Rückschnitt der Obstgehölze als Nagehölzer
Und das Hügelbeet anlegen

Glücklicher Hamster mit neuem Nageholz aus dem Garten. | Foto: Heiko Fröhlich
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  • Glücklicher Hamster mit neuem Nageholz aus dem Garten.
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Der Traum vieler Bürger ist das Eigenheim mit großem Gemüsegarten, ein paar Obstgehölze dürfen nicht fehlen. Und diese sollen zurückgeschnitten werden, damit der Wuchssaft für eine reichliche Ernte reicht. Je nach Situation werden die Bäume im Winter oder auch nach der Ernte geschnitten. Größere Schnittwunden werden mit Baumwachs verschlossen. Dann strapaziert es die Bäume weniger. Doch wohin mit dem ganzen Geäst?

Wer Nagetiere hält, kann zumindest einige der Äste in handliche Abschnitte schneiden und diese zum Nagen in den Käfig geben. Besonders wertvoll sind die Hölzer, wenn die Rinde noch frisch ist. Genau deswegen gibt es Versender, die frische Hölzer anbieten, häufig von Haselnuss.

Weswegen sind frische Hölzer für Nagetiere so wertvoll? Es geht nicht nur um die Abwechslung in der Ernährung. Es geht auch darum, dass die Nager ihrem Nagetrieb frönen können. Und diesen bringt jeder Nager mit, instinktiv wollen Nagetiere ihre Zähne abwetzen.

Es bietet sich für Nagetierbesitzer deswegen an, die Gehölze im Garten zeitversetzt zu schneiden oder ein paar Zweige stehen zu lassen. Bei Obstgehölzen schadet es nicht, wenn einige Blätter am Ast bleiben. Halbreife Früchte sind hingegen besser zu entfernen.

Während Meerschweinchen und Kaninchen größere Mengen der Nagehölzer benagen, reichen für Farbmäuse, Rennmäuse oder unsere Hamster auch kürzere Einzelstücke. Dennoch lohnt es sich, auch längere Äste zu verwenden. Diese können als Brücken oder Deckung fest in die Ausstattung integriert werden. Die restliche Ausstattung mit Verstecken oder Schutzhäusern darf dennoch nicht vergessen werden. Für unsere Hamster sind beispielsweise Sandbäder sehr wichtig.

Bei allem, was ist: Auch unsere häuslichen Kleinnager sind noch Tiere, die ihre Instinkte pflegen. Sie mögen es, wenn etwas Natur in ihren Käfig integriert wird. Hierbei handelt es sich nicht nur um Frischfutter von der Wiese oder den Obstbäumen.

Die passend großen Äste lassen sich nicht nur in das Gehege legen oder zu den Seitenwänden anlehnen. Solange keine Metallteile verwendet werden, kann mit dem Geäst gebastelt werden. Zum Fixieren mehrerer Äste wäre, unbehandelte Hanfseile eine Möglichkeit, die jedoch schnell zernagt werden. Es bleibt jedoch möglich, mit Holzdübeln zu arbeiten. Durch dickere Äste wird gebohrt, um einen geraden, dünnen Ast hindurch zu schieben. Dort, wo der Ast aufliegt, kann auch ein Holzdübel aus dem Boden schauen, um passend in ein Loch einzurasten. Schon liegt das Stück stabil im Käfig.

Zu beachten bleibt, dass Nadelhölzer generell keine Nagehölzer sind, da sie harzen. Weiterhin sollte der Laie es bei Obstgehölzen und Haselnuss belassen. Viele Pflanzen sind giftig und dürfen deswegen nicht in den Nagerkäfig.

Wohin mit dem ganzen Geäst?

Sicherlich, für unsere Haustiere werden wir nicht viel Geäst benötigen. Es stellt sich also die Frage, wohin es entsorgt werden kann. Wie wäre es mit einem Hügelbeet?

Hügelbeet in Stichpunkten:
- Grasnarbe abtragen und zur Seite legen
- etwas vom Boden ausheben und zur Seite legen
- dickes Geäst einfügen
- dünnes Geäst darüber legen
- alles mit der Grasnarbe abdecken
- eine Schicht aus Laub, gehäckselten Gartenresten, Stroh und auch etwas Mist darüber geben
- alles mit dem Aushub abdecken
- Kompost als Dünger geben und alles mit Starkzehrern bepflanzen

Das Hügelbeet wird über mehrere Jahre seine Nährstoffe freisetzen. In den ersten beiden Jahren wären also Starkzehrer die engere Wahl. Dann zwei Jahre Mittelzehrer und zwei Jahre Schwachzehrer. Danach müsste sich alles gut zersetzt haben, es kann ein neues Hügelbeet aufgeschichtet werden.

Ein Wühlmausschutz, wie er in guten Hochbeeten enthalten ist, lässt sich nicht anbringen. Wer Knoblauch setzt, vergrault es sich mit den kleinen Nagetieren – aber nur so lange, wie der Knoblauch wächst. Es gibt aber auch weitere Pflanzen, die Wühlmäuse abhalten.

Glücklicher Hamster mit neuem Nageholz aus dem Garten. | Foto: Heiko Fröhlich
Der Zweig eines Apfelbaums. | Foto: Heiko Fröhlich
Haselnuss schmeckt unseren Nagetieren. | Foto: Heiko Fröhlich
Bürgerreporter:in:

Robert Brungert aus Münster (NW)

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