Mülheim: Ein neuer Moment in der Ruhrtalstadt
Internationaler Museumstag in Mülheim mit Überraschung in der VILLA ARTIS am Ruhrufer
- Eine der zahlreichen Führungen durch die Werkschau der GEDOK-Künstlerinnen zum Internationalen Museumstag in der Ruhrtalstadt Mülheim - Einführung von Dr. Jutta Höfel vor Werken von Daniela Werth aus der Werkreihe "clos uo for" 100 x 100 cm Öl auf Leinwand
- Foto: Anna Magganiks, AIRL-Lab
- hochgeladen von Villa Artis
Internationaler Museumstag in Mülheim mit neuem Besucherrekord
Ein Beitrag von Susanne Kleuter
Der Internationale Museumstag hat in Mülheim an der Ruhr ein bemerkenswert klares Bild gezeichnet: Wo Kunst wirklich lebt, gehen die Menschen hin. Und das war – ohne jeden Zweifel – die Villa Artis / Ruhr Gallery am Ruhrufer.
Während die Ausstellungen in den umliegenden städtischen Museen eher verhalten besucht waren und vielerorts eine fast museale Stille herrschte, entwickelte sich die Villa Artis zum kulturellen Brennpunkt des Tages.
Über 400 Besucher, darunter viele Familien, strömten in den offenen Kulturort – ein Andrang, der selbst erfahrene Kunstschaffende staunen ließ. Nach Einführung der GEDOK-Vorsitzenden Brigitte Melchers und fachkundigen Führungen durch die Kunsthistorikerin Dr. Jutta Höfel am Vortag besuchten die meisten Besucher*innen die spannenden Ateliers in dem weitläufigen Kulturort am Ruhrufer auch am "Internationalen Museumstag 2026".
GEDOK Jubiläumsschau: Ein Ereignis, das die Kunststadt elektrisierte
Die 100 Jahre Jubiläumsausstellung der GEDOK Wuppertal/Bergisches Land war der unangefochtene Höhepunkt des Museumstags.
Mehr als 50 exzellente Exponate aus Malerei, Skulptur, Installation und Fotografie zeigten eindrucksvoll, wie kraftvoll und vielfältig die künstlerischen Positionen der Region heute sind.
Werke von Heidi Becker, Karin Christoph, Shahin Damizadeh, Ulrike Eggers, Sabine Gille, Petra Göbel, Isabel Kämpf, Liane Lonken, Susanne Müller-Kölmel, Alexa Reckewitz, Ilona Reinhardt, Daniela Werth überzeugten.
Die Besucherinnen und Besucher standen dicht gedrängt vor den Werken, diskutierten lebhaft, stellten Fragen, fotografierten – und viele blieben deutlich länger als geplant. Die Ausstellung war nicht nur ein Programmpunkt, sondern ein Erlebnis, das man spürte, hörte, sah.
Villa Artis / Ruhr Gallery: Vom RUHR.2010 Projekt zum kulturellen Fixstern
Die Villa Artis / Ruhr Gallery wurde im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 gegründet – und hat seitdem eine Entwicklung hingelegt, die man ohne Übertreibung als steilen Aufstieg bezeichnen kann.
Heute ist sie einer der wichtigsten freien Kunstorte im Ruhrgebiet, ein Ort, der konsequent zeigt, wie Kunst Menschen zusammenbringt, inspiriert und aktiviert.
Was die Villa Artis auch am internationalen Museumstag so besonders macht:
• Ein offenes Haus, das Kunst nicht abschottet, sondern zugänglich macht
• Ein kontinuierliches Programm, das seit 2010 stetig gewachsen ist
• Ein Ort der Begegnung, an dem Familien, Kunstinteressierte und Profis selbstverständlich nebeneinander stehen
• Ein kultureller Motor, der die freie Szene in Mülheim sichtbar und lebendig hält
Am Museumstag zeigte sich diese Stärke in voller Klarheit: Während andere Häuser eher routiniert wirkten, war die Villa Artis ein Ort voller Energie, Stimmen, Bewegung und echter Neugier - ein echtes Kunsterlebnismuseum.
Ein Museumstag, der Maßstäbe setzt
Der Tag hat deutlich gemacht, dass Kunst dort funktioniert, wo sie nahbar, authentisch und mutig präsentiert wird.
Die Villa Artis / Ruhr Gallery hat das eindrucksvoll bewiesen – und die GEDOK Jubiläumsschau hat diesen Tag zu einem Ereignis gemacht, das in Erinnerung bleibt.
Die Schau ist auch am nächsten Wochenende zu sehen SA+SO von 14 bis 17 Uhr – der Eintritt und die Führungen sind wie immer frei. Die Schau in der Ruhr Gallery wurde kuratiert von Heidi Becker, Liane Lonken und Daniela Werth.
Bürgerreporter:in:Villa Artis |
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