leistet neben dem 2006 veröffentlichten Niedersächsischen Musiklexikon Wikipedia – die freie Enzyklopädie. Ein Blick in eine CD-Box mit interessanter Musik aus der Heimat.

1. Crown of Creation: „Real Life“ (1994)
Real Life ist das Debütalbum der hannoverschen Synthpop-Gruppe Crown of Creation, das am 21. Februar 1994 von Frank Suchland (ContraPunkt), Bückeburg, veröffentlicht wurde. Es war Rick J. Jordans letzte CD-Produktion, bevor er gemeinsam mit H. P. Baxxter die Band Scooter gründete. Das Album wurde von Rick J. Jordan und Martin Zwiener produziert und von Herman Frank, Rick J. Jordan und Jens Lüpke abgemischt. Christoph von Storch und Bernd Wullkotte spielten Gitarre, Silvia Lohmann Saxophon und Rick J. Jordan den Moog-Synthesizer.
Die Songs:
1. Empty Life
2. Poison
3. Story of Life
4. Running to the Top
5. My Story
6. No Time to hesitate
7. Memory
8. No Problem
9. Running to the Top Rick J. Jordan Extended mix
10. Ohne ein Wort
11. Mister of the Beat
12. Liberation
13. Frustsong
2. Cetu Javu: „Southern Lands“ (1990)
Southern Lands ist das Debütalbum der Synthpop-Gruppe Cetu Javu, das am 1. Januar 1990 von ZYX Records veröffentlicht wurde. Aufgenommen und abgemischt wurde es in den Hansa-Tonstudios, Berlin, außer „Situations“, „Have In Mind“ und „Quién Lo Sabía?“. Diese Songs wurden aufgenommen von Jan Nemec im Studio M in Hannover und remixed in den Hansa-Tonstudios in Berlin. Produziert wurde die CD von der Band gemeinsam mit Matthias Härtl. Die Band bestand aus Chris Demere, den Brüdern Stefan und Torsten Engelke und Javier Revilla Diez und spielte einst im Vorprogramm der britischen Band Erasure.
Die Songs:
1. Southern Lands
2. Love Me
3. Oye
4. Words Without Thoughts
5. So Strange
6. Get It
7. Situations
8. Bad Dreams
9. Have In Mind
10. Quién Lo Sabía?
11. Fight Without A Reason
12. Adonde
3. Celebrate the Nun: „Meanwhile“ (1989)
„Meanwhile“ ist das am 12. Juni 1990 veröffentlichte Debütalbum der hannoverschen Band Celebrate the Nun, aus der 1993 Scooter hervorgegangen sind. Als Singles wurden die Songs „Ordinary Town“, „Will You Be There“ und „She‘s a Secretary“ ausgekoppelt, zur Band gehörten damals neben Sänger H.P. Baxxter Rick J. Jordan, Britt Maxime und Slin Tompson. Produziert wurde das Album von Peter Siedlaczek.
Die Songs:
1. Ordinary Town
2. My Jealously
3. Will You Be There
4. Maybe Tomorrow
5. Don’t You Go
6. She’s a Secretary
7. Cry No More
8. Stay Away
9. Could Have Been
10. So
11. Unattainable Love
12. Strange
4. Fury in the Slaughterhouse: „Mono“ (1993)
„Mono“ ist das vierte Studioalbum der populären Rockband Fury in the Slaughterhouse. Das Album wurde ursprünglich im November 1993 über SPV und Slaughterhouse Records und 1994 über RCA Records erneut veröffentlicht, wodurch die Band ein internationales Publikum erreichte. Produziert wurde das Album von Jens Krause in den Peppermint Park Studios in Hannover.
Die Songs:
1. The Brainsong
2. Generation Got Its Own Disease
3. Dead Before I Was Born
4. Radio Orchid
5. Waiting For Paradise
6. Haunted Head And Heart
7. When I‘m dead and gone
8. When God Goes Home
9. Friendly fire
10. Hell gets you nowhere
11. Money rules
12. In your room
13. Money Junkie
5. Primate Pookie: „eudaimonia“ (2001)
