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Stadtbefestigung - Reste davon in Linz am Rhein

das Rheintor
Linz verfügte über eine starke sechs Meter hohe und 1500 m lange, aus Basalt bestehende Stadtmauer mit vier beeindruckenden Stadttoren, Ecktürmen und Erkern. Mit dem Bau wurde 1320 begonnen, als Linz zur Stadt erhoben wurde. Die beiden noch vorhandenen Tore sind auf 1329 datiert. Die Burg, erbaut 1365, hatte dabei eine besondere Bedeutung, da sie nicht nur nach außen, sondern auch gegen die Stadt durch einen Graben geschützt war. Sie konnte bei einer Belagerung die letzte Zufluchtstätte sein.

Natürlich wurde die Stadt in ihrer jahrhundertealte Geschichte auch belagert. Dabei wurde der Stadtring beschossen und bei der Belagerung von 1475 erheblich beschädigt.

Das Zollhaus war durch die Stadtmauer vom Rhein getrennt. Die Zollbediensteten konnten durch eine kleine Tür direkt zu der Schiffsanlegestelle gelangen.

Das Neutor und das Rheintor sind noch erhalten. Allerdings wurde das Rheintor im 15. oder 16. Jahrhundert neu errichtet. Das Mansardendach kam erst im 19. Jahrhundert . Früher war ein steiler Dachhelm darauf, wie auf den anderen Stadttoren auch. An den Ecken waren kleine Türmchen. Das Grabentor im Norden und das Leetor im Süden wurden im 19. Jahrhundert abgebrochen.

Die Ecken der Stadtmauer wurden durch Türme gesichert. Das waren der Eckturm der Burg, der Pulverturm, ein Turm rechts neben der Martinskirche und zwischen Burg und Grabentor befand sich auch noch ein Turm. Außer dem Pulverturm hatten alle genannten Türme steile Dächer.

Schon der Bau der Befestigung stellte eine große finanzielle Belastung für die Stadt dar. Ebenso die Folgekosten für Reparaturen usw. Linz hatte für die Instandhaltung aufzukommen.

Im 30jährigen Krieg wurden die Stadttore geöffnet und Linz den Schweden kampflos übergeben. Das war 1632. Man vertraute damals den veralteten Verteidigungsanlagen nicht mehr und wollte die Stadt vor langer Belagerung, gewaltsamer Einnahme, Plünderung und Zerstörung bewahren.

Im 18. Jahrhundert begann man die Befestigung von oben abzutragen. 1828 waren die Mauerkämme schon weg. Ende des 19. Jahrhunderts war die Stadtmauer niedergelegt und zwei der vier Stadttore gab es nicht mehr

Heute sind noch Abschnitte der Stadtmauer zu sehen zwischen der Burg und der ev. Kirche; zum Teil noch in der Originalhöhe von sechs Meter, sowie entlang der Kaiserbergstraße in niedrigerer Höhe.
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3 Kommentare
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Klaus Wilhelm von Ameln aus Simmerath | 06.08.2009 | 09:09  
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Irene Deseke aus Burgdorf | 06.08.2009 | 11:10  
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Horst Schmiedchen aus Wennigsen | 06.08.2009 | 12:51  
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