150 Jahre Methodisten im Ruhrgebiet
Die evangelisch-methodistische Kirche feierte gestern, am Sonntag, den 15. Juni 2025, ihren diesjährigen Ruhrgebietstag in der Mülheimer Zionskirche. "150 Jahre im Ruhrgebiet" lautete das zentrale Thema. Prof. em. Cr. Ulrike Schuler hielt den dazugehörigen Fachvortrag.
Die Evangelische Gemeinschaft entstand Anfang des 19. Jahrhunderts in Amerika; deutsche Auswanderer bildeten ihre Basis. Sie ist bereits seit den 1850er Jahren auch bei uns in Deutschland vertreten. Im Jahre 1864 gab es einen Beschluß, die sogenannte Preußen-Mission einzuleiten.
Im Jahre 1875 wurde dann die erste Gemeinde im Ruhrgebiet gegründet, vermutlich im Essen, da die Missionierung des Ruhrgebiets aus erfolgen sollte. Die erste Kirche in Mülheim / Ruhr kam dann schon ein Jahr später (also 1876) dazu. Aufgrund der gut struktuierten Vorgehensweise entstanden dann auch in vielen anderen Ruhrgebietsstädten eigene Gemeinden - Sonntagsschulen, Bauvereine, Männer, Kinder- und gemische Chöre gehören genauso dazu wie "Jünglingsvereine"; "Jungfrauenvereine", ein eigener Schriftenverlag, Krankenhäuser sowie die theologische Ausbilungsstätte = Predigerseminar in Reutlingen. Die Jugendarbeit, konsequente Sonntagsheiligung sowie "Ermahung" i. S. v. Begleitung und sozialer Kontrolle waren weitere äußere Zeichen des Methodismus.
Der Schuler`sche Vortrag ist etwas zu unstruktuiert, als daß er einen Überblick der Gemeinden in den Ruhrgebietsstädten bietet. In Duisburg, Gelsenkirchen, Oberhausen und Solingen sind beispielsweise Gemeinden entstanden, in Kriegswirren zerstört, wiederaufgebaut worden und dann doch verschwunden. In Mülheim (gleich zwei Gemeinden), Velbert, Düsseldorf, Recklinghausen, Essen, Bochum, Dortmund und Hamm ist die Methodisten-Kirche (Bischöfliche Methodistenkirche und Evangelische Gemeinschaft sind seit 1968 fusioniert) noch vertreten. Sie freuen sich auf jeden Fall über Besucher, die die Gemeinden kennenlernen möchten.
Bürgerreporter:in:Felicia Rüdig aus Duisburg |
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