Vorbesichtigung der Schau "MATERIA POTT"
Mülheim an der Ruhr: Der Kubaner Arián Irsula eröffnet am 12. Juni 2026 um 18 Uhr seine Ausstellung mit dem Titel "MATERIA POTT"
- Plakat "Materia Pott" zur Kunstausstellung des Kubaners Arián Irsula in der Ruhrtalstadt Mülheim in Nordrhein-Westfalen
- Foto: Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr, KKRR, Ruhrstr. 3 MH
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von Anna Magganiks
Der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr war eingeladen, die Schau des kubanischen Künstlers Arián Irsula in der Mülheimer RUHR GALLERY zu besichtigen.
Der symphatische Künstler führte die Gruppe durch die Schau - ein Highligt - Irsula erläutert u.a. via einem modernen AUDIOSYSTEM die einzelnen Räume und Kunstwerke - Tafeln und Schilder an den Kunstwerken sind installiert - die Schau bespielt 9 Räume der historischen VILLA ARTIS - dem einstigen Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl in der Ruhrstraße 3 in Mülheim an der Ruhr.
Irsula nutzt in der Schau Fotografie nicht als Abbild, sondern als Instrument der Erkenntnis. Seine Makroaufnahmen sind keine Dokumente, sondern visuelle Archäologie. Damit steht er in einer Linie mit Künstlern, die das Unsichtbare sichtbar machen.
Die Kunstausstellung wird gefördert durch die Brost-Stiftung, Essen und den Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr - KKRR, der u.a. die VILLA ARTIS zur Verfügung stellt.
Wo Irsula im Kunstkontext steht
1) Material Art – Kunst als Erforschung von Stofflichkeit
Irsulas Fokus auf Rost, Beton, Metall und Pigment verbindet ihn mit Künstlern, die Materie selbst zum Thema machen.
Er steht damit in der Tradition von:
- Arte Povera
- Postindustrieller Materialkunst
- Zeitgenössischer Fotografie, die Oberflächen als Landschaften liest
2) Abstrakte Fotografie – wenn Realität zur Abstraktion wird
Irsula nutzt reale Oberflächen, die durch Nähe zu abstrakten Bildern werden. Teilweise hat er die fotografierten Objekte anschaulich in der Schau positioniert. Sogar die Ruhrpott-typische Currywurst ist mit dabei.
Das erinnert an:
Wolfgang Tillmans (Abstraktion durch Materialprozesse), Thomas Ruff (Verfremdung durch technische Verfahren) oder auch an
Gerhard Richter (Grenze zwischen Fotografie und Malerei).
Doch Irsula bleibt radikal materiell – seine Abstraktion entsteht nicht digital, sondern durch Nähe.
3) Künstlerische Forschung – Kunst als Erkenntnismethode
Seine Projekte, besonders im Ruhrgebiet, folgen einer klaren Forschungslogik:
Beobachten
Sammeln
Archivieren
Analysieren
Neu interpretieren
Damit steht er in der Tradition der Research-Based Art, wie sie in der Gegenwartskunst immer wichtiger wird.
4) Postindustrielle Ästhetik – Kunst im Zeitalter des Strukturwandels
Gerade im Ruhrgebiet wird deutlich, wie gut sein Stil in einen größeren Kontext passt:
Transformation
Erinnerung
Materialgeschichte
Spuren der Arbeit
Irsula zeigt das Revier nicht nostalgisch, sondern mikroskopisch und poetisch.
5) Transkulturelle Position – ein kubanischer Blick auf deutsche Industriekultur
Seine Herkunft aus Havanna und seine künstlerische Sozialisation in Kuba bringen eine Außenperspektive, die im deutschen Kunstkontext selten ist. Das past zum Thema seines Stipendiums der namhaften BROST STIFTUNG mit dem Titel "Der andere Block", das den Rahmen der vielen engagierten Stunden im Ruhrgebiet ermöglichte.
Irsula junior verbindet:
- Karibische Farb- und Materialtraditionen
- Europäische Konzeptkunst
- Wissenschaftliche Bildlogiken
Das macht seine Position hybrid und international.
Warum Arián Irsula relevant ist
Er zeigt, wie Fotografie heute mehr sein kann als Abbild.
Er macht Materie zu einem ästhetischen und historischen Dokument.
Er verbindet Industriekultur und zeitgenössische Kunst auf neue Weise.
Er bringt eine transkulturelle Perspektive in die deutsche Kunstlandschaft.
Kurz: Irsula gehört zu den Künstlern, die nicht nur Bilder produzieren, sondern neue Sichtweisen.
Die moderne Schau wird am Freitag, dem 12. Juni 2026 um 18:00 Uhr zusammen mit der Buchvorstellung von seinem Vater Jesús Irsula feierlich eröffnet mit einem Grußwort und Einführung von Prof. Bodo Hombach, Vorsitzender des Vorstands der BROST-STIFTUNG. Die kubanische Botschafterin und weitere Eherengäste haben ihre Teilnahme zugesagt.
Besuchszeiten der Kunstausstellung in der Ruhrtalstadt Mülheim nur nach Vereinbarung mit Arián Irsula 0157 3465 5366. Der Eintritt in der VILLA ARTIS mit dem MMKM MUSEUM MODERNE KUNST MÜLHEIM und der RUHR GALLERY ist stets frei!
ÖPNV: "Stadtmitte-Mülheim"
NAVI und PARKEN: "Delle" oder "CASINO"
auch steht das Parkhaus im Schloßquartier in der Ruhrstraße zur Verfügung.
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Vor Ort steht ein modernes kostenfreies AUDIOSYSTEM des Hagener StartUps Navitone via eigenem Smartphone bereit.
Alle Events in der Ruhrtalstadt findet man mit der KultAppMH.de hier ist der LINK!
Bürgerreporter:in:Villa Artis |
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