Primate Pookie, die Folk-Rock-Combo aus dem Landkreis Celle, gewannen den europaweiten Emergenza-Nachwuchswettbewerb. Ihre Eigenproduktion „eudaimonia“ zeigt eindrucksvoll, dass sie diesen Wettbewerb nicht ohne Grund gewonnen haben. Zur Band gehörten Harald Matern, Anna Ratsch-Heitmann, Matthias Fett, Felix Butzlaff und Hannes Ratsch-Heitmann.
Die Songs:
1. eudaimonia
2. Ain‘t this a Great Song?
3. o.a.p.c.t.
4. Psychedelic Muezzin
5. A Fool‘s Dream
6. The Day That I Die
7. Das Klarinettenstück
8. A Bailar
9. Experiences in B-Major
6. Hans-A-Plast: „Best of“ (1988)
Hans-A-Plast war eine Punkband aus Hannover, die 1978 von Jens Meyer, Micha Polten, Renate Baumgart und Bettina Schröder gegründet wurde. Wenig später stieß Annette Benjamin zur Formation, die mit ihrem Gesang die Gruppe entscheidend prägen sollte. Die Band gilt als Aushängeschild der Neuen-Deutschen-Welle-Zeit in Niedersachsen.
Die Songs:
1. Rock’n‘Roll Freitag
2. Monopoly
3. Lederhosentyp
4. Ich bin hungrig
5. Spielfilm 
6. Sicherheit 
7. Kurz und dreckig 
8. Hau ab du stinkst 
9. Sey Sex Sex
10. Mono-Ton
11. Für ‘ne Frau
12. Reicher Vati
13. Sacco di Roma
14. Machtspiel
15. O, O, O
16. Tuaregs
17. Polizeiknüppel
18. Ich zünd mich an
19. Menschenfresser
20. Rank Xerox
21. Es brennt
22. Barfuß in Scherben
23. Loreley
7. Heinz Rudolf Kunze: „Halt!“ (2001)
„Halt!“ ist der Titel eines 2001 erschienenen Albums des Musikers und Literaten Heinz Rudolf Kunze. Es erschien am 15. Januar 2001 auf WEA Records/Warner Music Germany GmbH.
Die Songs:
1. Fühlst du das
2. Pegasus
3. So tun als ob
4. Halt
5. Wo warn wir stehengeblieben
6. Jesus Tomahawk
7. Talk Show Schmutz
8. Murphys Gesetz
9. Ophelia
10. Sie müssen mich nicht mögen
11. Abschied muß man üben
12. Bist du zufrieden jetzt
11. Gehen
8. Los Tumpolos: „Lonely Planet“ (1996)
Los Tumpolos ist eine Rock-Pop-Band aus Hannover. 1996 erschien das zweite Album, „Lonely Planet“, bei der Plattenfirma SPV mit der Singleauskoppelung „Universe“.
Die Songs:
1. Lonely Planet (Reprise)
2. Universe
3. A Better Place on Earth (Y.A.R.E.)
4. Outta Space
5. Sleeping
6. Lonely Planet (Don't You Cry)
7. Rainmaker Lead
8. Vicious Venus
9. Lost In Time (Pictures Form My Life)
10. (Hey-Ho) Down By The Bay Lead Vocals
11. Girl, I’m Gonna Miss You
12. Fascination Generation Part Ⅱ
9. Marquess: Frenetica (2007)
Frenetica ist das zweite Studioalbum der Latin-Pop-Band Marquess. Es wurde am 29. Juni 2007 veröffentlicht und brachte zwei Singles hervor: „Vayamos Companeros“ und „You and Not Tokio“.
Die Songs:
1. Mañana
2. Vayamos Compañeros
3. En España
4. You and Not Tokio (feat. S.A.M.)
5. No importa
6. El temperamento
7. La discoteca
8. Puerta de la noche
9. Radio incredible
10. Todo bien Mariha (feat. Mariha)
11. Lo siento y adios
12. Dove ti porta
10. Scorpions mit Berliner Philharmoniker: Moment of Glory (2000)
„Moment of Glory“ ist ein Album der Hard-Rock-Band Scorpions in Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, einem der größten klassischen Orchester Deutschlands. Es erschien im Jahr 2000 und reiht sich als 18. reguläres Album in die Diskografie der Band ein.
Die Songs:
1. Hurricane 2000
2. Moment of Glory
3. Send me an Angel
4. Wind of Change
5. Crossfire (instrumental)
6. Deadline Sting Suite (instrumental)
7. Here in my Heart
8. Still loving you
9. Big City Nights
10. Lady Starlight
Literatur:
Matthias Blazek: Das niedersächsische Bandkompendium 1963–2003. Celle 2006, ISBN 978-3-00-018947-0.

Bürgerreporter:in:

Matthias Blazek aus Adelheidsdorf

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