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Ungewöhnlich hoher Andrang beim Anfängerlehrgang Aikido in Sehnde

  Sehnde: Aiki-Dojo Sehnde | Der alljährliche Anfängerlehrgang des Aiki-Dojo Sehnde e.V. fand dieses Jahr vom 5.4.18 bis zum 26.4.2018 statt. Achtzehn Teilnehmer hatten sich angemeldet. Das war eine ungewöhnlich hohe Zahl von Anmeldungen, die den Verein definitiv vor gewisse Herausforderungen stellte. Die Anzahl der weiblichen und männlichen Kandidaten war ausgewogen, das Altersspektrum allerdings war ausgesprochen heterogen: während sich in der Kindergruppe Interessierte im Alter von 9 – 14 Jahren angemeldet hatten, wiesen in der Erwachsenengruppe die Anmeldenden ein Altersspektrum von 14 – 72(!) Jahren auf. „Im Aikido ist das kein Problem“ erklärte dazu Lehrgangsleiter Christian Fulda. Die Übungen seien zwar für alle gleich, aber in der Praxis nach den individuellen Fähigkeiten der Übenden ausgerichtet. Daher könnten Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, körperlichen Fähigkeiten und Vorwissen nicht nur die gleichen Übungen durchführen sondern sogar miteinander trainieren ohne dass einer dabei auf irgend etwas verzichten muss. Und in der Tat war gerade auf diesem Lehrgang beobachten wie sich Jung und Alt gemeinsam bemühten die für alle ungewohnten Übungen zu absolvieren.

Der kostenlose Lehrgang umfasste vier Einheiten à 90 Minuten, in denen die „Neuen“ bereits viele Aspekte des Aikido kennen lernen durften: Shikko (Kniegang), Thai Sabaki (eine Schrittfolge), Atemübungen sowie die unerlässliche Fallschule gehörten dazu genauso wie Wurf- oder Haltetechniken gegen verschiedene Angriffe wie Schläge, Fassen oder Würgen. Insgesamt neun verschiedene Halte- bzw. Wurftechniken konnten die Anfänger gegen diese Angriffe ausprobieren und zwar im Stehen sowie auch – für die Anfänger überraschend – auf den Knien. Die Übungen wurden durch den Lehrgangsleiter vorgeführt und erklärt und durch die Lehrgangsteilnehmer geübt. Dabei erwies es sich als sehr vorteilhaft, dass als Trainingspartner zahlreiche erfahrene Übungspartner des Vereins zur Verfügung standen. So konnten auch beim Üben auftretende Fragen immer sofort adressiert werden. Zusätzlich zum praktischen Teil gab es Hintergrundwissen in Form von Vorführungen, Buchempfehlungen (mit Gelegenheit Bücher während des Lehrgangs auszuleihen) und Videoempfehlungen. Letztere – frei zugängliche – Informationsquelle ist beim Lernen von Kampfkünsten besonders wichtig.

Klar wurde auch bei diesem Lehrgang, dass man beim Aikido keinesfalls in ein paar Stunden ein paar „Tricks“ oder „Kniffe“ lernt, mit denen man sich im Notfall verteidigen kann. Die Techniken sehen einfach aus, aber es ist erstaunlich wie schwierig sie sind, wenn man sie auspropiert. Und die Aktiven des Aiki-Dojo bestätigten das einmütig: man muss über viele Jahre intensiv üben um die Techniken effektiv einsetzen zu können, insbesondere mit der Eleganz und Souveränität, die dem Aikido eigen ist. Der ausgesprochen guten Stimmung während des Lehrgangs tat das jedoch überhaupt keinen Abbruch und alle Beteiligten hatten trotz aller Ernsthaftigkeit beim Trainieren eine Menge Spaß. Der Verein bedankte sich am Schluss bei den Teilnehmern mit einem kleinen Geschenk und durfte sich über drei Anmeldungen freuen.

Das Aiki-Dojo in Sehnde besteht seit über 30 Jahren. Das reguläre Aikido-Training findet Montags, Dienstags und Donnerstags statt – Anfängerlehrgänge finden ein- bis zweimal pro Jahr statt. Ein spezielles Training für Kinder findet Montags um 17:45 Uhr statt. Interessierte – gleich welchen Alters und Geschlechts – sind zum Zugucken oder Mitmachen immer willkommen. Neben Aikido werden als weitere Kampfkünste gelehrt: Arnis Kombatan, Kali Sikaran, Inosanto Kali, Panantukan, Maphilindo Silat, JunFan GungFu. Näheres unter http://www.aiki-dojo-sehnde.de.
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