Kulinarisches Wochenende in Mülheim
Kulinarisches für das Hirn und den Gaumen noch bis 8. November 2026 in der Ruhr Gallery in Mülheim an der Ruhr
- iesmal haben sich gleich zehn kreative Köpfe aus der Region einer gemeinsamen künstlerischen Aufgabe unter der Leitung von Ruhrpreisträger Ralf Raßloff gestellt. Mit dabei sind Anette Reith, Anja Wollschläger, Anna-Maria Früh, Christoph Settgast, Eva Härtel, Herbert Wilk, Michel Jansen, Renate Beckmann, Ursula Poths und Uwe Linneweber.
- Foto: Christoph Settgast
- hochgeladen von Villa Artis
Von Susanne Kleuter
Kulinarisches für das Hirn und den Gaumen
Wer behauptet, das Ruhrgebiet könne nur Maloche und Currywurst, der hat Mülheim an der Ruhr noch nicht an einem schönen Sonntag erlebt. Genauer gesagt: an diesem einen Sonntag, dem 18. August 2026, an dem der Geist hellwach und der Magen hungrig ist. Wer die perfekte Symbiose aus intellektuellem Futter und handfestem Genuss sucht, für den gibt es in unserer Stadt aktuell nur eine Marschrichtung: Erst die Augen fluten an der Ruhrstraße, dann die Stäbchen glühen lassen am Löhberg.
Lichtflut, Fotokunst und Ruhrpott-Seele in der Villa Artis - (Eintritt & Führungen frei)
DIE AUSSTELLUNG IST BIS 8. November 2026 immer FR 16-18 h und SA+SO 12-17 h zu bewundern!
Unser Kultur-Trip startet da, wo Mülheim am schönsten ist – direkt am Ruhrufer. In der Villa Artis (Ruhrstraße 3 Ecke Delle - Innenstadtpark "Ruhranlage") wird nicht lang gefackelt. Wer hier verstaubte Museums-Atmosphäre oder elitäres Kunst-Gequatsche im dunklen Kämmerchen erwartet, wird Gott sei Dank enttäuscht. Das historische Gebäude fängt mit seinen großen Fensterbändern jeden Strahl Tageslicht ein und wirft ihn direkt auf die Exponate in der Beletage (Ein Blick in den Museumsatas hier:).
Am Sonntag, dem 18. Oktober 2026, schlägt die Uhr hier um punkt 14:00 Uhr zur großen Stunde: Die neue Ausstellung "IM STILE VON..." öffnet offiziell ihre Pforten. Diesmal haben sich gleich zehn kreative Köpfe aus der Region einer gemeinsamen künstlerischen Aufgabe unter der Leitung von Ruhrpreisträger Ralf Raßloff gestellt. Mit dabei sind Anette Reith, Anja Wollschläger, Anna-Maria Früh, Christoph Settgast, Eva Härtel, Herbert Wilk, Michel Jansen, Renate Beckmann, Ursula Poths und Uwe Linneweber. Die Fotografinnen und Fotografen bringen den sprichwörtlichen „anderen Blick“ in die taghellen Räume der Ruhr Gallery. Hier gibt es keine Motive von der Stange, sondern visuelle Geschichten mit echten Ecken, Kanten und einer gehörigen Portion Charakter. Man schlendert mit einem unkomplizierten Gefühl durch die Galerie, atmet die kreative Luft ein und merkt, wie das Hirn pünktlich zum Nachmittag auf Betriebstemperatur kommt. Das ist ehrliche Kulturarbeit fürs Gemüt, ganz ohne Schickimicki.
Mit dabei auch der Kubaner Arián Irsula mit seiner Schau "MATERIA POTT" und der Fotograf Heinz-Peter Schepp mit seinem Werk "LAST SUPPER".
Der anschließende Verdauungsmarsch durch die Altstadt
Nachdem die Netzhaut bei der Eröffnung ordentlich Futter bekommen hat und die ersten Gespräche mit den Künstlern geführt sind, meldet sich unweigerlich das Kontrollzentrum in der Magengegend. Also raus in die gemütlichen Gassen der Mülheimer Altstadt. Ein knapper, zehnminütiger Spaziergang führt uns bergauf auf den Kirchenhügel, vorbei an historischen Fassaden, und die "Friedenstreppe" herunter mitten hinein in die Innenstadt. Der perfekte kleine Puffer, um die fotografischen Eindrücke sacken zu lassen und Platz für den zweiten Teil des Tages zu schaffen.
Zweiter Akt: Sake-Don-Himmel im Genuss-Tempel UMAII
Das Ziel des kulinarischen Pilgerwegs liegt am Löhberg 5: Umaii Sushi Grill & More. Wenn die Villa Artis der Tempel für den Geist ist, dann ist das Umaii die heilige Halle für den Gaumen. Der familiengeführte Laden ist in Mülheim längst kein Geheimtipp mehr, sondern die unangefochtene Nummer eins, wenn es um knackfrischen Fisch geht.
Hier wird nicht lang herumexperimentiert, hier regiert die Qualität. Das absolute Highlight für den anspruchsvollen Gaumen nach einem ausgiebigen Galeriebesuch? Der Sake Don. Eine wunderbar schlichte, aber handwerklich perfekte Schüssel mit perfekt gesäuertem, lauwarmem Sushi-Reis, auf dem sich butterzarter, frisch geschnittener Lachs aneinanderreiht. Jeder Bissen schmilzt auf der Zunge wie die Sonne über der Ruhr. Dazu ein paar warme, meersalzige Edamame als Starter – mehr braucht es nicht, um wunschlos glücklich zu sein.
Das Mülheimer Fazit für den SCHÖN-HIER-SONNTAG 18. Oktober 2026 und die Zeit bis 8. November 2026
Man muss nicht nach Düsseldorf oder Berlin jetten, um einen Sonntag auf Champions-League-Niveau zu erleben. Mülheim zeigt an Tagen wie diesem, wie es geht: Erst das Hirn ab 14 Uhr mit starker Fotokunst in der Villa Artis füttern, danach den Gaumen im Umaii glücklich rollen. Wer den Eröffnungstermin verpasst, kann die Ausstellung übrigens noch ganz entspannt zu den regulären Öffnungszeiten der Galerie an der Ruhr oder nach Vereinbarung besichtigen.
Einziger wichtiger Insider-Tipp für Nachmacher: Bevor ihr den Lachs-Himmel betretet, steuert den nächsten Geldautomaten an. Im Umaii gilt nämlich noch echtes Ruhrpott-Gesetz: Nur Bares ist Wahres! Wenn das erledigt ist, steht dem perfekten Mülheimer Kultur- und Kulinarik-Sonntag absolut nichts mehr im Wege. Guten Appetit und Glück auf!
Mehr Info findet ihr hier: https://imstilevon.quicksands.de/
Über die Arbeiten von Ariàn Irsula siehe untenstehendes Video "DER ANDERE BLICK" in der Villa Artis / Ruhr Gallery Mülheim
Bürgerreporter:in:Villa Artis |
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