„Lügenbaron“ – was geschah in Braunau?

Rekonstruktionsversuch des Freiherrenpatents für Johann Georg Eduard Heyd, geb. am 29. Sep. 1784 als Sohn des Heiligenpflegers J. Haid und der Anna M. geb. Kemmler zu Unterhausen/Württ. – Wer könnte uns denn beim Auffinden des Originals behilflich sein?
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Unterhausen hatte in der Napoleon-Zeit seinen „Kriegshelden“. Dies geht aus dem würtembergischen Amtsbericht über den Vorgang am 30. April 1809 hervor: „Der Lieutenant Heyd der mit 8 Mann vom Jägerregiment König (zu Pferd) auf einem Kahn über den Inn geschifft war, dringt in Braunau ein, rükt eine halbe Stunde weiter vor, stößt auf ein östreichisches Detaschement, und bringt 3 Offiziere und 314 Mann nebst 300 Wagen gefangen nach Braunau zurück. Er wird für diese Tat vom König als Freiherr von Heydenschwert geadelt.“

Der so Geehrte hatte nicht mehr viel davon, denn er fand nach Napoleons missglücktem Russlandfeldzug, an dem er teilnahm, am 12. Januar 1813 in Posen nur noch den Tod durch Verwundung und Erschöpfung. Österreichische Experten untersuchten Jahre später Heyds „Heldentat“ und deckten just auf, dass uns Lieutenant Heyd ein glattes Münchhausen-Märchen aufgetischt hat über einen schändlichen Akt, war er doch lediglich in ein wehrloses Kriegslazarett eingedrungen.

Rekonstruktionsversuch des Freiherrenpatents für Johann Georg Eduard Heyd, geb. am 29. Sep. 1784 als Sohn des Heiligenpflegers J. Haid und der Anna M. geb. Kemmler zu Unterhausen/Württ. – Wer könnte uns denn beim Auffinden des Originals behilflich sein?
Er glaubte alles und unterschrieb. Der frischgebackene König Friedrich von Württemberg, geboren am 6. November 1754 in Treptow an der Rega/Pommern. Sohn von Herzog Friedrich Eugen von Württ. und Friederike Sophie Dorothea geb. Prinzessin von Brandenburg-Schwedt
Immer wieder erinnerte in der Vergangenheit auch der Reutlinger General-Anzeiger an Heyds Heldentaten.
Gelb unterlegt die entscheidenden Sätze zur Klarstellung aus der Österreichischen militärischen Zeitschrift, Wien 1818 (Siebentes Heft).
Bürgerreporter:in:

Matthäus Felder aus Lichtenstein

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