Konzertabend in der Gerebernuskapelle
Die Sopransängerin Yvonne Schlattmann trat auf
- hochgeladen von Hildegard van Hüüt
Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe 2026 bot der Förderverein zur Erhaltung der Gerebernuskapelle Sonsbeck der begnadeten Sängerin, Yvonne Schlattmann, vor wenigen Tagen ein drittes Mal eine einzigartige Bühne. Zu einem ersten Adventskonzert hatte der Förderverein die Sopransängerin bereits im Dezember 2024 in die malerische Kapelle auf dem Balberg eingeladen. Anfang Dezember 2025 begeisterte die Künstlerin ein großes Publikum ein weiteres Mal mit ihrer brillanten Stimme. Die Gäste zeigten ihre Begeisterung für dieses zweite Konzert, das Teil der Veranstaltungsreihe „Advent in der Gerebernuskapelle“ war, mit anhaltendem Beifall.
Auch das Publikum, das in der ersten Maiwoche dieses Jahres zu der Aufführung „Vertonte Literatur - Literatur wird zu Musik – das Buch zum Lied“ gekommen war, spendete kräftigen Applaus.
Wie in den Jahren zuvor hatte das Veranstaltungsteam die Kapelle für die diesjährige Aufführung in einen kleinen Konzertsaal verwandelt. Großzügig aufgestellte Stuhlreihen luden die ankommenden Besucher zum Sitzen ein, den vorderen Teil des Altarraums hatte das Team in einen Gemütlichkeit ausstrahlenden Leseraum umgestaltet.
In ihm agierten Rüdiger Schlattmann als Tontechniker, Elisabeth Hegmann-Boßmann, als 1. Vorsitzende des Vereins zum Erhalt der Gerebernuskapelle, und Vorstandsmitglied Janine Bekovic als Erzählerinnen, sowie Yvonne Schlattmann selbst als Sängerin. Hegmann-Boßmann trug die Texte, die die Sängerin aus verschiedenen Büchern zusammengestellt hatte, gefühlvoll vor, Bekovic wandte sich dem Auditorium immer wieder mit Fragen, die das Interesse erhöhten, zu, und Schlattmann ließ die Musikstücke mit ihrer außergewöhnlichen Stimme glasklar sowie raumfüllend erklingen.
Gleich der erste Song „Somewhere over the rainbow“, den der Komponist Harold Arlen zu dem von Lyman Fran Baum verfassten Buch „Der Zauberer von OZ“ geschrieben hatte, stieß bei dem Publikum auf begeisterte Resonanz. Zu Christian Andersens Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ hatte der Komponist Antonin Dvorak „Das Lied an den Mond“ geschrieben. Andrew Llyod Weber hatte zu Frederick Forsyths Buch „Das Phantom von Manhattan“ „das Lied „Love never dies“ komponiert. Einen krönenden Abschluss des Konzertteils bildete der Song „You’ll never walk alone“, das die Komponisten Reodgers/Hammerstein zu dem von Ferenc Molar geschriebenen Buch „Liliom“ geschrieben hatten. Insgesamt sieben Text-Musiktitel-Kombinationen sorgten mehr als anderthalb Stunden für höchstinteressierte Konzertgäste.
Nach jedem Song spendeten die Gäste der Sängerin begeistert Beifall, nicht mehr zu enden schien der Applaus nach dem Zugabetitel „Wonderful world“ von Louis Armstrong.
Sehr interessant fand das Publikum die Erklärungen, die Hegmann-Boßmann zu den Buchtexten und zu den Musiktiteln vortrug. Fragen wie „Welche Bücher inspirierten die Komponisten so, dass sie diese in Musikstücke verwandelten?“, „Welche außergewöhnlichen Geschichten und Schicksale stecken dahinter?“ und „Wer kannte wen?“ wurden vor jeden Part der Buch-Musiktitel-Kombination beantwortet.
Schon zwei Jahre hatte Schlattmann die Idee zu dieser Aufführung in der Schublade gehabt. Umso mehr war sie erfreut, als Hegmann-Boßmann auf Schlattmanns Bitte „Darf ich einen weiteren Konzertabend in der Gerebernuskapelle gestalten?“ mit dem Ausruf „Tolle Idee, das machen wir!“, reagierte. Die Idee zu dem Buch-Musiktitel-Projekt war Schlattmann durch eines ihrer Lieblingslieder „Addio del passato“ (zu Deutsch: die Kameliendame) gekommen.
Nach dem Konzert zeigte Schlattmann sich erfreut darüber, dass sie mit den großzügigen Spenden der Besucher mit zum Erhalt der Gerebernuskapelle beitragen konnte. Auch das Kompliment einer Besucherin aus Alpen „Sie singen die Lieder nicht nur, Sie leben sie!“, durfte Schlattmann zu ihrer Freude entgegennehmen.
Yvonne Schlattmann wird der Gerebernuskapelle als Teilnehmerin an weiteren musikalischen Veranstaltungen erhalten bleiben. Dessen dürfen sich die Sonsbecker sicher sein!
Bürgerreporter:in:Hildegard van Hüüt |
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