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1. PILGER - TOUR vom Kloster Wendhusen in Thale nach der Wipertikirche in Quedlinburg

das mitgeführte Pilgerkreuz auf der Pilgertour
Thale: Kloster Wendhusen | Eine Gruppe von Pilgern um das Pfarrerehepaar i. R. Claudia und Axel Lundbeck hatten sich getroffen, um an der 1. Pilgertour teilzunehmen. Das Ehepaar Lundbeck  war für die geistliche Begleitung zuständig. Der Historiker Heinz A.  Behrens von der Nordharzer Altertums Gesellschaft e. V. übernahm auf dieser Pilgertour die fachliche historische Führung. Dem Harzklub Quedlinburg wurde die Möglichkeit gegeben, an dieser Pilgertour teilzunehmen. Das Wendhusener Kloster wurde als ein adliges Kanonissenstift um 825 eingerichtet. Nachweisbar blieb bis 1519 das Kloster erhalten. Bereits im 15. und 16 Jahrhundert  gab es Prozessionen über Weddersleben nach der heutigen Welterbestadt Quedlinburg. Hierbei wurde ein Kreuz mit eingelassen Reliquien (Holzsplitter vom Kreuz Jesus) mitgeführt.  Nach einen einwöchigen Aufenthalt in Quedlinburg erfolgte die Rückführung der Reliquie in das Kloster Wendhusen.  Nach der Begrüßung und Einstimmung durch Herrn Behrens und dem Ehepaar Lundbeck  konnte die erste Pilgertour nach über 500 Jahren auf historischem Boden beginnen.
Mit Gesang und auch kleinen Erzählungen  wurde die Pilgertour von den Pilgerbegleiter Claudia und Axel Lundbeck ergänzt. Ganz voran wurde von jeweils einem Pilger/in das Pilgerkreuz getragen. Auf der historischen Straße nach  Weddersleben kamen wir auch an einem Teil der 20 km langen Teufelsmauer vorbei. Ein 35 km langer Teufelsmauer - Stieg verbindet die einzelnen bis zu 20 m hohen Sandsteinformationen. Sie bestehen aus verkieselten Sandstein und haben ein Alter von 120 Millionen Jahre. Da die Sonne es besonders gut, auf der fast schattenlosen Wanderung, mit uns meinte, legten wir an der Wedderslebener Kirche unter einem Kastanienbaum eine Pause ein. Im Glockenturm der St. Michaelis Kirche soll sich eine Glocke aus dem ehemaligen  Wendhusener Kloster befinden. Auf dem weiteren Weg nach Quedlinburg kamen wir auch an einem kleinen Bach, dem Jordan vorbei. Die Namensgleichheit mit dem Fluss in Israel benutzte Frau Claudia Lundbeck um auf die Taufe Jesus durch Johannes den Täufer zu erinnern. Ich denke, dass durch diese Taufe  der Grundstein für die christlichen Religionen gelegt wurde. Vorbei am Lausehügel  kamen wir zur Altenburg, dem Stadtwald von Quedlinburg. Über den Hüttenweg gelangten wir nach ca. 1,5 km an unser Ziel, die Wipertikirche in Quedlinburg. Zuvor besichtigten wir den Friedhof St. Wiperti.
Hier wurden, wie in den benachbarten St. Serivatii Friedhof, viele Familien - Gräber als Gruften im 18. und 19. Jahrhundert in den vorhandenen Sandstein des Kapellenberges angelegt. Die über 1.000 jährige Wipertikirche gilt als eine der letzten Überreste des ottonischen Königshofes. Der Besuch der Wipertikirche endete mit einem, auf der Pilgertour eingeübten, zweistimmigen Kanon und dem gemeinsamen Vaterunser. Nach meiner Meinung profitierte  ein jeder Mitwanderer von dieser 1. Pilgertour auf historischem Boden.
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