Kehrer: Wilsberg und die Malerin
Jürgen Kehrer: Wilsberg und die Malerin; grafit - Verlag Dortmund 2003; 192 Seiten; ISBN: 3-89425-280-4
Georg Wilsberg ist Privatdetektiv in der münsterländischen Metropole Münster. Im Auftrag eines Schweizer Bankdirektors kauft er den Dieben eines Gemäldes ihre Beute ab und gibt sie dem rechtmäßigen Eigentümer zurück.
Am Zürichsee erhält er dann einen neuen Auftrag. Er soll soll Lena Gassner, die Diebin und gleichzeitig Tochter des Bankdirektors, finden und zurückbringen. Scheinbar ein Routinejob, würden sich nicht plötzlich und unerwartet die Anhänger eines rechtspopulistischen Politikers für Wilsberg interessieren.
Kehrer ist Jahrgang 1956. Nach seinem Studium der Pädagogik arbeitet er zunächst als Journalist, bevor er sich als Romanautor und Kriminalschriftsteller selbständig machte. Zunächst selbst in Münster ansässig, lebt er heute mit seiner Frau in Berlin.
Wilsberg ist nicht nur Romanfigur; er ist inzwischen auch erfolgreich im Fernsehen zu sehen, teilweise o´hne daß es Romanvorlagen dafür gibt.
Figuren wie ihn gibt es ind er deutschsprachigen Kriminalliteratur wie Sand am Meer: verkrachte Existenzen (hier: gescheiterter Rechtsanwalt sowie Münz- & Briefmarkenhändler) und einsamer Wolf. Sie haben i. d. R. einen befreundeten Informanten bei der Polizei.
Und was ist von dem vorliegenden Fall zu halten? Große Politik im beschaulichen Münsterland, quasi in der tiefsten Provinz. Ein rechtspopulistischer Politiker (gehört er einer Partei an, die aktuell auch sehr unbeliebt ist?) entpuppt sich als ferngesteuerte Marionette ausländischer Interessen. Eine Journalistin, die dazu recherhiert, stirbt bei einem Verkehrsunfall...
Hört sich nach dem Stoff für eine spannende Geschichte an, nicht wahr? Faktisch ist die Handlung aber gute Hausmannskost mit vorhersehbaren Elementen.
Bürgerreporter:in:Andreas Rüdig aus Duisburg |
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