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Wenn Maria nicht ja gesagt hätte...

  • Verkündigung. Glasfenster aus der Kirche in Taizè.
  • hochgeladen von Franz-Ludwig Ganz

Viele Kinder öffnen in auch diesem Advent Tag für Tag ein Türchen am Adventskalender. Wir singen „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“. Öffnen ist etwas ganz Wichtiges im Advent. Sich öffnen - weil Gott bei uns ankommen will. Doch Menschen können sehr verschlossen sein, manchmal wollen oder können sie sich nicht mitteilen. Manchmal sind sie zu sehr mit sich und ihren Plänen beschäftigt, so dass kein anderer Mensch, kein anderer Gedanke mehr Raum zu haben scheint.
Dann, ja dann überhören wir auch leicht SEINEN Anruf, dass er bei mir, bei Dir ankommen möchte.

Wenn er aber ankommt und ankommen darf, dann können wir uns plötzlich anders sehen, als wir es bisher von uns gedacht haben: Ein Mensch, auf den Gott sein liebendes Auge gerichtet hat, der ist nicht unbedeutend, der ist nicht mehr nur ein Rädchen im Getriebe, eine kleine Nummer: Er kennt mich beim Namen, er ist mit mir in meiner Lebensgeschichte, und die Geschichten mit Gott sind Heilsgeschichten.

Wenn wir es nur immer so erkennen könnten! Er, der mächtige Gott, kommt immer wieder anders, als wir es uns denken: Im Verborgenen und in der Stille klopft er bei uns an. Manchmal sind es sehr leidvolle Wege, die er uns gehen läßt - und erst im Rückblick erkennen wir, dass es Wege mit Gott waren, und wir können unser Ja dazu erst nachher sagen.

Fragen gehören mit zu diesem Weg. Jeder wird einmal oder öfter fragen, wie er denn seine persönliche Lebensgeschichte annehmen und bewältigen kann. Auch Maria fragt erstaunt, wie das denn wohl mit ihr und Gottes seltsamen Wegen gehen soll. Und sie hat dann trotzdem ihr JA gesprochen, ein Ja, dass uns allen so unendlich heilsam geworden ist.

Irgendwann ist es für jeden von uns Zeit, ein grundsätzliches Ja zu der Führung Gottes und zu seinen Plänen für und in meinem Leben zu sagen. Irgendwann ist es Zeit, nicht nur auf mein Planen und Denken zu bauen, sondern auch zu fragen, was Gott für mich vorgesehen hat.

Paul Weismantel hat es treffend so ausgedrückt:

Es ist Zeit,
mich von der Hand Gottes
berühren, führen
und stärken zu lassen.

Es ist Zeit,
mich vom Wort Gottes
ansprechen, betreffen
und leiten zu lassen.

Es ist Zeit,
mich von den Zusagen Gottes
ermutigen, heilen
und trösten zu lassen.

Es ist Zeit,
mich von den Anfragen Gottes
herausfordern, beunruhigen
und bewegen zu lassen.

Es ist Zeit,
mich von den Verheißungen Gottes
beeindrucken, prägen
und verwandeln zu lassen.
Es ist Zeit!

Leben ist adventliches Leben, und ein Ja-Sagen zu einem noch verborgenen Gott. Aber es ist auch ein Entdecken, dass er zu mir und meinem Leben ja gesagt hat ohne Wenn und Aber. Sein Ja zu mir geht meinem Ja zu mir und Gott voraus. „Du bist voll der Gnade, der Herr ist mit dir“: Der Gruß gilt Maria, die ihr JA gegeben hat, er gilt aber auch jedem einzelnen hier und heute und in jedem Augenblick seines Lebens.

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3 Kommentare

Danke, Franz-Ludwig. Du hilfst mir wieder ein Stück weiter...! Gelebte Ökumene im "Kleinen" :-)

Für mich ist das beste Gebet: Dein Wille geschehe in meinem Leben.
Das heisst, dass mein Denken und Planen von IHM geführt wird, dass ich darauf vertraue, dass er meine Schritte leitet.

Lieber Franz-Ludwig Ganz,

ihre Zeilen, nebst dem Gedicht von P. Weismantel, haben mich unvermittelt und direkt an der Stelle im Herzen angesprochen, wo sich auch für mich,
vor vielen vielen Jahren, die Frage gestellt hat: "Wie steht es mit deinen Glauben an Gott?" Da war ich schon zweifache Mutter und nicht mehr so ganz jung, um nicht schon mal ernsthaft über alles nachgedacht zu haben. Doch dann spürte ich,..." ja, ...es ist Zeit..., Zeit auch für mich"... endlich genauer hinzuhören. Ich wurde durch verschiedene Umstände genau dort hingeführt, wo Gott mich hinhaben wollte. Als Mensch, mit stupider katholischer Prägung, durfte ich ganz neu hinzulernen und als gläubige Frau, meine Erfahrungen machen. Ich begann erstmalig die Bibel zu lesen. Psalm 139 z.B., mit seinen wunderschönen Versen, ließ mich mit neuen Ohren hören und verstehen...
Das ist jetzt lange her, aber noch heute, wenn ich Zeilen - wie diese Botschaft von Ihnen lese - bin ich genau da im Herzen berührt, wo ich es
immer spüre, wenn Gott anklopf und reden möchte.

Gerne, sehr gerne, hätte ich Sie zum Freund. ( Bzgl. Ihre Detailangaben, rechte Seite im Kasten.)

Ich wünsche Ihnen und allen Lesern dieses Beitrags, frohe und gesegnete Weihnachten.

Heidi Kjaer aus Schongau.

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