Interview mit dem Osterhasen!
- Eigene Collage von unserer Oster-Deko.
- Foto: HaMa
- hochgeladen von HANS-MARTIN SCHEIBNER
Hallo, es ist soweit, bald beginnt die Osterzeit!
Mehr erfahrt ihr hier in unserem Interview mit dem Osterhasen!
Lieber Osterhase, wo wohnst Du eigentlich?
Zusammen mit allen Helfern wohne ich im Osterhasenwald auf der Osterhasen-Hasienda, der genauso versteckt liegt wie das Weihnachtsland. Dieser Wald liegt in einer anderen Dimension - im Land der Phantasie - und ist für Euch Menschen unerreichbar, wie auch das Weihnachtsland. Dort haben wir alles, was wir zum Leben brauchen. Wir sind alle Vegetarier.
Wenn nicht Ostern ist, bist du dann zu Hause oder im Urlaub?
Die meiste Zeit verbringen wir alle zusammen in unserem geliebten Osterhasenwald. Sehen kann man uns nicht, da wir unsichtbar sind wie unsere Freunde, der Weihnachtsmann und der Nikolaus, welche uns gerne dort besuchen. Anschließend erfolgt natürlich der Gegenbesuch im Weihnachtsland. Bei den Treffen essen wir dann zusammen Pilze, unsere Osterhasenspezialität "Möhrenkuchen", Honigkuchen und sonstige Leckereien, eben alles, was wir Osterhasen mögen und vertragen, aber unsere Gäste aber auch mal gern essen. Böse Zungen behaupten, wir würden im Frühjahr den Schneemännern ihre Möhrennasen klauen. Nein, so gemein sind wir nicht, zumal es im Osterhasenreich reichlich Möhren für alle gibt.
Erzählt man sich bei Euch Osterwitze?
Oh ja! Kommt der Osterhase mit einem Straußenei in einen Hühnerstall: „Meine Damen, ich will ja nicht meckern, aber schaut mal her, was woanders geleistet wird.“ - Woher weiß man, daß Möhren gut für die Augen sind? Hast du schon mal ein Kaninchen mit Brille gesehen? - Sagt ein Osterhase zum anderen: „Sag mal, glaubst du eigentlich an Hühner?“ - Zu welcher Musik tanzen Osterhasen am liebsten? Hip-Hop! - Warum solltest du einem Osterei niemals einen Witz erzählen? Weil es sich kaputt lachen könnte! - Zwei Hühner stehen vor einem Schaufenster und betrachten Eierbecher. Sagt das eine: "Schöne Kinderbetten haben die hier!" - Fragt der Psychiater den Osterhasen: "Haben sie Wahnvorstellungen?" Der Osterhase antwortet: "Ich? Nein, mich gibt es doch gar nicht."
Sind Osterhasen immer braun?
Meine Familie und ich stammen von den heimischen Feldhasen ab, nicht von den Kaninchen. Feldhasen sind sind immer braun, das Kaninchenfell kann auch andersfarbig sein. Weiße Osterhasen gibt es nicht - das sind die Schneehasen, welche im hohen Norden leben, dort, wo Nikolaus und Weihnachtsmann zuhause sind.
Hast du eine Hasenfrau und Kinder?
Der Osterhase gerät ins Schwärmen: ja, ich habe eine Frau, und die ist schön, habe 20 Kinder und reichlich Enkel, und alle wollen uns sehen. Da in der Osterhasenfamilie Geburtenkontrolle angesagt ist, werden wir nicht mehr, als die Natur es vorsieht. Die Hasenfrauen kümmern sich - wie meine Frau - in erster Linie um ihre Familie.
Woher weißt du, was die Kinder sich wünschen?
Telepathisch von den Kindern selbst oder von deren Eltern. Da Weihnachten und Ostern traditionell jedoch unterschiedliche Feste sind, so auch die Geschenke, ist der Osterhase für große Wünsche nicht zuständig. Diese Geschenke sind dann auch nicht von uns, sondern von den Menschen, denn dafür ist nicht nur unsere Kiepe zu klein, sondern auch unsere Hasenfarm. Diese großen Geschenke bringt der Weihnachtsmann mit seinem Rentierschlitten und verteilt sie an die Kinder - gerne auch mal durch den Kamin. Auch ist im Weihnachtsland viel mehr Platz als auf der Hasienda. Dafür sind besonders Ostereier und Schokolade meine Spezialität.
Woher bekommst Du die Schokolade?
