Nikolaus - Ikonen in Recklinghausen
Ikonen sind Bilder, die uns die Heiligen vorstellen. Sie werden insbesondere in den orthodoxen Kirche in Osteuropa verehrt. Das Ikonen-Museum Recklinghausen beherbergt eine der größten und wichtigsten Ikonen-Sammlungen im deutschsprachigen Raum. Zum Jahreswechsel 2025 / 2026 lädt es zu der Ausstellung „Wundervolle Weihnachtszeit Nikolaus und die Geburt Jesu auf Ikonen“ ein.
„Passend zur Jahreszeit widmen wir uns den beiden großen Erzählungen der Weihnachtszeit: Vom heiligen Nikolaus und von der Geburt Christi. Beim Nikolaus sind es eigentlich eher viele kleine Geschichten, die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen: Er tritt immer als ein Mann von großer Güte und Hilfsbereitschaft in Erscheinung. Stets hatte er ein offenes Ohr, verurteilte niemanden und half allen, die ihn darum baten – sehr häufig durch ein Wunder. Deshalb gilt Nikolaus als der „Wundertäter“ schlechthin, der den Menschen bei der Bewältigung ihrer Sorgen und Nöte verlässlich zur Seite steht. Er ist bis heute einer der beliebtesten christlichen Heiligen, entsprechend verbreitet und vielfältig ist seine Darstellung auf Ikonen.
Weihnachten ist das Fest der Geburt von Jesus Christus, in dem Gott Mensch wurde: Ein die menschliche Erkenntnisfähigkeit übersteigendes Wunder, das den Kern der christlichen Glaubenstraditionen bildet. Wir schauen auf die Wiedergabe der Weihnachtsgeschichte in der Ikonenmalerei. Ihre Kernelemente werden auf Ikonen häufig in einer detailreichen Komposition zusammengefasst; neben der Geburt sind die Hirten auf dem Felde, die heiligen drei Könige, der Stern von Bethlehem und weitere Themen zu sehen. Diese Bilder und ihre Bedeutung wollen wir Schritt für Schritt entschlüsseln.
42 große und kleine Werke aus der Sammlung des Ikonen-Museums laden Sie ein, Wunder und Wundertäter der Weihnachtszeit genauer kennenzulernen. Die Exponate stammen aus Russland, Griechenland, vom Balkan sowie aus Kleinasien und Äthiopien und reichen zeitlich vom 11. bis ins 20. Jahrhundert,“ stellt das Museum seine Ausstellung vor.
Nehmen wir also die Einladung an. Die Anreise erfolgt mit Bus & Bahn. Der örtliche Hauptbahnhof bzw. Busbahnhof liegt nur rund 300 Meter vom Museum entfernt, ist also fußläufig erreichbar. Hat man die Propsteikirche St. Peter passiert, liegt auf der gegenüberliegenden Seite auch schon das Ziel.
Es ist barrierefrei zugänglich. Wer – wie der Autor dieser Zeilen – etwas wackelig auf den Beinen ist, kann im Museum einen Personenaufzug nutzen, um in die 1. und 2. Etage zu gelangen. Wer sich nur für Ikonen begeistern kann, kann dabei die 2. Etage vernachlässigen. Die dortigen heidnischen und koptischen Artefakte fallen etwas aus dem Rahmen – wie wirken nicht wie Ikonen.
Die Wechselausstellung ist im 1. Obergeschoß zu besichtigen, und zwar im linken Ausstellungsraum. Zahlreiche Ikonen gibt es hier zu sehen, thematisch geordnet (Nikolaus, Jesu Geburt zu Weihnachten). Die großen, farbigen Ikonen sind gehängt (und dabei sehr gut kuratiert), die kostbareren kleinen Ikonen in Vitrinen untergebracht. Der Besucher wird damit nicht alleingelassen – es wäre für den fachlichen Laien auch zu verwirrend, erraten zu müssen, was gerade abgebildet und gezeigt wird. Es gibt jeweils eine Hilfestellung in Form von Lesetäfelchen, die kurz und prägnant den Inhalt der Ikone vorstellen.
Als Besucher sollte man sich schon ein wenig Zeit nehmen und verweilen. Und etwas genauer hinschauen, um auch die interessanten Details zu sehen. Und zu sehen gibt es hier genug, nicht nur in der Wechselausstellung. Besucht man den anderen Raum im 1. Obergescho0 sowie den Raum im Erdgeschoß, kann man ja auch als Laie Vergleiche wagen, wie sich die ausgestellten Ikonen unterscheiden und was sie jeweils zeigen.
Ein Fazit ist hier schnell gezogen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, und das nicht nur Advents- und Weihnachtszeit.
Bürgerreporter:in:Felicia Rüdig aus Duisburg |
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