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Böckwitz-Zicherie, ein Dorf an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Wunderschöne Natur an der ehemaligen Grenze
Am 10.06.09 fuhren die Telekomsenioren mit dem Bus über Gifhorn nach Böckwitz-Zicherie.

Der Jahrstedter Ortsteil Böckwitz liegt unmittelbar an der Grenze zu Niedersachsen. Faktisch bildet es mit dem niedersächsischen Dorf Zicherie ein „Doppeldorf“.

Dieses war durch die ehemalige innerdeutsche Grenze etwa 40 Jahre lang geteilt. Bekannt wurde Böckwitz unter anderem dadurch, dass 1961 südlich des Ortes der westdeutsche Journalist Kurt Lichtenstein beim Versuch, mit Landarbeitern aus der DDR zu sprechen, erschossen wurde. Er war das erste Todesopfer an der Grenze nach dem Mauerbau in Berlin.

Die Teilung des Doppeldorfs Böckwitz/Zicherie wurde in der Bundesrepublik Deutschland als Beispiel der Unmenschlichkeit der Grenze thematisiert. So wurden Abbildungen von grenznahen Häusern der beiden Dörfer in Schulbüchern abgedruckt.

Hier besuchten wir zuerst das Landwirtschafts- und Grenz-Museum in Böckwitz.

Das Museumsgelände ist ein alter Bauernhof mit fachwerkgetreuen Scheunen, einem 2002 wieder aufgebauten Backhaus von 1911 und einem Bauerngarten, der nach früheren Richtlinien gestaltet wurde. In einem Seitenbauwerk befinden sich historische Geräte, Maschinen, Kleidungsstücke und andere typisch altmärkische Exponate. Eine Schmiede-, Küchen- und Schlafzimmerausstellung gehört ebenfalls zum Museumsareal.

Die Geschichte der Landwirtschaft und des Ortes werden hier dokumentiert.

Im Museum werden seit 1996 auf einer Fläche von etwa einem Hektar mehr als 10.000 Exponate der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In einer noch im Aufbau befindlichen Grenzausstellung werden Bild-, Wort- und sonstige Originaldokumente ausgestellt.

Nach der interessanten Besichtigung mit einem Zeitzeugen aus dem Ort wurden wir in der Scheune des Hofes mit Kaffee und Kuchen bewirtet.

Nach dem Kaffeetrinken besuchten wir den vom Museum betriebenen Grenzlehrpfad, der südlich von Böckwitz liegt. Dort gibt es einen original erhaltenen Grenzbeobachtungsturm sowie chronologisch gestaffelte Grenzanlagen, welche die geschichtliche Entwicklung der Absperrungen aufzeigen.

Nach der Besichtigung des Grenzlehrpfades fuhren wir zufrieden aber auch nachdenklich zurück nach Hannover.

Uns waren an diesem Tag noch einmal die schrecklichen Ereignisse der Deutschen Teilung vor Augen geführt worden.

Text teilweise aus WIKIPEDIA und dem Internet.
http://www.ndrtv.de/kulturreport/weit_ist_zicherie...
http://de.wikipedia.org/wiki/Böckwitz
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12 Kommentare
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Christiane Wolff aus Hannover-Wettbergen | 19.06.2009 | 17:05  
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Birgit Mauer aus Laatzen | 19.06.2009 | 17:49  
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Uta Kubik-Ritter aus Uetze | 19.06.2009 | 17:58  
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chris gunga aus Neustadt am Rübenberge | 19.06.2009 | 18:27  
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Uwehorst Birkholz aus Garbsen | 19.06.2009 | 18:48  
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Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen | 19.06.2009 | 20:16  
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Gertraude König aus Lehrte | 19.06.2009 | 20:21  
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Horst Schmiedchen aus Wennigsen | 19.06.2009 | 21:45  
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Willi Hembacher aus Affing | 19.06.2009 | 21:56  
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Horst Schmiedchen aus Wennigsen | 19.06.2009 | 22:06  
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Gertraude König aus Lehrte | 19.06.2009 | 22:47  
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rolf kaufmann aus Hannover-Mitte | 21.06.2009 | 15:27  
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