Schokolade kommt nur deshalb in eure Nester, weil ihr Kinder sie so gerne mögt. Wir können sie nicht vertragen, und die Menschen essen auch zu viel davon. Die Osterwichtel stellen sie in unserer Schokoladenfabrik her, und die Elfen packen sie ein. Ursprünglich sind wir nur für die „echten“ Eier zuständig, und wir organisieren die Menge, die wir benötigen, seit Hasengedenken in Kooperation mit den Hühnern, unseren heimlichen Helfern. Jedes Jahr in der Vorosterzeit heißt es dann in allen Hühnerställen: "Flügel hoch, Eier her!", ein Spiel, daß bei bei Hühnern und Hasen gleichermaßen beliebt ist. Alle Hasen aus dem Osterhasenwald, mit weich gepolsterten Körben ausgerüstet, helfen beim Einsammeln der Eier. Bei den eingesammelten Eiern handelt es sich eh um eine Überproduktion. Wir toben und lachen miteinander und haben zusammen einen Heidenspaß. Dabei fliegen auch schon mal die Federn. Es sollen ja immer noch einige dumme Menschen glauben, wir würden die Ostereier in unserem Bauch produzieren und dann aus unserem Hintern pressen - da kommen nur Hasenkrümel raus, welche in der Tier- und Pflanzenwelt als Vitaminspender und Dünger äußerst gefragt sind. Ihre typische runde Form entsteht durch die spezielle Verdauung unserer Nahrung..
Woher kommen denn dann die vielen Osterleckereien und Ostereier in den Supermarktregalen?
Meine 100 Enkel sind während der Osterzeit äußerst übermütig und spielen gerne zusammen mit Trollen, welche gern einen Streich nach dem anderen aushecken, Cricket auf dem Rasen, natürlich mit allem, was der Osterhase für die Menschenkinder bereithält. Sie lieben aber auch Eierball und Eierweitwurf, und wo landet das alles? Richtig, in den Supermarktregalen! Aber Vorsicht - da können auch von Menschen produzierte Plagiate zwischen sein. Vor allem sind dies die in Staniol verpackte Osterhasen, welchen die Menschen genüßlich Beine, Ohren und sogar den Kopf abbeißen, um dann den Rest zu verzehren. Auch vor der Nachbildung von Wichteln, Küken, Marien- und Maikäfern, um sie dann aufzuessen, schrecken sie nicht zurück. Das ganze bei Euch Menschen so beliebte Osterzeuchs zum Dekorieren ist nicht von uns - das kommt meist aus China.
Wir hörten, die Eier würden sich für Euch in Schale schmeißen. Stimmt das, oder bemalt ihr sie selber oder benutzt gar eine Maschine, weil es doch so viele sind?
Wo habt ihr das denn gehört? Meine talentierten Helfer, welche alle die Osterhasenschule besuchen und im Bereich Eierfärben und Auftragen von Mustern Profis sind, bemalen sie, Mit dem Pinsel oder den Pfoten schaffen sie die reinsten Kunstwerke, und das machen alle sehr gerne. Eine Maschine benötigen wir hierfür nicht. Auch die Menschen versuchen sich diesbezüglich in der Färbe- und Bemalkunst, was ihnen ebenfalls oft recht gut gelingt.
Woher hast du die vielen bunten Farben zum Bemalen?
Das sind alles Naturfarben, doch Herkunft und Rezeptur sind Osterhasengeheimnis.
Das macht wohl alles sehr viel Arbeit?
Ja, wir sind schon froh, wenn uns die Menschen ein bißchen zur Pfote bzw. Hand gehen.
Wenn Du die Ostereier nicht draußen im Garten versteckst oder Kinder keinen Garten haben - wo versteckst Du sie dann?
Dann verstecke ich sie in der Wohnung, lieber aber draußen.
Wann verteilst Du die Ostereier und Geschenke?
Sobald es dunkel wird, mache ich mich mit meinen Gehilfen auf den Weg. Bis zum Morgengrauen müssen wir dann fertig sein, was wir bisher immer geschafft haben. Dann schlafen die Kinder noch. Eine Lampe benötigen wir nicht, da wir nachtsichtig sind – wir haben ja nicht umsonst den Spitznamen „Meister Lampe“. Außerdem wird Ostern stets am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond (erster Vollmond nach dem 21. März) gefeiert, also bei abnehmendem Mond. Dann ist es hell genug für mich und meine Gehilfen. Heimlich schauen wir den Kindern dann noch beim Eiersuchen zu - so teilen wir die Freude mit ihnen, sozusagen als Lohn für die viele Arbeit.
Die Erwachsenen lassen fragen, ob sie den Eierlikör vor oder nach dem Rauchen des Ostergrases trinken sollen?
Der Eierlikör wird am besten vor, während oder nach dem Dekorieren des Osterkorbs gekühlt genossen – ganz nach persönlicher Vorliebe. Das Ostergras sollte jedoch im Nest verbleiben, bis alle Eier aufgegessen sind. Anschließend gilt die Regel: Erst das Gras, dann das Glas.
Danke, lieber Osterhase, daß Du während der Hauptsaison soviel Zeit für uns hattest!
(c) Christel und Hans-Martin Scheibner
Bürgerreporter:in:HANS-MARTIN SCHEIBNER aus Xanten |
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