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WANDERUNG von GERNRODE zur WELTERBESTADT QUEDLINBURG

ehemalige Windmühle in Rieder
 
Göttin Flora auf dem Bahnhofsvorplatz in Quedlinburg
Quedlinburg: Gernrode | Der Vorsitzende des Harzklub Zweigverein Quedlinburg, Olaf Eiding, hatte zu einer Wanderung eingeladen. Mit dem Bus fuhren wir nach Gernrode, einem Ortsteil von Quedlinburg. Gernrode ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Urkundlich wurde der Ort und seine weithin bekannte Stiftskirche St. Cyrikus  erstmals im Jahre 961 erwähnt. Gernrode liegt  unmittelbar am nordöstlichen Harzrand. An Gernrode schließt sich in östlicher Richtung das Dorf Rieder an. Rieder war früher ein wichtiger Zulieferer für die weltbekannte Quedlinburger Gemüsesamenproduktion. Heute ist Rieder ebenfalls ein Ortsteil von Quedlinburg. Von der Bushaltestelle am Bahnhof der Harzer Schmalspurbahn gelangten wir nach Überquerung der Bahngleise nach ca. 200 m in Rieder an. Parallel zur Hauptstraße kamen wir über die Schmale Straße  und der Kleinen Wasserstraße zum Dorfende.  Wir konntes uns über ein schönes gepflegtes  Dorfbild erfreuen. Auf einem Feldweg wanderten wir in Richtung Quedlinburg. An einer Wegekreuzung gelangten wir auf den, aus Quarmbeck kommenden, Kohlweg ab. Bis Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde auf diesem Kohlweg die aus dem Harz stammende Holzkohle bis nach Aschersleben transportiert. Holzkohle war  früher der einzige Brennstoff der die, für die Erschmelzung von Erzen und Roheisen (Gusseisen), notwendigen Temperatuten erzeugen konnte. In tausenden über den ganzen Harz verteilten Köhlereien wurde damals dieser wichtige Brennstoff erzeugt. Heute gibt es meines Wissens nach nur noch die, zwischen Hasselfelde und Blankenburg gelegene,  Köhlerei Stemberg im Harz. Auf dem Kohlweg gelangten wir zur Bicklingswarte. Sie eine von den um Quedlinburg gelegenen ehemals 11 Feldwarten. Sie war über eine Sichtachse mit dem, im Turm der  Marktkirche wohnenden, Türmer verbunden. So konnten bei Gefahr rechtzeitig die Bürger von Quedlinburg gewarnt werden. Nach der politischen Wende konnte durch einen Förderverein diese Warte restauriert werden. Nach diesen Abstecher  zur Biklingswarte wanderten wir weiter auf einem Feldweg zurück nach Quedlinburg.
Auf dem Weg zum Wandertreff am Itschensteg kamen wir auch an der Johanniskapelle vorbei. Wir hatten das große Glück diese Kapelle auch einmal von innen  besichtigen zu können. Die Entstehung dieser kleinen Kapelle ist eng mit der Errichtung des Johannis Hospitals verbunden.Der Bau der Kapelle, wie wir sie heute vorfinden erfolgte in 3 Bauabschnitten. Der 1. Bauabschnitt, dem jetzigen Chorraum, wurde von den Historikern auf Mitte des12. Jahrhunderts  festgelegt. Im Jahre 1906 wurde die nahe gelegene Johanniskirche errichtet. Dadurch bestand keine Notwendigkeit mehr die kleine Johanniskapelle für den Gottesdienst zu nutzen. So wurde sie letztendlich dem Verfall überlassen. Im Jahre 1994  entschloss sich die Johannisgemeinde  die Kapelle zu restaurieren. In dem vergangenen 25 Jahren  waren viele Arbeiten erforderlich,  damit die  Kapelle wieder zu einem wahren Kleinod werden konnte. Noch heute  sind nicht alle vorgesehene Arbeiten abgeschlossen.  Die Kapelle wird  von der Gemeinde zu regelmäßigen Buchlesungen, Konzerten und zu Gottesdiensten genutzt.
Nach rund 10 km endete die Wanderung am Itschenstieg. Ein Dankeschön für diese informative Wanderung geht an unseren Wanderleiter.
 
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