Flashmob ... Ostern in Hooksiel

Ein Aufruf von Radio - Abonga

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Zäune am Strand sollen fallen – Nordseebad Carolinensiel will künftig freien Strandzugang ermöglichen“
So titelt die Nordwestzeitung vom 10.03.2012 auf Seite 37

Weiter ist dort zu lesen, das Kai Koch - Geschäftsführer des Nordseebades - mit seinem Team an einem Konzept arbeitet, jedoch soll auch in Zukunft ein Strandeintritt erhoben werden. Wie die Nordseebad Carolinensiel – Harlesiel GmbH mitteilte sollen noch in diesem Jahr die Zäune am Strand Harlesiel abgebaut werden. Dennoch soll der Strandeintritt für Tagesbesucher weiterhin fällig sein. „Barrieren sind in der heutigen Zeit nicht mehr gewünscht – und die Zäune werden als Barriere wahrgenommen. Wir wollen uns der Weite der See öffnen.“ So der Geschäftsführer Kai Koch am Freitag. Seit Jahren hegen die Einheimischen und Ihre Gäste, dass die Zäune am Strand fallen. „Die Zäune stehen schon so lange, das Sie zur Gewohnheit geworden sind.“ „Ihr Vorteil ist, dass Sie einfache Kontrolle der Strandbesucher ermöglichen.“ „Aber klar ist, dass wir freien Zugang zum Strand haben werden“, so Koch. „Wir wollen für Carolinensiel - Harlesiel etwas Schönes schaffen, worauf Viele schon lange warten.“

Abonga findet, dass dieses Vorhaben nur Augenwischerei ist. Der Fall der Zäune hat in unseren Augen nichts mit dem freien Zugang zum Strand zu tun. Vielmehr ist es der klägliche Versuch, den einheimischen Küstenbewohnern zumindest ein wenig den politischen Wind aus den Segeln zu nehmen.

Unsere Forderung bleibt:

„Gegen Zaun und Strandgebühren. Freier Zugang zum Strand, für uns und unsere Gäste! Der Strand gehört uns!“

Auch die Grünen fordern eine Grundsatzentscheidung darüber, "ob das Recht der Bürger auf freien Zugang zur Natur und Landschaft nicht eigentlich Vorrang haben müsste gegenüber der Durchsetzung einer Abgabe, deren geringes Aufkommen keine Relevanz für den Landeshaushalt hat".

"Wir waren der Steuern von jeher frei, und ob ihr sie fordert, ist uns einerlei"
, heißt es in dem bekannten Gedicht "Pidder Lüng" von D.v. Liliencron. Damals schon ging es um Steuern für die Küstenbewohner und um freien Strandgang.

Nun will das Land Niedersachsen von den ostfriesischen Inselgemeinden noch mehr abkassieren, als bisher (WZ 8.3.). Dabei sollten die Strände an der Küste frei zugänglich für jeden sein, so wie es z.B. Landesgesetze in Schleswig Holstein und Mecklenburg-Vorpommern vorsehen. Auch dort gibt es allerdings Sondernutzungen mit Erhebung von Gebühren, aber es ist vorgeschrieben, dass die Nachbarstrände frei zugänglich und von Gleicher Qualität sein müssen.

Verschiedene Initiativen an der ostfriesischen Küste für einen freien Strandzugang gab es immer wieder, z.B. in der letzten Legislaturperiode des W'havener Rates; damals scheiterte ein entsprechender Antrag der Linken. Die Forderung fand aber breite Zustimmung in der Bevölkerung, vor allem der Bürger des Stadtnordens, denen gerade ihr Geniusstrand durch den Jade-Weser-Port abhanden gekommen war.

Was also tun? Das Land will mehr Steuern, die Inseln und Gemeinden leben vom Tourismus und wir, die wir hier wohnen, erheben die alte Forderung von Pidder Lüng auf einen freien Strandgang nicht nur für uns, sondern auch für alle unsere Gäste und Besucher!

Da die Durchsetzung dieser Forderung so einfach nicht sein wird, wie uns vergangene Versuche gelehrt haben, müssen wir uns organisieren. Und wie? Anfangen: Ostermontag 11.00 freier Strandgang in Hooksiel. Treffpunkt Aussenhafen. Damit könnten wir ja mal anfangen?!

Was meint ihr, wär das nicht ein sinnvoller Flashmob-Anlass?

Die Abonga Redaktion

Bürgerreporter:in:

Ewald Eden aus Wilhelmshaven

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