Gondwanaland in voller Blüte
Leipziger Zoo

Coccothrinax argentea und Medinilla
39Bilder

Herzlichen Glückwusch zum 15. Geburtstag.
Vor wenigen Wochen, längst überfälliger Besuch, ein Besuch im Zoo Leipzig. Erster Weg zum Gondwanaland, dort blühte alles um die Wette. Gondwanaland klingt wie Dinosaurier, Echsen, Schildkröten, riesige Pflanzen und Bäume...Blütenrausch und Blütentraum.
Gondwanaland öffnete am 1. Juli 2011 für zahlende Gäste. Eine riesige Tropenhalle mit 16.500 qm² beherbergt über 17.500 Pflanzen und 300 exotische Tiere. Die überdachte Halle misst weit über zwei Fußballfelder, konstante Temperatur um 25 Grad C. Überdachter Regenwald, Pflanzen und Tiere aus drei Kontinenten, Asien, Südamerika und Afrika. Es gibt eine Bootsfahrt, ein Baumkronenpfad und Unterwasseraquarien.
Zoodirektor Junghold erhielt am 30. Juni 2011 keinen Schlüssel, sondern ihm wurde eine Machete überreicht. 

Ozelot Foto 32, Leopardus pardalis lebt im tropischen Südamerika bis zum nördlichen Texas. Ihr Lebensbereich erstreckt sich von Mangrovenwäldern, Sümpfen an der Küste bis zu Gebirgswäldern auf 1200 m höhe. Seltener sind Exemplare der mittelgroßen Katzen im Buschland, Savannen oder Trockengebieten zu sehen. Jagdbeute sind Fische, Nagetiere, Mäuse, Agutis, Vögel und Reptilien. Kleinere Hirsche, Schildkröten und Affen stehen weit unten auf ihrem Menü. Der Rumpf des Ozelots ist etwa 100 cm lang, Schwanz bis zu 42 cm und wiegen um die 15 kg, jagen nachts, schwimmen und klettern ausgezeichnet. Das wunderschöne Fell war fast ihr Todesurteil. In der Natur leben Pardelkatzen bis zu einem Alter von 10 Jahren, in menschlicher Obhut schonmal doppelt so lange. Die Aufzucht der Jungen besorgt das Weibchen, zu dieser Zeit leben sie verborgen in Baumhöhlen, Festspalten oder in dichter Vegetation. Fünf Wochen später tummeln sich die kleinen schon offen vor dem Unterschlupf und begleiten sie zur Jagd. So unterschiedlich der Lebensraum, so variiert auch das Fell. 

Rotschultertamarine Foto 31, bewohnen das westlichen Amazonasbecken, den Nordosten Perus und Ecuadors. Ihr Lebensraum ist immer unter Gefahr, durch Brände, Abholzung, Hochwasser und landwirtschaftliche Nutzung und so leben sie in wieder aufgeforsteten/ nachwachsenden Waldgebieten, mit schnell wachsenden Arten. Im Familienverband jagen sie kleine Tiere, ernten  Früchte und Blütensäfte. Sensationell am 10. Juni erblickte ein Zwillingspärchen das Licht der Welt.

Sunda-Gaviale, Foto 29,  leben nur in Süßwasserseen und Brackwasser auf der südlichen Malaiischen Halbinsel, Borneo und Sumatra. Ernährung von Fischen, Reptilien, kleinen Säugern und Vögeln. Sunda-Gaviale können bis zu 6 m lang werden. Nach einer Brutzeit von ca. 90 Tagen schlüpfen die Kleinen und folgen dem Ruf ihrer Mutter ins Wasser. Die Bruttemperatur bestimmt das Geschlecht. Sind vom Aussterben bedroht.
Vor 56 bis 33,9 Millionen Jahren, im Eozän, tummelten sich Gaviale auch in der Grube Messel, einem Ölschiefer Tagebau in Deutschland.

Bürgerreporter:in:

Yvonne Rollert aus Halle

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